Tonabnehmer-Test: Abtastnadeln für Plattenspieler im Sound-Check plus Hintergrundwissen

Beim Plattenspieler hat der Tonabnehmer einen entscheidenden Einfluss auf den Klang. Wir zitieren für Sie nicht nur eine Auswahl an MC- und MM-Tonabnehmersystemen zum Hörtest. Obendrauf liefern wir Ihnen auch viel Hintergrundwissen, etwa über Tonabnehmertechnik und Nadelschliffe.

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Tonabnehmer-Test: Abtastnadeln für Plattenspieler im Sound-Check plus Hintergrundwissen
Quelle: Audio-Technica

Sie lieben den charakteristischen Klang von Schallplatten und wollen das volle Vinyl-Erlebnis genießen, vor allem aber hören? Dann brauchen Sie dafür nicht nur einen geeigneten und empfehlenswerten (USB/Bluetooth-)Plattenspieler, sondern auch eine Abtastnadel mit breitem Frequenzspektrum und sehr hoher Dynamik. Sie haben die Wahl zwischen Moving-Magnet-Systemen (MM) und Moving-Coil-Nadeln (MC) mit unterschiedlichen Schliffarten. In unserer Tonabnehmer-Kaufberatung informieren wir Sie ausführlich über die verschiedenen Schliffe und Systeme. Ferner stellen wir Ihnen in einer Vergleichstabelle die besten Abtastnadeln für (USB/Bluetooth-)Plattenspieler vor. In unserem Technik-Ratgeber finden Sie zusätzlich wertvolle Tipps, worauf Sie beim Kauf eines Tonabnehmers besonders achten sollten.

Tonabnehmer: Kaufberatung

Das <a href='www.koetsuaudio.com/urushiwajima'>Koetsu Urushi Wajima</a> ist ein besonders edles, in einer japanischen Manufaktur hergestelltes MC-Tonabnehmersystem der absoluten Spitzenklasse. Das Gehäuse aus Rosenholz mit Buchenharz-Schicht und Gold-Beimischung und der traumhafte Klang haben einen sehr stolzen Preis von ca. 6.400 Euro. Quelle: Koetsu Das Koetsu Urushi Wajima ist ein besonders edles, in einer japanischen Manufaktur hergestelltes MC-Tonabnehmersystem der absoluten Spitzenklasse. Das Gehäuse aus Rosenholz mit Buchenharz-Schicht und Gold-Beimischung und der traumhafte Klang haben einen sehr stolzen Preis von ca. 6.400 Euro. Der Tonabnehmer ist für analoge wie auch USB/Bluetooth-Plattenspieler elementar, denn ohne ihn könnte das Gerät keine Tonträger abspielen und hörbar machen. Er besteht aus Abtastnadel (Stylus) aus Diamant, Nagelträger (Cantilever), Wandler und kleinem Gehäuse. Er transformiert die Schwingungen der Nadel über den Träger in elektrische Signale und erzeugt so Stereosound. Damit ist der Tonabnehmer maßgeblich verantwortlich für die Klangqualität eines (USB/Bluetooth-)Plattenspielers, weshalb Sie beim Kauf nicht nur auf akustische Güte, sondern auch darauf achten sollten, ob Sie die Abtastnadel gegen eine bessere austauschen können.

Wie bei den (USB/Bluetooth-)Plattenspielern ist auch die Preisspanne bei Tonabnehmern und Nadeln breit gefächert. Los geht es bei ca. 30 bis 40 Euro mit MM-Systemen der Einsteigerklasse. Für High-End-Moving-Coil-Systeme wie Goldring Ethos High oder Hana MH High Output müssen Enthusiasten 1.100 bzw. 1.150 Euro beim Phono-Händler zahlen. Nach oben gibt es kaum Grenzen. Für Manufakturmodelle wie MC-Systeme des japanischen Herstellers Koetsu zahlen Liebhaber sogar 5.000 bis 15.000 Euro.

Welche Technik steckt hinter Tonabnehmern?

