Intel Skylake-X: Funktion der RFID-Chips bekannt

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Intel Skylake-X: Funktion der RFID-Chips bekannt
Quelle: Intel

Intels Skylake-X-CPUs haben einen kleinen RFID-Chip an der oberen linken Ecke verlötet, der zum kontaktlosen Datenaustausch mit Empfängern gedacht ist. Wer Bedenken zum Datenschutz bei den neuen High-End-CPUs hatte, kann allerdings entwarnt werden: Bei den Desktop-Modellen sind die RFID-Chips komplett deaktiviert.

Die Heatspreader auf Intels Skylake-X-CPUs haben oben links eine Aussparung, um Platz für einen kleinen Chip zu machen. Dabei handelt es sich um einen RFID-Chip, dessen Funktion im Desktop-Bereich bislang unbekannt war. Im Serverbereich kommen solche schon seit den Xeon-Modellen auf Basis des Pentium II zum Einsatz und dienen Großabnehmern dazu, die Verwaltung und Buchhaltung zu vereinfachen. Beispielsweise lassen sich sämtliche Spezifikationen einer CPU über die "Identifizierung mithilfe elektromagnetischer Wellen" auslesen. Intel selbst nennt das Ganze Processor Information Read-only Memory oder kurz PIROM.

Das PCGHX-Mitglied der8auer versuchte über verschiedene Wege, auf den RFID-Chip von Skylake-X-CPUs zuzugreifen, hatte jedoch in keinem Fall Erfolg. Zusammen mit dem Mainboard-Hersteller Asus kam er zum Entschluss, dass die RFID-Chips auf den Desktop-Modellen komplett deaktiviert sind, also keinerlei Funktion mehr haben. Damit handelt es sich schlichtweg um Überreste aus dem Server-Bereich. Offenbar spart sich Intel separate Fertigungsstraßen für die Basin-Falls-Plattform - womöglich ist das Deaktivieren eines wenigen Cent teuren Chips günstiger als eine angepasste Produktion. Fragen sie uns nur nicht, warum Intel die Fertigung erst mit der Skylake-X-Generation, knapp 20 Jahre nach der Einführung des PIROM-Systems, entsprechend umgestellt hat.

Die RFID-Chips sitzen übrigens nur auf den Skylake-X-Modellen, die als Xeon E5 v5 und Xeon E7 v5 den Server-Markt erreichen werden. Die kleinen E3-Modelle kommen ohne aus, sodass man die RFID-Chips bei Kaby Lake-X vergeblich sucht.

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    • Kommentare (66)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von der8auer
        Ich konnte den Chip auch nur identifizieren weil ich das Intel Datenblatt der CPU habe und da steht genau welcher Chip verbaut ist und was dort gespeichert ist. Darf leider nicht öffentlich schreiben welcher Chip das ist, aber es werden nur bei Xeon CPUs (und auch nicht bei allen Xeon CPUs) Infos über die CPU gespeichert wie Cache, Takt, Kernanzahl, Tjmax, Turbo Boost parameter (VIDs)... Auf diese Informationen kann man auch per SMBus zugreifen und sie über den Server auslesen. Es ist quasi so als wäre das Datenblatt digital in der CPU hinterlegt bzw. die wichtigsten technischen Parameter davon.

        Der Chip selbst hat einen Schreibschutz sodass man keine Daten bearbeiten oder hinterlegen kann.
        Ah, da bist du ja und
        super verständliche Informationen, danke das du dich dazu geschaltet hast. Ich tippe, das ein solcher Speicherchip sich direckt unter dem Headspreader befindet. Irgendwo klingt das ja auch logisch, wenn man es erklärt bekommt. Bei den Xeons muss man die teure Hardware auch identfizieren können, kein Wunder bei den vierstelligen Preisregionen.
        Allerdings müssen ja auch andere Prozessoren, mit CPU-Daten für das Bios hinterlegt sein.
        Ich frage mich gerade ob das bei allen Intel CPU zukünftig kommen wird.
        Das erinnert mich auch an die CPU'Fälscher die vor Jahren aufgetaucht waren, bei AMD als auch bei Intel. Das erklärt vielleicht auch eine solche Möglichkeit.
        Gruss

        Edit:
        Was ich fragen möchte, stimmt das, das die i9 CPU-Platinen, Substrat, auf für Sockel 2066 auch so dünn sind?
        Gruss
        Ich habe es herausbekommen. Jep.
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von der8auer
        Ich konnte den Chip auch nur identifizieren weil ich das Intel Datenblatt der CPU habe und da steht genau welcher Chip verbaut ist und was dort gespeichert ist. Darf leider nicht öffentlich schreiben welcher Chip das ist, aber es werden nur bei Xeon CPUs (und auch nicht bei allen Xeon CPUs) Infos über die CPU gespeichert wie Cache, Takt, Kernanzahl, Tjmax, Turbo Boost parameter (VIDs)... Auf diese Informationen kann man auch per SMBus zugreifen und sie über den Server auslesen. Es ist quasi so als wäre das Datenblatt digital in der CPU hinterlegt bzw. die wichtigsten technischen Parameter davon.

