Ausführliche Hörprobe und Testfazit
So schlägt sich das AT-VM95E im Sound-Check mit abschließendem Fazit.
Inhaltsverzeichnis
AT-VM95E: Hörprobe, die begeistert
Bevor das auf die Headshell des Lenco LBT-215 geschraubte Audio-Technica AT-VM95E zum Sound-Check antritt, überprüfen wir noch das Auflagegewicht. Die Waage meldet 1,95 Gramm, die von Audio Technica angegebene Toleranz von +0,2 g nutzen wir nicht aus. Eine Erhöhung erfolgt generell nur dann, wenn der Zustand der Platte es auch nach einer intensiven Reinigung wirklich noch erfordert. Im Hörtest am Lenco LBT-215 zeigt das Audio-Technica AT-VM95E, wie viel Klangqualität in einem Einsteigersystem stecken kann. Die Höhen wirken sehr präsent und bleiben selbst bei hohen, mit Vibrato gespielten Tönen sauber und verzerrungsfrei - sowohl bei Miles Davis' Trompete als auch bei John Coltranes Tenorsaxofon auf dem Album "Kind of Blue". Beckenanschläge, ob hart gespielt oder nur leicht angedeutet, sind klar zu verfolgen, genauso wie das leise Streichen des Besens über Snare und Becken.
Quelle: PCGH
Im Hörtest, unter anderem mit Miles Davis: Kind of Blue, überzeugt das AT-VM95E-Tonabnehmersystem mit einer präsenten Wiedergabe von Höhen, Mitten und Tiefen. Dazu kommt ein gut bis sehr guter Klang mit breiter Bühne.
Im Mittenbereich legt das System hörbar Wert auf Klarheit und Ausgewogenheit. Klavier, Teile von Trompete und Saxofon sowie die Snaredrum werden differenziert dargestellt, ohne aufdringlich zu wirken. Besonders das Piano wirkt plastisch und steht akustisch förmlich im Raum. Im Tieftonbereich überrascht das AT-VM95E mit einem für diese Klasse erstaunlich vollen, resonanten Klang: Kontrabass und Bassdrum klingen nicht flach, sondern schwingen hörbar nach, als säßen Sie mit der Band im Studio. Tiefe Klaviertöne treten ebenfalls präsent hervor, was insgesamt eine glaubhafte Live-Atmosphäre erzeugt. Lediglich der unterste Bassbereich von Kontrabass und Piano wirkt im direkten Vergleich zum bereits getesteten AT-VM95EN etwas zurückhaltender.
Quelle: PCGH
Im Hörtest beweist das Audio-Technica VN95E wie viel Klangqualität in einem Einsteigersystem stecken kann.
Auch bei Dave Brubecks "All Time Greatest Hits" überzeugt das System mit einer für ein Einstiegsmodell breiten Bühne und guter Staffelung der Instrumente. In "Take Five" sind die Nebengeräusche am Saxofonmundstück deutlich zu hören, Kontrabass, Bassdrum und Stand-Tom kommen in Stücken wie "Take Five", "It's a Raggy Waltz" und "Unsquare Dance" mit einem angenehm resonanten, körperhaften Klang zur Geltung. Die Instrumente bleiben dabei sauber voneinander getrennt und lokalisierbar.
AT-VM95E: Klingt klasse und kann auch Rock und Pop
Dass das Audio-Technica AT-VM95E nicht nur Jazz beherrscht, zeigt der Hörtest mit der Band New Model Army. In Titeln wie "Lights Go Out", "Lovesongs", "Higher Wall", "Ballad", "Islands" oder "Prayer Flags" steht die Stimme klar und präsent im Vordergrund, Seitenanschläge von E- und Akustikgitarre sind deutlich nachvollziehbar und der Korpusklang der Akustikgitarre kommt gut heraus. Härtere, schnellere Stücke wirken druckvoll, vor allem das Zusammenspiel von Bass und Schlagzeug bereitet Spaß. Die Gesamtdynamik könnte noch etwas mehr Punch vertragen - dafür müsste man aber in die deutlich höherpreisige MC-Nadelklasse wechseln.
Zum Schluss beweist das AT-VM95E mit modernen, digital produzierten Tracks wie dem aktuellen "Longplayer"-Album der Fantastischen Vier, dass es auch mit aktuellen Pop- und Hip-Hop-Produktionen gut zurechtkommt. Der Beat wirkt kräftig und präzise, die Kickdrum klar umrissen, Stimmen und Begleitinstrumente verteilen sich auf einer breiten Bühne. Unterm Strich liefert das Audio Technica AT-VM95E am Lenco LBT-215 ein rundes, vielseitiges Klangbild, das Einsteiger akustisch deutlich näher an die Musik heranbringt, als man es in dieser Preisklasse erwarten würde.
Lenco LBT-215: Fazit
Der Lenco LBT-215 erweist sich im Test als äußerst gelungener Einstieg in die Vinyl-Welt für ambitionierte Neulinge. Optik, Verarbeitung und die entkoppelte Dreifuß-Konstruktion hinterlassen einen wertigen Eindruck. Die Ausstattung mit integriertem Phono-Vorverstärker, USB zum Digitalisieren und Bluetooth-Übertragung direkt an den Lautsprecher oder Verstärker ist in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich. Die fummelige Anti-Skating-Montage und die eingeschränkte Systemwahl durch die feste Headshell sind verschmerzbare Kompromisse.
Klanglich überzeugt der Lenco LBT-215 mit dem Audio-Technica AT-VM95E durch präsente Höhen, klare Mitten, überraschend kräftigen, resonanten Bass und eine weite Bühne - weit über typischem Einsteiger-Niveau. So verdient sich der Lenco LBT-215 mit seiner für den Preis ungewöhnlich guten Ausstattung und dem gerade für ein Einsteigersystem brillanten, konturreichen und präsenten Klang unsere Preis-Leistungs-Auszeichnung.

mit blasmusik hab ichs nicht so.
Die teuren Technics, die viele DJs immer noch nutzen, haben auch kein Riemenantrieb.
Zum Musikhören sind sie ok, für Techno-DJs nicht
Die teuren Technics, die viele DJs immer noch nutzen, haben auch kein Riemenantrieb.
Zum Musikhören sind sie ok, für Techno-DJs nicht
Es schaut sich doch keiner nen Lamborghini Diablo an und sagt, hmmmm Offroad geht mit dem Teil aber nicht, ich bin Förster.
Naja, Hauptsache irgendwelchen kram labern.