Technisch betrachtet ist der Tonabnehmer ein elektroakustischer Wandler, der die mechanischen Schwingungen der Nadel (Stylus) in elektrische Spannung umwandelt. Die Tonaufnahmen sind auf der aus Vinyl gefertigten Schallplatte in Rillen codiert, ähnlich wie Daten auf einer Festplatte "gespeichert". Die Nadel erfasst diese codierten Rillen und leitet sie weiter. Danach gibt eine Gabelkonstruktion die entstehenden Schwingungen an einen Wandler. Der Wandler ist ein elektrisches Bauteil, das Bewegungen in elektrische Spannung transformiert. Diese Umwandlung erzeugt akustische Signale, die als verständliche Audioaufnahme hörbar sind. Der Tonabnehmer decodiert also Schwingungen, sprich, übersetzt sie so, dass sie das restliche Soundsystem (Plattenspieler, Verstärker, Vorverstärker) versteht und als Musik wiedergibt.

Bei den mit einer Abtastnadel bestückten Tonabnehmern unterscheidet man zwischen zwei Systemen: Moving Magnet (Deutsch: sich bewegender Magnet, Bild links) und Moving Coil (Deutsch: sich bewegende Spule, Bild rechts). Quelle: Audio-Technica Bei den mit einer Abtastnadel bestückten Tonabnehmern unterscheidet man zwischen zwei Systemen: Moving Magnet (Deutsch: sich bewegender Magnet, Bild links) und Moving Coil (Deutsch: sich bewegende Spule, Bild rechts). Beim Thema Tonabnehmersysteme begegnen Ihnen die englischen Begriffe "Moving Magnet" (sich bewegender Magnet) und "Moving Coil" (sich bewegende Spule). Sie beschreiben die Technik, mit der das mechanisch abgetastete Signal in ein elektrisches gewandelt wird. Außerdem bezeichnen sie die zwei wichtigsten Wandlerarten in Tonabnehmern für USB/Bluetooth-Plattenspieler.

Beide Systeme nutzen das Prinzip der elektromagnetischen Induktion. Dieses besagt, dass in einer Metallspule elektrische Spannung entsteht, wenn sich das Magnetfeld ändert. Diese Änderung kann technisch auf zwei Wegen gelöst werden: Entweder bewegt sich ein Magnet nahe einer statischen Spule oder eine Spule bewegt sich nahe einem statischen Magneten.

Tonabnehmer: Moving Magnet

Bei einem Tonabnehmersystem mit Moving-Magnet-Technik (kurz: MM-Tonabnehmer) bewegt sich ein direkt mit der Abtastnadel verbundener Magnet zwischen zwei Spulen im Inneren des Tonabnehmergehäuses. Dabei wird eine relativ hohe Spannung erzeugt, da die beiden Spulen verhältnismäßig groß ausfallen. Das führt dazu, dass MM-Tonabnehmer über ein relativ lautes Ausgangssignal verfügen. Daher neigen die elektromagnetischen MM-Tonabnehmer gerade im Hochtonbereich auch ein wenig zu Verzerrungen.

Bei einem MM-Tonabnehmer bewegt sich ein Magnet, der mit der Abtastnadel (Stylus) verbunden ist, zwischen zwei Spulen im Inneren des Tonabnehmers Quelle: Audio-Technica Bei einem MM-Tonabnehmer bewegt sich ein Magnet, der mit der Abtastnadel (Stylus) verbunden ist, zwischen zwei Spulen im Inneren des Tonabnehmers Da der Magnet mit keinem anderen Bauteil außer der Schallplattennadel verbunden ist, können Sie die als Stylus bezeichnete Nadel einfach und schnell austauschen oder gegen eine besser klingende Variante ersetzen. Das ist ein echter Vorteil, denn wenn die Nadel abgenutzt oder defekt ist, lässt sich der Tonabnehmer Ihres USB-Plattenspielers sogar preiswert reparieren.

MM-Tonabnehmer sind also nicht nur in der Wartung wesentlich günstiger als die Version mit Moving-Coil-System. Sie kosten auch deutlich weniger, sodass Sie bereits mit dem von uns getesteten Ortofon 2M Red für ca. 100 Euro respektive dem Audio-Technica AT-VM95EN für ca. 120 Euro einen empfehlenswerten und gut klingenden Tonabnehmer erwerben, bei dem Sie sogar die Nadel austauschen können. Bei der Klangqualität müssen Sie im Vergleich mit den viel teureren MC-Tonabnehmern jedoch Abstriche in Kauf nehmen.

