Soundkarten-Legende Gravis Ultrasound kehrt als Open-Source-Entwurf für Retro-PCs zurück

1
News Norman Wittkopf Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Soundkarten-Legende Gravis Ultrasound kehrt als Open-Source-Entwurf für Retro-PCs zurück
Quelle: Github/schlae

Ein neues Open-Source-Projekt hat sich dem Comeback einer legendären Soundkarte aus den 90er-Jahren verschrieben, doch es gibt einen Haken.

Mit dem Start des Open-Source-Projekts Beavis Ultrasound gibt es seit Kurzem den Versuch, ein Remake der legendären Gravis-Ultrasound-Soundkarte (GUS) bzw. dessen späterem PnP-Modell zu realisieren. Entwickler "schlae" hat kürzlich auf Github Details zur "Beavis Ultrasound PnP ISA Sound Card Replica" geteilt, die vollständige Kicad-Schaltpläne, das PCB-Layout, ein Beispiel-ROM, eine rückentwickelte Generic Array Logic (GAL) für eine funktionsfähige IDE-CD-ROM-Schnittstelle, Montagehinweise und vieles mehr enthält.

Die Sache hat jedoch noch einen Haken: Um das DIY-Projekt mit Namensanspielung auf die 90er-Jahre-Zeichentrickserie Beavis and Butt-Head umzusetzen, müssen Bastler unter anderem noch einen alten AMD AM78C201 Interwave-Chip in ihre Finger bekommen. Zudem hat der Entwickler eingeräumt, dass er "die Platine noch nicht tatsächlich hergestellt und auf ihre Funktionsfähigkeit getestet hat"; weswegen Interessierte darauf hingewiesen werden, "diese Platine auf eigene Gefahr zu bauen".

Dennoch soll sich die Beavis Ultrasound als Remake von ähnlichen Projekten unterscheiden: "Im Gegensatz zu anderen Klonen umfasst dieses Design sowohl den vollständigen Schaltplan als auch den rückentwickelten Quellcode der GAL." Letztere bietet eine transparente und reproduzierbare Logik und ist entscheidend dafür, dass die neue Umsetzung - wie die originalen Gravis-Ultrasound-PnP-Karten - IDE-Konnektivität unterstützen kann, wie Tom's Hardware hierzu berichtet.

Eine besondere Stärke des Beavis-Ultrasound-Projekts liegt laut dem Bericht zudem in der Authentizität: Man könnte es eher als originalgetreue Nachbildung auf Hardware-Ebene bezeichnen statt als funktionale Annäherung. Denn hier ersetzen keine neuen Mikrocontroller die alte Hardware. Es gibt zudem keine Emulationssoftware und Funktionen, wie die bereits erwähnte Logik und die IDE-Schnittstelle, werden vom Entwickler nicht umgangen. Doch sofern sich niemand an die physische Umsetzung mit dem eingangs erwähnten Chip und einem Platinenbau wagt, könnte das Soundkarten-Remake im Entwurfsstadium steckenbleiben.

Mitmachen und kommentieren

Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Sollten Sie noch keinen Extreme-Account haben, laden wir Sie zu einer Registrierung im Forum ein. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie gerne PCGH bei 🔈 Youtube oder 💬 Whatsapp und erhalten Sie Neuigkeiten zu Grafikkarten, CPUs und Gaming direkt in Ihrem Feed.

Quelle: Github via Tom's Hardware

1
    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wakey PC-Selbstbauer(in)
        Hm, ich frage mich ob man wohl mit FPGA's auch Soundchips nachbilden kann?
        Aber muss wohl gehen, wie würde sonst zum Beispiel ein MiSTer sound ausgeben?
      • Von wakey PC-Selbstbauer(in)
        Hm, ich frage mich ob man wohl mit FPGA's auch Soundchips nachbilden kann?
        Aber muss wohl gehen, wie würde sonst zum Beispiel ein MiSTer sound ausgeben?
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk