Intel Xeon W-3175X kaufen: 28-Kerner ab gut 4.000 Euro gelistet
Intels bis dato schnellster Prozessor, der Xeon W-3175X mit 28 Rechenkernen, hat es in den Handel geschafft. Zahlreiche europäische Shops listen die CPU ab gut 4.000 bis 6.000 Euro. Das erscheint auf den ersten Blick teuer, vor allem in Anbetracht von AMDs Ryzen Threadripper 2990WX, stellt für Intel aber einen nicht unerheblichen Einschnitt in die Marge dar.
Zunächst auf der Computex 2018 und schließlich noch einmal auf seiner New-York-Keynote im Oktober versprach Intel, noch dieses Jahr einen 28-Kern-Prozessor veröffentlichen zu wollen. Entgegen früherer Erwartungen handelt es sich dabei nicht um einen neuen Core i9, sondern um den Xeon W-3175X - der im Gegensatz zu anderen Xeon-CPUs jedoch einen offenen Multiplikator aufweist und sich daher wie ein Core-Modell übertakten lässt, wenn man es auf die Leistungsaufnahme ankommen lässt.
Workstation-28-Kerner von Intel im europäischen Handel
Viel Zeit bleibt Intel indes nicht mehr, um den Xeon W-3175X noch 2018 auf den Markt zu bringen. Gibt man die Produktkennung BX80673W3175X in die Suchmaschine seiner Wahl ein, findet man inzwischen immerhin die ersten Händlerlistungen. Das betrifft größtenteils osteuropäische Shops, teilweise aber auch britische und französische (via wccftech.com). Die Preise reichen von etwas über 4.100 bis 6.000 Euro. Das erscheint erst einmal teuer, in Anbetracht der Die-Größe aber nur allzu verständlich. Offizielle Zahlen nennt Intel nicht, wikichip.org schätzt den Siliziumchip jedoch auf fast 700 mm².
Vollfunktionsfähige Exemplare bei dieser Größe zu erhalten, die dann noch Taktraten von 3,1 bis 4,3 GHz mitmachen, dürfte selbst bei der ausgereiften 14-nm-Fertigung nicht leicht sein. Bisher kostete ein Xeon Platinum 8176, Intels günstigster 28-Kerner mit dem gleichen Siliziumchip, 8.719 US-Dollar laut Liste, der Xeon Platinum 8180 gut 10.000 USD. Beide takten deutlich niedriger. Erst wenn man den Xeon W-3175X mit dem Ryzen Threadripper 2990WX für die gleiche Zielgruppe ab 1.800 Euro vergleicht, erscheint Intels CPU teuer. Beim AMD-Modell müssen Nutzer allerdings sehen, ob der Aufbau und die vier fehlenden Speicherkanäle der zwei Compute-Dies keine allzu großen Leistungseinbußen bescheren. Die vollaktivierten Epyc-Prozessoren kosten 2.400 bis 5.000 Euro, takten aber deutlich niedriger.
Lesenswert: Intel Skylake-A: Asus ROG Dominus Extreme für übertaktbare 28-Kerner
Für den Betrieb eines Xeon W-3175X ist ein Mainboard mit C621-PCH ("Chipsatz") vonnöten. Bisher gibt es diese nur mit reiner Workstation-Auslegung. Platinen, die beim Design und den Funktionen Richtung Endkunden gehen, darunter Asus' ROG Dominus Extreme, werden aktuell nirgendwo gelistet.

Edit: Doch nicht ganz, wenn das hier stimmt ist kein Multi CPU möglich Xeon W-3175X - Intel - WikiChip .
Da ich sie ja selber nicht Produziere sondern nur optimiere,Ich schiele wohl eher so bei 20-22 Kerne rum.AMD bietet ja da auch was an.Aber ich habe ja einen 22 Kerner ja schon.Nur halt mit niedrigen Takt.2,8 ghz auf allen kernen ,kann man echt als niedrig takt ansehen.Ich gehe mal davon aus das 4 ghz unrealiestisch ist,aber 3,5 ghz ist defintiv mit aktuellen Prozessoren ,die wo so viele Kerne haben für machbar.
Bin mal gespannt, ob irgendjemand das Ding zum Testen bekommt (CB? Anandtech? Phoronix?) - dürfte allerdings insgesamt recht einseitig ausfallen. Auch wenn das natürlich nicht unbedingt den doppelten bis dreifachen Preis rechtfertigt.