Tonabnehmer: Moving-Coil

Bei Tonabnehmersystemen mit Moving-Coil-Technik (kurz MC-Tonabnehmer) wird eine kleine Spule bewegt, die mit der Schallplattennadel verbunden ist. Dafür ist der Dauermagnet im Inneren des filigran gefertigten Gehäuses fest verbaut. Aufgrund ihres geringen Gewichts kann die bewegte Spule auch subtile Änderungen in der Schallplattenrille äußerst präzise wiedergeben. So erzielen Sie im Vergleich mit dem MM-Tonabnehmer einen sehr viel klareren und dynamischeren Sound. Genau dieser detail- und facettenreiche Klang ist das Markenzeichen von MC-Tonabnehmern, auf das Vinyl-Enthusiasten schwören.

Bei einem MC-Tonabnehmer, wie dem <a href='www.rega.co.uk/products/apheta-3'>Rega Apheta 3</a>, bewegt sich eine kleine, mit der Schallplattennadel verbundene Spule in einem Dauermagnet, der im Inneren des Tonabnehmers fest verbaut ist. Quelle: Rega Bei einem MC-Tonabnehmer, wie dem Rega Apheta 3, bewegt sich eine kleine, mit der Schallplattennadel verbundene Spule in einem Dauermagnet, der im Inneren des Tonabnehmers fest verbaut ist. Abseits des Klangs mit sehr breitem Frequenzspektrum liefern elektrodynamische MC-Tonabnehmer allerdings ein deutlich leiseres Ausgangssignal als MM-Tonabnehmer. Für deren Betrieb wird zwingend ein spezieller MC-Phonovorverstärker benötigt. Ein weiterer Nachteil der teureren und fragilen MC-Tonabnehmer: konstruktionsbedingt ist ein Austausch der Nadel nicht ohne Weiteres möglich. Neben MM- und MC-Systemen gibt es auch noch andere Tonabnehmersysteme wie Moving-Iron-Tonabnehmer (NAGAOKA MP-110) oder piezoelektrische Keramik-Tonabnehmer.

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  1. Seite 1 Technik: MM versus MC
  2. Seite 2 Nadelschliffe im Detail
  3. Seite 3 Technische Daten
  4. Seite 4 Befestigungssysteme
    • Kommentare (37)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Zitat von Majima
        Das alles hat nichts mit meiner Meinung zu tun; das ist einfach Physik, und gegen die kommt kein Placeboeffekt der Welt an.
        Nein du vertust dich, Weil du alles in einen Topf schmeißt!
        Die Technischen Möglichkeiten einer Abspielkette haben einen Direkten Einfluss darauf wie die vorhandene Musik real gehört werden kann.
        Nach deiner Logik würde
        Ein und das selbe Stück einmal im 5€ Tschibo Küchenradio, und einer geplanten Abspielkette keine Nennenswerten Unterschiede hörbar machen.

        Ich glaube auch nicht an Kabel Voodoo, und Wunder-Enkoppelungs Regale und Füße vor allem für Geräte ohne Mechanisch bewegliche teile. Klangunterschiede bei Verstärkern ähnlicher oder Selber Bauart.

        Aber muss man schon Differenzieren. Ich kann nur hören was da ist korrekt. Alle Abspielgeräte müssen vorhandenes aber auch darstellen können! Und ein Sonorerer Wärmerer Ton spielt ganz offensichtlich weniger Höhen und Mitten als würde er Neutraler klingen. Somit sind die sehr hohen Töne wesentlich schwerer zu hören. Auch dann wenn sie eigentlich da sind. Weil ein entsprechendes Abspielgerät und /oder Lautsprecher dann gar nicht dafür geeignet ist!

        z.B.
        Ein Teufel oder Bose System, kann sicher guten Klang liefern. Dennoch sind sie nicht Für Neutralen klang entwickelt, sondern Tiefton. Ginge ich zu Monitor Audio oder Canton über bleibts zwar Satt aber es wird viel offener nach oben!

