Nadelschliffe im Detail
Quelle: Audio-Technica
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Nadelschliffe im Detail

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Nadelschliffe: Besserer Sound versus höhere Abnutzung

Der Schliff der Nadel, genauer gesagt der Schliff des Diamanten an der Spitze der Schallplattenspieler-Nadel, ist der zweite wichtige Unterschied zwischen den verschiedenen Tonabnehmersystemen. Die beiden am häufigsten bei USB- und Bluetooth-Plattenspielern zu findenden Typen sind die sphärische und die elliptische Nadel. Dazu kommen mit der mikrolinearen Nadel und Shibata-Abtastnadel zwei weitere Nadelschliffarten, die bei MM- oder MC-Tonabnehmern aus dem High-End-Segment zu finden sind.

Tonaufnahmen werden auf der Schallplatte in Rillen codiert. Die Nadel erfasst die codierten Rillen und ihre Schwingungen werden an einen Wandler weitergeleitet. Dieser wandelt die Bewegung in elektrische Spannung und letztlich in ein akustisches Signal um. Quelle: Watson.ch Tonaufnahmen werden auf der Schallplatte in Rillen codiert. Die Nadel erfasst die codierten Rillen und ihre Schwingungen werden an einen Wandler weitergeleitet. Dieser wandelt die Bewegung in elektrische Spannung und letztlich in ein akustisches Signal um.

Tonabnehmer mit sphärischer oder konischer Abtastnadel

Sphärische oder konische Abtastnadeln sind die einfachsten und am häufigsten eingesetzten Nadeltypen, da sie auch in der Produktion günstig sind. Die gerundete Nadelspitze tastet in der Regel die Mitte der Schallplattenrille ab. Daher kommen konische Nadeln meist bei Plattenspielern im unteren bis mittleren Preissegment zum Einsatz.

Sphärischer (konischer) Nadelschliff Quelle: Audio-Technica Sphärischer (konischer) Nadelschliff

Bedingt durch den konischen Nadelschliff werden die Flanken der Plattenrille jedoch kaum abgetastet, sodass das Signal nicht 100 Prozent klangtreu ausfällt. Im Gegenzug lassen sich sphärische Nadeln sehr einfach einstellen und kommen auch mit stärker zerkratzten alten Schallplatten klar. Ferner nutzen diese Abtastnadeln die Schallplatten weniger stark ab, was hauptsächlich für DJs wichtig ist, die einzelne kurze Passagen von Songs besonders oft abspielen oder mit Techniken wie Backcueing und Scratching arbeiten.

Tonabnehmer mit elliptischer Abtastnadel

Eine elliptische Abtastnadel besitzt eine etwas spitzer zulaufende Form als die sphärische Variante. Sie verfügt über zwei unterschiedliche Radien und ist vorn breiter als an den Seiten. Auf diese Weise folgt die Nadel wie die konische Variante der Rillenmitte, während der kleinere Seitenradius mehr Kontakt zu den Rillenflanken, sprich der Wand der Rille ermöglicht.

Elliptischer Nadelschliff Quelle: Audio-Technica Elliptischer Nadelschliff

Dadurch geben elliptische Nadeln Musik detailreicher und authentischer wieder, nutzen aber im Gegenzug die Schallplatte stärker ab, wenn DJs typische Techniken wie Scratching und Backcueing beim Plattenauflegen oder bei der Musikproduktion einsetzen. Außerdem müssen elliptische Nadeln in einem spezifischen Winkel zur Schallplatte ausgerichtet werden. Daher ist die Einstellung nach einem Nadeltausch oder Upgrade mit Feinarbeit verbunden. Neben Abtastnadeln mit elliptischem oder sphärischem Schliff führt der für seine Plattenspieler und Tonabnehmer der Mittel- und Oberklasse bekannte Hersteller Audio-Technica auch noch High-End-Tonabnehmer im Portfolio, deren Nadeln mit den folgenden speziellen und weniger verbreiteten Schliffarten versehen sind.

Tonabnehmer mit Microlinear-Abtastnadel

Microlinear Nadelschliff Quelle: Audio-Technica Microlinear Nadelschliff Microlinear-Abtastnadeln entsprechen fast exakt der Form eines Schneidstichels, mit dem die ursprüngliche als Master-Schallplatte bezeichnete Pressvorlage für die Vinyl-Platte geschnitten wird. Diese Form ermöglicht es, auch Bereiche der Tonrille abzutasten, die andere Nadeln nicht mehr erreichen.

