Source-Mod No More Room In Hell im Test: Wirklich die beste Multiplayer-Mod?
No More Room In Hell ist ein Zombie-Shooter auf Basis der Source-Engine mit besonderen Akzenten. Im Koop-Modus lässt sich das Spiel mit bis zu acht Leuten gleichzeitig spielen und zufällig erstellte Karten sorgen zusammen mit einem großen Waffenarsenal für Abwechslung. Sicher aber nur ein Grund dafür, dass die Mod bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.
Wenn die Hölle voll ist, wandeln die Toten auf der Erde: So fasst man die Handlung für den Mod "No More Room In Hell" im Wesentlichen zusammen. Der Source-Mod ist ein Zombie-Shooter der besonderen Art: Mit bis zu acht Spielern gleichzeitig, lässt er auch Vollpreis-Alternativen wie "Left 4 Dead" bequem hinter sich und kann durch einen einzigartigen Mix aus Waffen und Karten, auch im Gameplay ganz individuelle Akzente setzen. Seit 2011 wird die Mod stetig weiterentwickelt und wurde bei ModDB bereits 2011 zum Multiplayer-Mod des Jahres gewählt. Bis heute vergeben die Anhänger fast ausschließlich Bestnoten. Was ist dran am Zombie-Shooter? Wir haben den Test gemacht.
Zuerst ein paar Impressionen aus dem Erstkontakt mit wütenden Zombies.
Bildergalerie
No More Room In Hell: Gameplay - Enormer Detailgrad
In einem Zombie-Shooter steht natürlich das Überleben an erster Stelle. In "No More Room in Hell" bringen verschiedene Modi und Karten aber etwas Abwechslung in die Sache. Jede Karte bietet beispielsweise einen Modus mit Ziel zur Selbstrettung. In einer großen Aufgabenkette müssen Sie versuchen, Kontakt zur Außenwelt herzustellen und Rettung anzufordern. Dabei werden Sie Stück für Stück durch die Karte geführt und müssen zunächst Türen öffnen, Hebel finden oder Tür-Codes eingeben. Alles während Sie nie genug Munition in den Taschen und unzählige Zombies hinter sich haben - dabei kommt im organisierten Koop der meiste Spaß auf.
Bei den Karten sind praktisch alle Klassiker aus Zombie-Filmen und -Spielen vertreten: Das große amerikanische Einkaufscenter oder die düstere Straße in China-Town. Bis zum Kino bleiben kaum Wünsche offen. Was auf den Karten passiert unterliegt einem gut gemachten Zufallsmodus. Waffen und Ausrüstung sind zufällig über die Karten verteilt und stellen Sie damit bei jedem Start vor eine andere Ausgangssituation. Kein Durchlauf spielt sich wie der vorige und Sie müssen jedes Mal die Ecken nach besserer Ausrüstung oder Munition absuchen.
Das Waffenarsenal, dass Ihnen dafür zur Verfügung steht ist ordentlich: 27 Waffen sind in der aktuellen Version implementiert, die vom Brecheisen bis Jagdgewehr reichen. Jede Waffe hat eine primäre und sekundäre Option. Grade Nahkampfwaffen lassen sich je nach Bedarf mit mehr oder weniger Schwung in Richtung Zombie schleudern. Munition ist dabei durchgehend Mangelware und es gibt praktisch immer mehr Zombies als Kugeln auf einer Karte. Nahkampfwaffen haben deshalb eine gewichtige Rolle und häufig bietet es sich eher vor Untoten wegzulaufen, als sie bis auf den letzten Vertreter auszurotten.
Eine schicke Idee sind auch die wählbaren Spielfiguren: Während eine Figur auffallend an den Charakter "Walter" aus dem Film "The Big Lebowski" erinnert, sieht eine andere Person im Trenchcoat Christain Bale in "American Pyscho" zum verwechseln ähnlich. Sicher beides Personen, die wir uns gut im Nahkampf mit den Untoten vorstellen können. Daneben stehen natürlich noch weitere Figuren zur Verfügung.
