Skylake-X/-SP: Intel gibt den langsamen Ringbus auf
Intel setzt bei Skylake-SP und dessen Desktop-Abkömmling Skylake-X nicht mehr auf Ringbusse zur Kommunikation zwischen den Kernen. Stattdessen kommt ein Mesh-artiges Gitter zum Einsatz, das alle Kerne untereinander kommunizieren lässt. Die Latenzen sollen so teils drastisch reduziert, die Geschwindigkeiten gesteigert werden.
Mit Nehalem hat Intel 2008 erstmals den Ringbus eingeführt, um die Kommunikation zwischen den acht Rechenkernen, Caches und I/O zu erlauben. Mit den nächsten Generationen wurde das System mit den zusätzlichen Kernen immer weiter aufgeblasen: Ivy Bridge-EX nutzte zwei Ringbusse für 12 Kerne, ein dritter verband die beiden. Broadwell-EX schloss 2 × 12 Kerne über jeweils zwei Ringbusse zusammen, die über Brücken Daten austauschten. Für die bis zu 28 Kerne von Skylake-SP hat Intel das Konzept nun verworfen und setzt stattdessen auf ein Mesh, wie es der Chiphersteller selbst bezeichnet.
Das Problem bei den Ringbussen ist, dass die Kerne, Caches und I/O-Teile sprichwörtlich in Reihe geschaltet werden. Wechselt etwa ein Thread von Kern 6 auf 10, geschieht das nicht direkt, sondern mit einem Umweg über die Kerne 7, 8 und 9. Um die größeren Signalwege mit den letzten CPU-Generationen zu kompensieren, wurden Taktraten und Bandbreite sukzessive angehoben - zu Lasten der Energieeffizienz.
Bei Skylake-SP kommt nun also ein Mesh-Gitter zum Einsatz, das die direkte Kommunikation zwischen den verschiedenen CPU-Teilen erlaubt. Dafür sitzen diverse Switches in den Chips, welche die Kommunikation in jedwede Richtung erlauben. Laut Intel soll das nicht nur höhere Bandbreiten und geringere Latenzen als die bisherigen Ringbusse erlauben, sondern auch deutlich effizienter arbeiten. Dem Mesh-Gitter geschuldet ist der neue Aufbau der Speicher-Controller, die jetzt ähnlich wie die CPU-Kerne aus einem größeren Block bestehen und nicht mehr an den Rändern sitzen.
Die Vorteile dürften vor allem bei den zwei großen HCC- und XCC-Dies mit bis zu 18 beziehungsweise 28 Kernen zum Tragen kommen. Ersterer wird neben dem LCC-Die auch für den Desktop in Form von Skylake-X erscheinen. Dort muss sich Intels neues Kommunikationssystem mit AMDs Infinity Fabric in Ryzen Threadripper messen.

AMD wird auch sicher den Notebook Markt im Blick haben und dort das Geld verdienen wollen.
High End ist immer ein Prestige Objekt. Man will zeigen, was man drauf hat.
Ist genauso wie der AMG Benz, der jetzt 760 PS statt 620PS leistet -- einfach weil man noch einen drauf setzen kann.
Die Frage an den User ist jetzt die, was er wirklich braucht.
Ich persönlich brauche Lanes, da ich mich von den Sata Zeugs verabschieden will -- keine Strippen mehr im Rechner.
Das ist mein Traum. Dafür brauche ich entsprechende Boards und sowas.
Weder AM4 noch 1151 bieten das -- daher hoffe ich mal auf die kommenden High End Plattformen.
Rein von der CPU Leistung her ist der 5960X noch sehr gut dabei und wird das auch noch eine lange Zeit sein.
Wer 'braucht' schon einen 5er BMW mit 200 PS? Und, muss sich der Käufer bei Dir deswegen rechtfertigen?
Ich wollte mir vor fast 3 Jahren einen neuen High End PC kaufen und hab dafür alleine 1000€ für den 5960X hingelegt. 'Brauche' ich den? Natürlich nicht. Aber ich habe schon seit fast drei Jahren die Vorteile einer echten 8 Kern CPU, die auf einmal von allen als das unverzichtbar gilt. Damals haben aber alle darüber nur mit dem Kopf geschüttelt.
Und, nein, der Anteil der Spiele, die mit 8 Kernen besser laufen als mit 4, ist in den 3 Jahren nicht so stark gewachsen.
War der Rechner teuer? Ja, sehr. Mit Wakü, damals 2 GTX 980 und weiteren HighEnd Komponenten war er sehr teuer. Bereue ich die Ausgabe? Keine Sekunde. War es herausgeschmissenes Geld? Kommt auf die Betrachtungsweise an. Siehe 5er BMW...