        Der Chip selbst hat einen Schreibschutz sodass man keine Daten bearbeiten oder hinterlegen kann.
        Ah, da bist du ja und
        super verständliche Informationen, danke das du dich dazu geschaltet hast. Ich tippe, das ein solcher Speicherchip sich direckt unter dem Headspreader befindet. Irgendwo klingt das ja auch logisch, wenn man es erklärt bekommt. Bei den Xeons muss man die teure Hardware auch identfizieren können, kein Wunder bei den vierstelligen Preisregionen.
        Allerdings müssen ja auch andere Prozessoren, mit CPU-Daten für das Bios hinterlegt sein.
        Ich frage mich gerade ob das bei allen Intel CPU zukünftig kommen wird.
        Das erinnert mich auch an die CPU'Fälscher die vor Jahren aufgetaucht waren, bei AMD als auch bei Intel. Das erklärt vielleicht auch eine solche Möglichkeit.
        Gruss

        Edit:
        Was ich fragen möchte, stimmt das, das die i9 CPU-Platinen, Substrat, auf für Sockel 2066 auch so dünn sind?
        Gruss
        Ich habe es herausbekommen. Jep.
      • Von der8auer Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von wolflux
        Interressant ist das schon.
        Hörst sich nach hohen Aufwand an, um an die Identifikation zu kommen.
        Vielleicht funktioniert so ein Chiplein nur wenn auf dem Sockel die richtigen Verbindung Kontakt bekommen.
        Na ja, so lange ich kein OC damit beeinflussen darf, ist es zur Kenntnis genommen. Ich tippe, das hat der der8auer auch so gesehen
        Schade das er gerade nicht im Thread ist.
        Ich konnte den Chip auch nur identifizieren weil ich das Intel Datenblatt der CPU habe und da steht genau welcher Chip verbaut ist und was dort gespeichert ist. Darf leider nicht öffentlich schreiben welcher Chip das ist, aber es werden nur bei Xeon CPUs (und auch nicht bei allen Xeon CPUs) Infos über die CPU gespeichert wie Cache, Takt, Kernanzahl, Tjmax, Turbo Boost parameter (VIDs)... Auf diese Informationen kann man auch per SMBus zugreifen und sie über den Server auslesen. Es ist quasi so als wäre das Datenblatt digital in der CPU hinterlegt bzw. die wichtigsten technischen Parameter davon.

        Der Chip selbst hat einen Schreibschutz sodass man keine Daten bearbeiten oder hinterlegen kann.
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Grestorn
        @wolflux:

        Ich will Dir nix unterstellen, aber Dein "Interessant ist das schon" konnte man schlicht so interpretieren. Hättest ja auch schreiben können, "hat nix mit dem Thema hier zu tun, aber ich finde interessant, was in dem Link so steht". Dann hätte ich es auch richtig interpretiert
        Lassen wir das,
        wenn die Redakteure solch einen Thread zur Kenntnis frei geben, braucht man sich nicht wundern das hier, durch das Thema Verschwörungstheorien geschaffen werden. (Hinein interpretiert wird).
        Das weiß man als Redakteur doch schon vorher, dass es dazu kommt. Diese Mitspieler gibt es überall.
        Mir war das sofort klar aber diesen Quark lese ich dann nur mit Abstand.
        Ich denke, ist genug OT.
        Puhh ist das heiß Heute, jetzt erstmal ein schönes kühles Weizen
      • Von Grestorn
        @wolflux:

        Ich will Dir nix unterstellen, aber Dein "Interessant ist das schon" konnte man schlicht so interpretieren. Hättest ja auch schreiben können, "hat nix mit dem Thema hier zu tun, aber ich finde interessant, was in dem Link so steht". Dann hätte ich es auch richtig interpretiert
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Wenn ich den Artikel richtig verstehe, werden diese Chips seit ca. 20 Jahren in allen Xeon Prozessoren verbaut. Also somit in allen kritischen Bereichen wie Server, Clouds und was weiss noch für Rechenzentren.
        Und jetzt kommt der Chip (wahrscheinlich sogar nicht funktionsfähig) in "Bürorechner" mit den Desktop CPUs und plötzlich wird es zur Gefahr?

        Hätte man dann nicht innerhalb der letzten 20 Jahren nicht schonmal irgendwas über Sicherheitsrisiken hören müssen?
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