Cyberpunk-Shooter Neotokyo mit brandneuem Patch im Test: Source-Engine am Limit
Multiplayer-Fans aufgepasst: Neotokyo ist ein Cyberpunk-Shooter in einem futuristischen Tokio ungefähr 30 Jahre in der Zukunft. Die Mod basiert technisch auf der bewährten Source-Engine und wurde kürzlich mit einem lange erwarteten Patch versorgt. Das Art-Design ist ziemlich beeindruckend und Grund genug, um einen genaueren Blick darauf zu werfen.
Neotokyo heißt der nächste große Tipp für alle, die begeistert aufwendige Fan-Mods aus der Community spielen. Der Multiplayer-Shooter versetzt Sie in das fiktive Tokio knapp 30 Jahre in die Zukunft. Zusammen mit futuristischen Waffen und technischen Möglichkeiten bringt Sie die Mod in ein faszinierendes Cyberpunk-Setting ganz im asiatischen Design. Von Zen-Gärten bis zur Leuchtreklame mit japanischen Schriftzeichen bleibt der Mod dieser Idee bis ins Detail treu. Technisch wird das ganze mit Valves bewährter Source-Engine befeuert, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein eindrucksvolles Ergebnis präsentiert. Besonders die Karten, die seit dem kürzlich erfolgen Patch hinzu gekommen sind, begeistern durch Design und passende Lichtspiele. Grund genug für uns, um mal einen genaueren Blick auf diesen Mod zu werfen - der PCGH-Test zu Neotokyo.
Zum Einstieg ein paar Impressionen aus drei der unzähligen Karten von Neotokyo
Bildergalerie
Neotokyo: Gameplay - Ohne große Ideen
Das Gameplay von Neotokyo ist schnell erklärt: Wie aus Spielen wie Counter-Strike bekannt, wählen Sie eine von zwei Fraktionen auf jeder Karte. Danach dürfen Sie sich eine Spielfigur aussuchen: Eine kleine Klassenauswahl aus drei verfügbaren Rollen ist vorerst der größte Unterschied zum Original von Valve. Zu jedem Rundenstart dürfen Sie Ihre Waffe wählen: Aktionen, die während einer Karte laufen, geben Ihnen Erfahrungspunkte. Mit mehr Punkten, schalten Sie im Verlauf der Karte neue Waffen frei. Diese werden aber zu Beginn jeder Karte zurückgesetzt.
Im Spiel haben Sie zwei Möglichkeiten, um die aktuelle Runde zu gewinnen. Das gegnerische Team auszuschalten ist die einfachste und häufigste Möglichkeit. Die zweite Option ist, Ihre Aufgabe fürs Team zu erledigen: Entweder müssen Sie einen zerstörten Rest eines Roboters über eine gewisse Zeit beschützen oder Sie müssen selbigen bergen und zum Zielgebiet bringen. Dieses Spielprinzip zieht sich über alle verfügbaren Karten. Neben den Waffen stehen Ihnen kleinere Spezialtechniken, wie einem zeitlich begrenzten Tarnmodus zur Verfügung - der Crysis-Multiplayer lässt grüßen.
Neotokyo: Technik - Source-Engine am Limit
Die technische Umsetzung des Settings ist absolut gelungen: Mit Beleuchtung und Details haben die Entwickler alles Mögliche aus der Engine rausgeholt und auch letztere Vollpreis-Titel wie Portal 2 kommen da nur bedingt dran ran. Das Waffendesign und die Implementierung des asiatischen Settings ist durchweg gelungen und lassen Sie als Spieler glaubwürdig ist das fiktive Tokio eintauchen. Selbst für Abwechslung ist auf den Karten gesorgt: Von Schnee bedeckten Eben bis zum engen Bunker ist praktisch alles dabei. Besonders spektakulär wirkt eine Karte, auf der Sie in oder oben auf einem fahrenden Zug agieren müssen - viel Platz zum Verstecken ist hier garantiert nicht.
Etwas überraschend aber keineswegs übertrieben oder störend ist der Grad der Gewalt: Für Source-Verhältnisse spritzt in Neotokyo viel Blut und Granaten hinterlassen stark zerfetzte Körperteile. Sowas kennen wir selbst von Shootern wie Left 4 Dead mit dieser Engine nur bedingt. Selbst der offizielle Trailer zeigt hier nicht das volle Ausmaß der dargestellten Gewalt.
Neotokyo: Fazit - Schickes Art-Design, aber Schwächen im Gameplay
Technisch ist Neotokyo in jedem Fall einer der besten Source-Mods, die Sie aktuell finden können. Auch das Karten-Design passt ausnahmslos in das futuristische Cyberpunk-Setting eines zukünftigen Tokios. Von Charakteren über Straßenschilder bis hin zu Zugschildern wurde jedes Detail zu Gunsten des Mods implementiert und lässt den Spieler praktisch vergessen, dass man "nur" einen kostenfreien Mod eines älteren Titels spielt - anfangs verbringt man mehr Zeit mit Gucken als mit dem eigentlichen Spiel. Das Gameplay ist dafür gewöhnungsbedürftig: Der Einstieg ist für Neulinge recht langwierig und auch wenn nach das Grundprinzip nach wenigen Runden klar sein sollte, fühlt sich das Spiel durch die recht hohen Lebenspunkte der Spieler und vereinzelt zu großer Karten ziemlich zäh an. Auch wenn die Karten an sich recht viel Abwechslung bieten, flacht die Spielspaß-Kurve nach dem ersten WOW-Effekte recht schnell ab und auch die Kombination aus futuristischen und bekannten Waffen motiviert nur begrenzt zum Weiterspielen. Wer gerne Counter-Strike spielt, findet mit diesem Mod sicher etwas verdiente Abwechslung. Alle anderen sollten sich in jedem Fall das toll inszenierte asiatische Setting anschauen, vom Gameplay aber nicht zu viel erwarten.
Neotokyo: Spielen - So geht's
Wie bei den meisten Source-Mods benötigen Sie zum Spielen nur eines der offiziellen Source-Spiele, um das offizielle SDK runterladen zu dürfen. Danach können Sie Neotokyo einfach via Steam-Greenlight oder die Webseite von Mod-DB herrunterladen. Nach der Installation kann es sein, dass Sie Steam einmal neustarten müssen, damit das Spiel auch in Ihrer Bibliothek angezeigt wird. Danach suchen Sie sich einen der verfügbaren Server aus und können sich ohne weitere Verzögerungen in das zukünftige Tokio stürzen.
Kostenloser Download via Steam-Greenlight
Kostenloser Download via Mod-DB




Warum also sollte der Munitionsvorrat sinken, wenn man vorzeitig das Magazin wechselt?
Außerdem passt das nicht zur Animation. Die ist in den meisten Shootern altes Magazin raus, neues Magazin rein(, entsichern). Da ist kein Platz für Patronen umsortieren.
Außerdem macht das das ganze Spiel auch meines Erachtens nach taktischer. Lade ich zu früh nach, sind zahllose Partonen futsch, lade ich zu spät nach, hab ich im Zweifelsfall nur noch die Pistole. Also mir gefällt's!
gRU?; cAPS
Warum also sollte der Munitionsvorrat sinken, wenn man vorzeitig das Magazin wechselt?
Nie gespielt.
Genau, bei höheren Schwierigkeitsgraden sowas einbauen. Wo liegt das Problem? (BF, CoD, CS, I'm looking at you..)