Wie gut klingt Dolby Atmos "virtuell" bei der Sonos Beam?
Die Sonos Beam (2. Gen) misst nur 65 cm in der Breite und verspricht Dolby Atmos. Der 3D-Klang wird jedoch nur simuliert, doch fällt das auf? Die Testübersicht zeigt es.
Mit der Playstation 5 und der Tempest Engine sowie der Xbox Series X|S und 3D-Audio ist der raumfüllende Klang auch in Videospielen zum Thema geworden. Im Heimkino sorgt Dolby Atmos für den 3D-Effekt bei Filmen und Serien, zumindest wenn das Abspielgerät mit den besonderen Anforderungen umgehen und das Signal decodieren kann. Viele aktuelle Smart-TVs beherrschen zwar das Entschlüsseln von Dolby Atmos, doch fehlt es den TV-Lautsprechern an Tiefgang, um den 3D-Effekt erzeugen zu können. Wer einen dreidimensionalen Klang erleben will, um etwa den Gegner in Call of Duty orten zu können, der benötigt etwa eine passende Soundbar. Der amerikanische Hersteller Sonos offeriert gleich mehrere Klangriegel, die Dolby Atmos versprechen. Wie gut der Effekt umgesetzt ist, haben sich bereits verschiedene Redaktionen angehört.
Kompakte Soundbar: Was lässt sich auf nur 65 cm Breite hören?
Die Sonos Beam in ihrer zweiten Generation soll Dolby Atmos beherrschen, verspricht der Hersteller. Was man gleich bei der Nutzung merkt ist, dass der Ton wesentlich klarer erscheint, als etwa über ein manuelles 2.1-Soundsystem. Der Beam fehlt es allerdings am Bass. Um dies beheben zu können, bietet sich etwa der Sonos Sub an. Der externe Subwoofer lässt sich kabellos via WLAN-Modul mit einem anderen Sonos-Lautsprecher verbinden. Auch ohne Subwoofer verbessert die Sonos Beam jedoch den TV-Ton merklich. Im Unterschied zur ersten Generation offeriert die zweite Iteration Support für Dolby Atmos und somit 3D-Klang, wobei jedoch 3D-Audio lediglich simuliert wird. Die fünf verbauten Treiber genügen nicht, um echten 3D-Klang zu erzeugen, dies beherrscht erst das größere Modell Sonos Arc mit 11 verbauten Lautsprechern, wobei explizit zwei Treiber nach oben gerichtet sind, um einen 3D-Sound zu erzeugen. Obwohl bei der Sonos Beam der 3D-Effekt nur simuliert wird, zeigen sich Tester, etwa von Hifi.de beeindruckt. Neben vier ovalen Mitteltönern, die paarweise links und rechts im Klangriegel stecken, ist ein Hochtöner verbaut. Falls man die Soundbar ohne Subwoofer nutzt, kümmern sich einzig drei passive Radiatoren um die Bässe.
Um den 3D-Klang zu produzieren, setzt die Sonos Beam (2. Gen) auf Software plus einen schnelleren Prozessor, der fünf Speaker-Arrays simuliert. Hierbei werden Laufzeitunterschiede zwischen den fünf Treibern genutzt, um den Effekt zu erzeugen, dass der Klang aus verschiedenen Punkten im Raum kommt. Laut den Testern von Hifi.de gelingt der Sonos Beam (2. Gen) die Simulation von Dolby Atmos erstaunlich gut. Abseits vom simulierten 3D-Klang hört sich die Sonos Beam Gen 2 genauso gut an, wie die erste Generation. Neu ist aber das matte Gehäuse, welches aus einem gelochten Kunststoffgitter besteht, das die Treiber besser vor Gegenständen schützt und optisch der größeren Arc ähnelt. Geblieben ist die minimalistische Anschlussausstattung, sodass man nur einen HDMI-Port zur Verfügung hat, der immerhin eARC unterstützt. Um Toslink nutzen zu können, legt der Hersteller einen Adapter bei. Wer SPDIF nutzt, muss aber auf 3D-Sound verzichten. Die sparsame Anschlussausstattung ist ein Kritikpunkt. Insgesamt bringen es die fünf Treiber der Sonos Beam (2. Gen) auf 220 Watt. Typisch für Sonos-Geräte ist, dass sich die Soundbar via WLAN oder LAN mit anderen Sonos-Lautsprechern vernetzen lässt, um in mehreren Räumen etwa ein Musikalbum wiedergeben zu können.
Preis, Daten und Fakten zur Sonos Beam (2. Gen)
- Sonos stattet die zweite Generation der Soundbar Beam mit Dolby Atmos aus. Um den 3D-Klang zu produzieren, setzt die Sonos Beam (2. Gen) auf Software plus einen schnelleren Prozessor, der fünf Speaker-Arrays simuliert.
- Im Test bei Hifi.de kann der mit nur 65 cm Breite kompakt ausfallende Klangriegel überzeugen. Die fünf verbauten Treiber bringen es auf 220 Watt und erzeugen einen angenehmen Klang. Kritisch beäugt wird die Tatsache, dass nur wenige Anschlüsse verbaut sind. Dafür lassen sich via WLAN weitere Sonos-Lautsprecher vernetzen.
