Bedienarten und Antriebstechnik
In diesem Artikel
- Seite 1 Unsere Kauftipps
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Seite 2
Plattendreher für jeden Einsatzzweck
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2.1
Welcher Plattenspieler eignet sich für welchen Einsatzzweck?
- 2.1.1 Plattensammlung archivieren und nur gelegentlich Platten hören
- 2.1.2 Musikliebhaber, der gerne Platten hört und die Sammlung digitalisieren möchte
- 2.1.3 HiFi-Fans, die hochwertigen Vinyl-Sound genießen möchten
- 2.1.4 DJs, die Platten auflegen, mixen, scratchen und Sets erstellen sowie Vinyl digitalisieren
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2.1
Welcher Plattenspieler eignet sich für welchen Einsatzzweck?
- Seite 3 Ausstattungselemente und Anschlüsse im Detail
- Seite 4 Bedienarten und Antriebstechnik
- Seite 5 Hilfe bei der Digitalisierung von Vinyl
- Seite 6 Bildergalerie
Manuell, halb- oder vollautomatisch? Vorteile und Nachteile verschiedener Bedienarten
Von Ausnahmen wie den in Kleinstserie in Manufakturen gefertigten High-End- und Edelmodellen für Vinyl-Enthusiasten abgesehen, gibt es für USB- und Bluetooth-Plattenspieler drei verschiedene Bedienarten. Entweder es läuft alles manuell, also von Hand oder die Bedienung des Plattenspielers ist halb- respektive vollautomatisch. Wo die Vorzüge und Probleme der jeweiligen Bedienart liegen, zeigen wir Ihnen im Folgenden und geben Ihnen konkrete Beispiele:
Der manuelle Plattenspieler
Quelle: Pioneer
Pioneer DJ PLX-500-K (manueller Plattenspieler)
Besitzen Sie einen manuellen Plattenspieler, müssen Sie selbst tätig werden und den Tonarm mit dem Tonabnehmer selbst auf die Platte legen. Damit sich der Tonarm nicht ungebremst senkt oder anhebt, verfügen Plattenspieler mit wenigen Ausnahmen über einen gedämpften Tonarmheber. So können Sie die Plattenspieler-Nadel dann an der gewünschten Stelle absenken, ohne dass diese oder die Schallplatte selbst beschädigt werden.
Am Ende der Schallplatte läuft der Tonabnehmer in einer Endlosrille und muss ebenfalls manuell angehoben werden. Zusätzlich dreht sich auch der Plattenteller weiter, bis Sie diesen mit der Start-/Stop-Funktion (falls vorhanden) anhalten oder den Plattenspieler ausschalten. Im Gegenzug ist ein sehr genaues Absetzen des Tonabnehmers sowie ein schnelles und direktes Eingreifen in den Song möglich.
Der halbautomatische Plattenspieler
Quelle: Denon
Denon DP-450USB (halbautomatischer Plattenspieler)
Beim halbautomatischen Plattenspieler senken Sie den Tonarm mit dem Tonabnehmer ebenfalls am Anfang der Schallplatte oder des Liedes manuell. Am Ende der Platte hingegen hebt der Plattenspieler den Tonarm automatisch an und bringt ihn auch wieder in die Ausgangslage. Wie die manuellen Vertreter besitzen auch diese Halbautomaten für die leichtere Handhabung einen Tonarmlift mit Dämpfungssystem. Damit setzen Sie den Tonarm vorsichtig und vor allem sicher manuell auf oder fahren ihn zwischendurch wieder hoch.
Auch hier besteht die Möglichkeit, schnell und direkt in den Song einzugreifen. Die Rückführfunktion für den Tonarm schont dagegen den Tonabnehmer und Ihre Plattensammlung. Im Gegenzug müssen Sie eine höhere Vibrationsrate des Plattenspielers durch die Verwendung von zusätzlichen Bauteilen in Kauf nehmen.
Der vollautomatische Plattenspieler
Quelle: Yamaha
Yamaha MusicCast Vinyl 500 (vollautomatischer Plattenspieler)
Bei einem vollautomatischen Schallplattenspieler übernimmt das Gerät alle wichtigen Funktionen. Sie brauchen den Plattenspieler nur einzuschalten, die Schallplatte auf den Plattenteller legen, den Startknopf drücken und schon geht es los. Der Tonarm und der Tonabnehmer werden dann vollends automatisch am Anfang der Schallplatte positioniert. Am Ende wird der Tonarm dann automatisch angehoben und fährt in die Tonarmauflage zurück. Bei einem empfehlenswerten Modell wird zusätzlich auch der Antrieb für den Plattenteller abgeschaltet.
Obwohl automatische Plattenspieler für das Abspielen des ersten Stücks auf der Platte etwas länger benötigen als halbautomatische und manuelle, müssen Sie sich hier lediglich um die richtige Umdrehungsgeschwindigkeit kümmern. Die Bedienung ist also besonders leicht. Ein kleiner Nachteil dieser Vollautomaten ist ihre höhere Störanfälligkeit, da dort zusätzliche Bauteile zum Einsatz kommen.