Das Ergebnis ist ein äußerst präzises Abtastverhalten, insbesondere im Hochtonspektrum, sowie ein linearer Frequenzgang über den gesamten Hörbereich. Durch den einzigartigen, mehrstufigen Schliff ist außerdem die Abnutzung gleichmäßiger, was die Lebensdauer der Abtastnadel und Schallplatten maßgeblich verlängert.

Tonabnehmer mit Shibata-Abtastnadel

Shibata-Nadelschliff Quelle: Audio-Technica Shibata-Nadelschliff Shibata-Abtastnadeln entwickelte man ursprünglich für die Wiedergabe vierkanaliger Vinyl-Schallplatten (Quadrophonie). Sie weisen, ähnlich wie bei einer elliptischen Nadel, zwei unterschiedliche Radien auf. Der typische Shibata-Schliff ermöglicht allerdings einen noch besseren Kontakt zur Schallplattenrille (mehr Auflagefläche) und damit eine effektivere Abtastung sowie Übertragung sehr hoher Frequenzen mit weniger Belastung der Schallplattenrille und geringeren Verzerrungen.

Ein Beispiel für einen Tonabnehmer, dessen Nadel über einen Shibata-Schliff verfügt, ist der hier getestete Audio-Technica AT-VM95SH für ca. 180 Euro. Ein besonders edles MM-System, welches einen mit einem MC-Pendant vergleichbaren Sound aus der Rille holt, ist das Ortofon 2M Black LVB 250 für 1.000 Euro. Das kam anlässlich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven auf den Markt.

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    • Kommentare (37)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Zitat von Majima
        Das alles hat nichts mit meiner Meinung zu tun; das ist einfach Physik, und gegen die kommt kein Placeboeffekt der Welt an.
        Nein du vertust dich, Weil du alles in einen Topf schmeißt!
        Die Technischen Möglichkeiten einer Abspielkette haben einen Direkten Einfluss darauf wie die vorhandene Musik real gehört werden kann.
        Nach deiner Logik würde
        Ein und das selbe Stück einmal im 5€ Tschibo Küchenradio, und einer geplanten Abspielkette keine Nennenswerten Unterschiede hörbar machen.

        Ich glaube auch nicht an Kabel Voodoo, und Wunder-Enkoppelungs Regale und Füße vor allem für Geräte ohne Mechanisch bewegliche teile. Klangunterschiede bei Verstärkern ähnlicher oder Selber Bauart.

        Aber muss man schon Differenzieren. Ich kann nur hören was da ist korrekt. Alle Abspielgeräte müssen vorhandenes aber auch darstellen können! Und ein Sonorerer Wärmerer Ton spielt ganz offensichtlich weniger Höhen und Mitten als würde er Neutraler klingen. Somit sind die sehr hohen Töne wesentlich schwerer zu hören. Auch dann wenn sie eigentlich da sind. Weil ein entsprechendes Abspielgerät und /oder Lautsprecher dann gar nicht dafür geeignet ist!

        z.B.
        Ein Teufel oder Bose System, kann sicher guten Klang liefern. Dennoch sind sie nicht Für Neutralen klang entwickelt, sondern Tiefton. Ginge ich zu Monitor Audio oder Canton über bleibts zwar Satt aber es wird viel offener nach oben!

        Mag ich es eher Neutral aber "noch Warm" ist unter vielen anderen z.B. Dali ne gute Wahl. ider die B&W 600´er

        Ichs mags Kühl Neutral und Analytisch mit gleichbleibend unaufälligem Tiefton wo der Bass bei besonders tiefen tönen mehr einem "kick"-Bass ähnelt. Und die Höhen drohen zu zischlauten zu werden was bei Internet Radio oder den alten MP3´s bis so um die 192 fast ausschließlich auch ist---> B&W 700