Unnötig bis geschmacklos ist dagegen die Implementierung von kleinen Zombiekindern. Realismus hin oder her: Natürlich ist es im Falle einer Zombieapokalypse wahrscheinlich, dass auch kindliche Zombiemonster ihr Unwesen treiben. Was aber schon in den meisten Filmen größtmöglich ignoriert wird, ist für ein Videospiel moralisch eigentlich völlig unnötig. Im Falle von "No More Room In Hell" ist die Implementierung zudem ziemlich geschmacklos. Die Kids im Zombie-Look sind deutlich aggressiver und schneller als ihre größeren Kollegen. Während Sie große Zombies im Zweifel ignorieren können, zwingt Sie das Spiel regelrecht dazu, die kleineren Untoten mehr oder weniger brutal hinzurichten. Das sind Auswüchse von virtueller Gewalt, die dem Ruf von Videospielen unnötig schaden und keinen spielerischen Mehrwert bieten.
No More Room In Hell: Die Zukunft - Still in progress
Beim aktuellen Stand ist aber noch nicht Schluss: "No More Room In Hell" befindet sich weiterhin in Entwicklung und soll schon in absehbarer Zeit via Patch mit neuen Waffen, Karten und Modi versorgt werden. Erste Artworks zeigen beispielsweise einen Bogen oder neue Zombiemodelle. Auch das Gameplay wird stetig verbessert. Die Nahkampfmechanik soll beispielsweise schon mit dem nächsten Update verbessert werden. Weiter Spielfiguren wären sicher auch noch eine mögliche Option. Als Spieler sind sie hier also Teil eines fortlaufenden Prozesses.
No More Room In Hell: Fazit - Maximaler Koop-Spaß
Als Multiplayer-Shooter gehört "No More Room In Hell" in jedem Fall auf einen der Spitzenplätze bei der Bewertung. Auch wenn die Source-Engine nicht mehr zu den schönsten gehört, ist die Inszenierung und das Gameplay auf allerhöchstem Niveau. Für die gemeinsame Zombiejagd mit Freunden, gibt es selbst bei den Vollpreis-Titeln kaum eine bessere Alternative. Im Koop mit bis zu acht Mann lassen sich die Aufgaben gut verteilen und durch Munitionsmangel rückt die Gruppe stets eng zusammen. Eine wechselnd bedrohliche oder lustige Stimmung wechselt durch viele enorm überzogene Situationen.
Wie bei vielen Mods ist grade der Einstig das große Problem. Zum Start fühlt man sich als unbedarfter Neuling etwas verloren und es gibt kein Tutorial, mit dem man sich die wichtigsten Informationen aneignen kann. Hier ist der Reiz groß, den kostenlosen Mod eher wieder zu deinstallieren, als sich intensiv damit auseinander zu setzen. Wenn man Tastaturbelegung und Aufgabenverteilung aber erstmal verinnerlicht hat, steht Ihnen mit "No More Room In Hell" quasi kostenloser Spielspaß in nahezu unbegrenzter Menge zur Verfügung. Denn durch die zufallsbestimmten Karten, wird Ihnen auch im 50. Durchlauf sicher nicht langweilig.
No More Room In Hell: Spielen - So geht's
Wie bei den meisten Source-Mods, benötigen Sie zum Spielen nur eines der offiziellen Source-Spiele, um das aktuelle SDK runterladen zu dürfen. Danach können Sie "No More Room In Hell" einfach über den Link der offiziellen Webseite ziehen und die ZIP-Datei auf Ihrem System in den Steam-Unterordner Steam\SteamApps\sourcemods entpacken. Danach kann es sein, dass Sie Steam einmal neustarten müssen, damit das Spiel auch in Ihrer Bibliothek angezeigt wird. Sie starten den Mod dann direkt via Steam und die "Spielen"-Schaltfläche der Bibliothek. Vom Hauptmenü aus können Sie wie aus beispielsweise Counter-Strike bekannt, direkt auf einen verfügbaren Server einloggen oder ein eigenes Spiel erstellen. Außerdem gehört "No More Room In Hell" zu den ersten zehn Titeln, die eine Freigabe via Steam-Greenlight erhalten haben.
Kostenloser Download via NMRIH-Webseite

Genau, jeder der Freeware nutzt ist ein Armer Mensch.
Dein Kommentar stinkt.
Wasn das L4D für arme?
Nettes Video. Es wird Ko-op ausgesprochen, nicht Kup