        Mag ich es eher Neutral aber "noch Warm" ist unter vielen anderen z.B. Dali ne gute Wahl. ider die B&W 600´er

        Ichs mags Kühl Neutral und Analytisch mit gleichbleibend unaufälligem Tiefton wo der Bass bei besonders tiefen tönen mehr einem "kick"-Bass ähnelt. Und die Höhen drohen zu zischlauten zu werden was bei Internet Radio oder den alten MP3´s bis so um die 192 fast ausschließlich auch ist---> B&W 700

        Aber du sagst klingt alles gleich egal Physik und Placeboeffekt....
        Ich kann mir einfach nicht Vorstellen das du jemals irgendwelche vergleiche mit verschiedenen Konstellationen (Gerätearten) und Medien-Qualitäten gemacht hast. Gerne als Blind test!
        Damit meine ich nicht verschiede Geräte gleicher Bauart. Ich habe Sechs verschiede Class AB Verstärker verschiedenster Leistungsklassen, sie klingen bei normaler Lautstärke Alle gleich. Aber nicht mehr wenn ein; anderer Lautsprecher, ein anderes Medium, eine andere Qualität, oder ein ander Zuspieler verwendet werden!.
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Zitat von Majima
        Das alles hat nichts mit meiner Meinung zu tun; das ist einfach Physik, und gegen die kommt kein Placeboeffekt der Welt an.
        Nein du vertust dich, Weil du alles in einen Topf schmeißt!
        Die Technischen Möglichkeiten einer Abspielkette haben einen Direkten Einfluss darauf wie die vorhandene Musik real gehört werden kann.
        Nach deiner Logik würde
        Ein und das selbe Stück einmal im 5€ Tschibo Küchenradio, und einer geplanten Abspielkette keine Nennenswerten Unterschiede hörbar machen.

        Ich glaube auch nicht an Kabel Voodoo, und Wunder-Enkoppelungs Regale und Füße vor allem für Geräte ohne Mechanisch bewegliche teile. Klangunterschiede bei Verstärkern ähnlicher oder Selber Bauart.

        Aber muss man schon Differenzieren. Ich kann nur hören was da ist korrekt. Alle Abspielgeräte müssen vorhandenes aber auch darstellen können! Und ein Sonorerer Wärmerer Ton spielt ganz offensichtlich weniger Höhen und Mitten als würde er Neutraler klingen. Somit sind die sehr hohen Töne wesentlich schwerer zu hören. Auch dann wenn sie eigentlich da sind. Weil ein entsprechendes Abspielgerät und /oder Lautsprecher dann gar nicht dafür geeignet ist!

        z.B.
        Ein Teufel oder Bose System, kann sicher guten Klang liefern. Dennoch sind sie nicht Für Neutralen klang entwickelt, sondern Tiefton. Ginge ich zu Monitor Audio oder Canton über bleibts zwar Satt aber es wird viel offener nach oben!

        Mag ich es eher Neutral aber "noch Warm" ist unter vielen anderen z.B. Dali ne gute Wahl. ider die B&W 600´er

        Ichs mags Kühl Neutral und Analytisch mit gleichbleibend unaufälligem Tiefton wo der Bass bei besonders tiefen tönen mehr einem "kick"-Bass ähnelt. Und die Höhen drohen zu zischlauten zu werden was bei Internet Radio oder den alten MP3´s bis so um die 192 fast ausschließlich auch ist---> B&W 700

        Aber du sagst klingt alles gleich egal Physik und Placeboeffekt....
        Ich kann mir einfach nicht Vorstellen das du jemals irgendwelche vergleiche mit verschiedenen Konstellationen (Gerätearten) und Medien-Qualitäten gemacht hast. Gerne als Blind test!
        Damit meine ich nicht verschiede Geräte gleicher Bauart. Ich habe Sechs verschiede Class AB Verstärker verschiedenster Leistungsklassen, sie klingen bei normaler Lautstärke Alle gleich. Aber nicht mehr wenn ein; anderer Lautsprecher, ein anderes Medium, eine andere Qualität, oder ein ander Zuspieler verwendet werden!.
      • Von pietcux Software-Overclocker(in)
        Mein erster Dual Plattenspieler hatte übrigens einen piezoelktrischen Tonabnehmer und die Nadel konnte man umdrehen, sie hatte zwei Spitzen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Nur echt, wenn die Rillen soweit in die Mitte gehen, dass Spieler mit automatischer Nadelanhebung einen automatisch vor dem übelsten Abschnitt schützen.^^
      • Von pietcux Software-Overclocker(in)
        Ich hatte mal 40 K-tel Super Hits.. Das war glaub ich die unterste Qualitätsstufe. War aber halt ne Menge verschiedenes Zeug drauf.
      • Von SXFreak PC-Selbstbauer(in)
        Das Gegenteil sind dann die Sampler, wo gerne über 30 Minuten auf eine Seite gequetscht werden. Darunter leiden dann die Dynamik und Details.
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