        Aber du sagst klingt alles gleich egal Physik und Placeboeffekt....
        Ich kann mir einfach nicht Vorstellen das du jemals irgendwelche vergleiche mit verschiedenen Konstellationen (Gerätearten) und Medien-Qualitäten gemacht hast. Gerne als Blind test!
        Damit meine ich nicht verschiede Geräte gleicher Bauart. Ich habe Sechs verschiede Class AB Verstärker verschiedenster Leistungsklassen, sie klingen bei normaler Lautstärke Alle gleich. Aber nicht mehr wenn ein; anderer Lautsprecher, ein anderes Medium, eine andere Qualität, oder ein ander Zuspieler verwendet werden!.
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Zitat von Majima
        Das alles hat nichts mit meiner Meinung zu tun; das ist einfach Physik, und gegen die kommt kein Placeboeffekt der Welt an.
        Nein du vertust dich, Weil du alles in einen Topf schmeißt!
        Die Technischen Möglichkeiten einer Abspielkette haben einen Direkten Einfluss darauf wie die vorhandene Musik real gehört werden kann.
        Nach deiner Logik würde
        Ein und das selbe Stück einmal im 5€ Tschibo Küchenradio, und einer geplanten Abspielkette keine Nennenswerten Unterschiede hörbar machen.

        Ich glaube auch nicht an Kabel Voodoo, und Wunder-Enkoppelungs Regale und Füße vor allem für Geräte ohne Mechanisch bewegliche teile. Klangunterschiede bei Verstärkern ähnlicher oder Selber Bauart.

        Aber muss man schon Differenzieren. Ich kann nur hören was da ist korrekt. Alle Abspielgeräte müssen vorhandenes aber auch darstellen können! Und ein Sonorerer Wärmerer Ton spielt ganz offensichtlich weniger Höhen und Mitten als würde er Neutraler klingen. Somit sind die sehr hohen Töne wesentlich schwerer zu hören. Auch dann wenn sie eigentlich da sind. Weil ein entsprechendes Abspielgerät und /oder Lautsprecher dann gar nicht dafür geeignet ist!

        z.B.
        Ein Teufel oder Bose System, kann sicher guten Klang liefern. Dennoch sind sie nicht Für Neutralen klang entwickelt, sondern Tiefton. Ginge ich zu Monitor Audio oder Canton über bleibts zwar Satt aber es wird viel offener nach oben!

        Mag ich es eher Neutral aber "noch Warm" ist unter vielen anderen z.B. Dali ne gute Wahl. ider die B&W 600´er

        Ichs mags Kühl Neutral und Analytisch mit gleichbleibend unaufälligem Tiefton wo der Bass bei besonders tiefen tönen mehr einem "kick"-Bass ähnelt. Und die Höhen drohen zu zischlauten zu werden was bei Internet Radio oder den alten MP3´s bis so um die 192 fast ausschließlich auch ist---> B&W 700

        Aber du sagst klingt alles gleich egal Physik und Placeboeffekt....
        Ich kann mir einfach nicht Vorstellen das du jemals irgendwelche vergleiche mit verschiedenen Konstellationen (Gerätearten) und Medien-Qualitäten gemacht hast. Gerne als Blind test!
        Damit meine ich nicht verschiede Geräte gleicher Bauart. Ich habe Sechs verschiede Class AB Verstärker verschiedenster Leistungsklassen, sie klingen bei normaler Lautstärke Alle gleich. Aber nicht mehr wenn ein; anderer Lautsprecher, ein anderes Medium, eine andere Qualität, oder ein ander Zuspieler verwendet werden!.
      • Von pietcux Software-Overclocker(in)
        Mein erster Dual Plattenspieler hatte übrigens einen piezoelktrischen Tonabnehmer und die Nadel konnte man umdrehen, sie hatte zwei Spitzen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Nur echt, wenn die Rillen soweit in die Mitte gehen, dass Spieler mit automatischer Nadelanhebung einen automatisch vor dem übelsten Abschnitt schützen.^^
      • Von pietcux Software-Overclocker(in)
        Ich hatte mal 40 K-tel Super Hits.. Das war glaub ich die unterste Qualitätsstufe. War aber halt ne Menge verschiedenes Zeug drauf.
      • Von SXFreak PC-Selbstbauer(in)
        Das Gegenteil sind dann die Sampler, wo gerne über 30 Minuten auf eine Seite gequetscht werden. Darunter leiden dann die Dynamik und Details.
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