Antriebsarten und ihre Vor- und Nachteile
Um den Plattenteller eines USB-Plattenspielers in Bewegung zu versetzen, sprich rotieren zu lassen, wird eine Antriebskonstruktion mit einem Motor benötigt. Unabhängig davon, wie dieser den Plattenteller antreibt, muss dessen in Newtonmetern (Nm) angegebene Kraft so hoch ausfallen, dass der Plattenteller sich ohne Schwankungen bei der Umdrehungsgeschwindigkeit (Gleichlauf) dreht. Neben dem nur bei einigen Designerplattenspielern noch zu findenden Reibradantrieb sind der Direktantrieb und der Riemenantrieb die am häufigsten zum Einsatz kommende Antriebsarten:
Der Riemenantrieb
Quelle: Denon
Der Denon DP-300 F ist ein Plattenspieler mit Riemenantrieb. Der eignet sich bestens für den privaten Musikgenuss und das Digitalisieren der eigenen Plattensammlung.
Die beim heimischen Gebrauch am häufigsten zu findende Antriebsart von USB- und Bluetooth-Plattenspielern ist der Riemenantrieb. Dabei überträgt ein Gummiriemen die Energie des Motors auf den Plattenteller. Vorteil dieses verbreiteten Mechanismus: Zwischen Motor und Plattenteller findet eine mechanische Entkopplung statt. Vibrationen und Motorgeräusche werden nur gering auf den Tonabnehmer übertragen, da der Elastomerriemen beides absorbiert. Zudem mindert er "Cogging" (Flattern) und Geschwindigkeitsschwankungen.
Nachteile: Durch Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder lange Nutzung verliert der Riemen Elastizität, kann abrutschen und den Gleichlauf beeinträchtigen. In solchen Fällen lässt er sich bei empfohlenen Geräten einfach wechseln - oft genügt es, den Plattenteller zu demontieren.
Der Direktantrieb
Quelle: Dual
Ein Plattenspieler mit Direktantrieb wie der Dual DTJ 301.1 USB erreicht seine Geschwindigkeit nahezu sofort. Er ist besonders bei DJs beliebt, die mit dem USB-Plattenspieler scratchen und per Pitch-Funktion die Geschwindigkeit des Motors und damit auch die des Plattentellers verändern können.
USB- und Bluetooth-Plattenspieler mit Direktantrieb sind für DJs ideal, da sie sich zum Scratchen eignen und die Drehgeschwindigkeit oft per Pitch-Funktion angepasst wird. Die Motorachse treibt den Plattenteller direkt oder über Zahnräder an, geänderte Geschwindigkeiten entstehen durch Anpassung der Motordrehzahl. Der Direktantrieb startet sehr schnell, da die Energie sofort verfügbar ist. Der Blitzstart gelingt durch drehstarke, quarzgesteuerte Wechselstrom- oder Synchronmotoren, was Geräte teurer macht. Sie arbeiten präzise, die Fertigung ist aufwendig. Im Gleichlauf, bei geringer Wartungsanfälligkeit und Verzerrung, ist der Direktantrieb dem Riemenantrieb überlegen, auch wenn Motorvibrationen auf Tonarm und Tonabnehmer übertragen werden können.
Der Reibradantrieb
Plattenspieler mit Reibradantrieb nutzen Reibräder, die den Plattenteller von unten antreiben. Höhenverstellbar können sie wie eine Fahrradschaltung die Geschwindigkeit variieren. Das mit Hartgummi bezogene Treibrad überträgt die Motordrehung direkt.
Quelle: Reed
Der High-End-Plattenspieler Reed Muse 1C (ab ca. 12.000 Euro ohne Tonarm) gehört zu den seltenen Plattenspielern mit Reibradantrieb. Schön zu sehen ist, dass hier zwei quarzgesteuerte Reibräder der Plattenteller antreiben und in Millisekunden auf die gewünschte Drehzahl bringen.
Seit den frühen 1980er-Jahren werden sie, mit wenigen Ausnahmen wie dem Reed Muse 1C (siehe Bild oben), kaum noch produziert. Grund ist die im Vergleich zu anderen Antrieben geringere Tonqualität günstiger Modelle. Abnutzung des Reibrads und direkte Kupplung am vibrierenden Motor verursachen Rumpeln, also Niedrigfrequenzrauschen, das Geschwindigkeitsschwankungen und störende Schwingungen am Tonabnehmer erzeugt.

Für ab 200€ bekommt man da schon richtig gute Teile.
Hab diese Woche nen Telefunken Dreher umsonst bekommen, Baujahr 1974 , top Sound (kommt aber an den Technics den ich aktuell habe nicht dran.
Für ab 200€ bekommt man da schon richtig gute Teile.
hab da so einen schönen marantz verstärker auf dem schreibtisch stehen, der hat logischer weise auch einen phono anschluss ^^
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