DOS-Soundkarte Orpheus 2: Neue Revision für "echten Retro-Sound" angekündigt
Die Orpheus 2 genannte ISA-Soundkarte für "echten Retro-Sound" kehrt nach gut zwei Jahren in einer neuen Revision zurück. Die technischen Anpassungen lassen sich die Entwickler "Keropi" und "Marmes" mit 340 Euro vergüten.
Wer DOS-Spiele mit originalem Hardware-Sound erleben will, kennt das Problem: Entweder jagt man auf dem Gebrauchtmarkt einzelnen ISA-Karten hinterher oder belegt gleich mehrere Steckplätze mit verschiedenen Lösungen. Die Orpheus 2 geht einen anderen Weg: Eine einzelne ISA-16-Bit-Karte, die laut dem Entwicklerduo "Keropi" und "Marmes" sämtliche wichtige Audiostandards der DOS-Ära als echte Hardware abdeckt.
Nach dem durchaus erfolgreichen Debüt 2023 haben die Entwickler nun überraschend eine neue Vorbestellrunde geöffnet - überraschend deshalb, weil die rote Sonderedition vom August 2024 noch als "allerletzte Charge" angekündigt worden war, wie Tom's Hardware berichtet. Diesmal gibt es eine grüne Rev-1.1-Platine mit einigen technischen Anpassungen.
Orpheus 2 Rev 1.1: Was darin steckt und was sich geändert hat
An Bord sind ein Crystal CS4237B für Sound-Blaster-Pro- und Windows-Kompatibilität sowie ein AMD Interwave-Chip - dabei handelt es sich um die Grundlage für eine vollständige Implementierung von Gravis Ultrasound PnP (GUS).
Hinzu kommen ein Yamaha YMF262 OPL3 für FM-Synthese und ein YAC512-DAC sowie ein PCMIDI-Modul für echten MPU-401-MIDI-Betrieb im sogenannten "Intelligent Mode". Der GUS-Speicher lässt sich per SIMM-Modul auf bis zu 16 MB ausbauen. Ausgangsseitig bietet die Karte Line-out, Line-in, Mic-in, CD-in und S/PDIF.
Gegenüber der Vorgänger-Revision gibt es auf der Rev 1.1 einige gezielte Änderungen. So wurde der Ausgangsfilter für den Adlib-Gold-Modus überarbeitet und die Audiokondensatoren wurden vom alten Durchsteck-Design auf SMD-Bauteile umgestellt. Außerdem stehen mehr MIDI-IRQ-Konfigurationen zur Auswahl.
Der Preis des Orpheus 2 Rev 1.1 liegt laut der offiziellen (und charmanten Retro-)Webseite bei 340 Euro - darin eingeschlossen ist der internationale Versand per Einschreiben. Fällig wird dieser Preis in zwei Schritten; eine Anzahlung in halber Höhe ist bei der Bestellung vorgesehen, der Rest wird kurz vor Versand eingefordert. Den Lieferstart visiert das Entwicklerduo ab Ende Juli an.
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Antwort: Hobby.
Der Preis ist ok, das Ding ist keine Massenfertigung mehr.Kleinserien sind immer wesentlich teurer.
Bei einem Auto kriege ich Hardware. Mit der kann ich immer noch in der echten Welt herumgurken. Mit fällt kein ähnlich nutzloses Retro Hobby mit solch einem absurd hohem Anspruch für virtuelle Nostalgie ein. (Allerhöchstens die Audio-Freaks mit ihren Kabeln ("luftiger Sound"). Aber da ist auch keine Nostalgie.. )
Hab meine am 27.12.1995 für 450 DM gekauft. Die Karte war übrigens länger als meine 4090 TUF...
Trotzdem muss ich ganz ehrlich sagen: Ich hatte nie ein Spiel, dass nicht fehlerfrei mit der DOS-Emu von Live! oder Audigy funktioniert hätte. Also warum sich den ISA-Ärger antun, anstatt z.B. eine 2 ZS zu nehmen? Spart auch einen weiteren Retro-PC für EAX-Titel.
Man darf auch nie unterschätzen, was es so alles an Kompatibilitätsproblemen gibt, von denen man noch nichts weiß. Dann kommt es noch darauf an, wie wichtig einem der richtige Klang ist (z.B. OPL2/3).
Ich habe hauptsächlich mehrere Systeme, da es gerade unter DOS unmengen an geschwindigskeitsempfindlichen Spielen gibt (unter Win9x gibt auch paar, wie z.B. Betrayal in Antara). Z.B. funktioniert bei manchen der Midi-Sound (MT32) nicht, wenn das System zu schnell ist. Meinen 233MMX kann ich zwar zwischen 120 und 233 MHz betreiben, muss dafür aber immer ins Gehäuse an die Dipswitches. Am Ende lass ich den 233 MMX einfach immer mit 120 MHz laufen und nutze ihn rein für DOS (via Setmul kommt ich bis auf eine Geschwindigkeit eines 386 SX-25 runter) und habe dann noch zwei Win98SE Systeme, wovon das langsamere für älter, ggf. geschwindigkeitssensitive Systeme ist und das schnellere für den Rest.
Dann noch ein XP 32bit System und Windows 7 32bit System zum testen. Alles (außer dem Win7 System) hängt via KVM an einem CRT-Monitor, sowie 1x Maus, Tastatur und Lautsprecher. Dank USB4VC funktionieren am DOS-System dann auch diese USB-Geräte, sowie aktuelle Controller wie M.30 oder XBox Series Controller.