Kurz nach Release: Das nächste Live-Service-Spiel stirbt auf Steam - Sorge um Star Wars Eclipse

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Kurz nach Release: Das nächste Live-Service-Spiel stirbt auf Steam - Sorge um Star Wars Eclipse
Quelle: Steam

Quantic Dream beendet Spellcasters Chronicles nur wenige Monate nach dem Start. Obwohl das Studio eine Entwarnung für Star Wars Eclipse gibt, dürften die Fragen trotzdem eher lauter werden.

Quantic Dream zieht überraschend früh den Schlussstrich unter Spellcasters Chronicles. Das Multiplayer-Spiel sollte eigentlich laut ursprünglicher Early-Access-Beschreibung rund sechs Monate wachsen, neue Inhalte erhalten und gemeinsam mit der Community weiterentwickelt werden. Doch stattdessen endet die Reise schon jetzt: Wie die Entwickler auf Steam nun angekündigt haben, gehen die Server bereits am 19. Juni offline. Ausgegebene Kaufbeträge sollen auf Anfrage zurückerstattet werden.

Live-Service-Markt bleibt gnadenlos

Als Begründung für die Serverschließungen von Spellcasters Chronicles nennt Quantic Dream auf Steam ein "schwieriges Marktumfeld" und "fehlende Reichweite". Das Spiel habe schlicht nicht genügend Spieler erreicht, um langfristig tragfähig zu bleiben. Gleichzeitig kündigt Quantic Dream interne Umstrukturierungen an, betont aber ausdrücklich, dass die Entwicklung von Star Wars Eclipse, welches ebenfalls bei dem Entwickler entsteht, "wie geplant fortgesetzt" werde.

Und hier beginnt jetzt die Spekulation bei Star-Wars-Fans: Könnte das Scheitern eines Multiplayer-Projekts automatisch schlechte Aussichten für Star Wars Eclipse bedeuten? Es kann durchgeatmet werden: dafür gibt es bislang keine belastbaren Hinweise. Dafür unterscheiden sich die Projekte dann doch zu deutlich. Denn Spellcasters Chronicles setzte auf ein Free-to-Play-/Live-Service-Modell mit langfristiger Spielerbindung, also ein Bereich, in dem zuletzt zahlreiche Spiele trotz großer Publisher scheiterten. Star Wars Eclipse dagegen wurde bislang als erzählerisches Action-Adventure angekündigt, also liegt es damit wesentlich näher an früheren Quantic-Dream-Spielen wie Detroit: Become Human oder Heavy Rain.

Trotzdem dürfte die Nachricht Beobachter aufmerksam machen. Wenn ein Studio ein Projekt vorzeitig beenden muss und intern umstrukturiert, dann können schon Fragen zur künftigen Ausrichtung des Entwicklerteams und zum bisherigen Entwicklungsfortschritt aufkommen. Live-Service-Spiele buhlen vermehrt um Aufmerksamkeit in einem hart umkämpften Marktbereich, der von jahrelang etablierten Dauerbrennern dominiert wird. Neue Titel brauchen deshalb nicht nur starke Starts, sondern auch dauerhaft aktive Communitys. Spellcasters Chronicles kommt da nun in gute Gesellschaft. Aber ob das wirklich Auswirkungen auf Star Wars Eclipse hat, bleibt fraglich. Es spricht eher dafür, dass Quantic Dream vielmehr seine Ressourcen nun auf größere Projekte konzentrieren muss.

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Quelle: Quantic Dream auf Steam

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von muadib Freizeitschrauber(in)
        Zitat von XT1024
        Wie hat sich die Gesamtsumme verändert?

        Ich erinnere mich gerne an das damalige Geschwafel weil WoW ja ganze 11-13 € und das jeden verdammten Monat kostet. O M G!!! Das ist ja teuer!
        Und heute zahlen die für 2-3 Streamingabos, hä?

        Dass ein ausgelasteter WoW-Spieler auch mal schlicht keine Zeit für weitere 2-10 Spiel zu je 60 € hat, das wurde immer vergessen.
        Inzwischen ist es auch weniger geworden was ich für Spiele ausgebe. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich nahezu alle Spiele bereits gekauft habe die es auf gog gibt und die mich interessieren. Auf anderen Plattformen wie Steam & Co gibt es noch viele für mich interessante Spiele, die ich aber dort nicht kaufen werde, da ich sie eben dort nicht kaufen, sondern nur mieten kann. Wenn es gog nicht geben würde, hätte ich das Geld für irgendein anderes Hobby ausgegeben.

        Bei Filmen ist die Lage noch lästiger. Da gibt es nicht einmal eine Alternative wie es gog bei Spielen ist. Da bin ich gezwungen mir eine Blu Ray zu kaufen, um einen Film wirklich besitzen zu können.
      • Von muadib Freizeitschrauber(in)
        Zitat von XT1024
        Wie hat sich die Gesamtsumme verändert?

        Ich erinnere mich gerne an das damalige Geschwafel weil WoW ja ganze 11-13 € und das jeden verdammten Monat kostet. O M G!!! Das ist ja teuer!
        Und heute zahlen die für 2-3 Streamingabos, hä?

        Dass ein ausgelasteter WoW-Spieler auch mal schlicht keine Zeit für weitere 2-10 Spiel zu je 60 € hat, das wurde immer vergessen.
        Inzwischen ist es auch weniger geworden was ich für Spiele ausgebe. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich nahezu alle Spiele bereits gekauft habe die es auf gog gibt und die mich interessieren. Auf anderen Plattformen wie Steam & Co gibt es noch viele für mich interessante Spiele, die ich aber dort nicht kaufen werde, da ich sie eben dort nicht kaufen, sondern nur mieten kann. Wenn es gog nicht geben würde, hätte ich das Geld für irgendein anderes Hobby ausgegeben.

        Bei Filmen ist die Lage noch lästiger. Da gibt es nicht einmal eine Alternative wie es gog bei Spielen ist. Da bin ich gezwungen mir eine Blu Ray zu kaufen, um einen Film wirklich besitzen zu können.
      • Von XT1024 Volt-Modder(in)
        Zitat von muadib
        Nun gebe ich nicht nur kein Geld mehr für dieses Spiel aus, sondern habe mir geschworen nie wieder Geld für ein Live Service Spiel auszugeben.
        Wie hat sich die Gesamtsumme verändert?

        Ich erinnere mich gerne an das damalige Geschwafel weil WoW ja ganze 11-13 € und das jeden verdammten Monat kostet. O M G!!! Das ist ja teuer!
        Und heute zahlen die für 2-3 Streamingabos, hä?

        Dass ein ausgelasteter WoW-Spieler auch mal schlicht keine Zeit für weitere 2-10 Spiel zu je 60 € hat, das wurde immer vergessen.
      • Von Major_Fletcher Software-Overclocker(in)
        Ich feiere wie es alle zerlegt auf der Suche nsch der goldenen Gans auf der man sich dann ausruhen kann.
      • Von muadib Freizeitschrauber(in)
        In meinem Leben habe ich nur drei Live Service Spiele gespielt und nur bei einem Geld ausgegeben. Bei diesem wurde das Unternehmen, wie sollte es auch anders sein, immer gieriger und stellte Gewinn vor Spielspaß. Nun gebe ich nicht nur kein Geld mehr für dieses Spiel aus, sondern habe mir geschworen nie wieder Geld für ein Live Service Spiel auszugeben. Mein Geld für Spiele geht nur noch an GOG.
      • Von Slolle PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von joecnstr
        Die Antwort wurde schon oft gegeben: Ein live Service Game hat einen relativ moderaten initial Aufwand und wenn es gut ankommt kann es ausgebaut werden und wird zur Goldgrube.

        Es ist ein bisschen wie Lotto spielen für Publisher
        Wobei die Gewinnwahrscheinlichkeit mit der Zeit immer weiter abnimmt.
        Je mehr etablierte Service Games bereits Erfolg hatten, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein neues Service Game erfolgreich sein wird.
        Denn seien wir mal ehrlich, welche Spieler geben ein Spiel auf, in dem sie Tage und Wochen verbracht haben und zig Goodies erspielt oder gekauft haben?
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