Antivirusprogramm-Test 2026: Die besten Virenscanner für Windows 11

15
Test Andreas Link Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Antivirusprogramm-Test 2026: Die besten Virenscanner für Windows 11
Quelle: Erzeugt mit ChatGPT

Das AV-Test-Institut hat neue Ergebnisse des fortlaufenden Vergleichs seines Virenschutz-Tests 2026 veröffentlicht. Wie gut Ihr kostenloser Virenschutz für Windows 11 ist und welche kostenpflichtigen Virenscanner einen guten Schutz angesichts der zunehmenden Zahl von Cyberangriffen bieten, verraten wir hier.

Das unabhängige AV-TEST-Institut hat neue Ergebnisse seines fortlaufenden Vergleichs von Antivirusprogrammen veröffentlicht. Im Testzeitraum Januar/Februar 2026 wurden Sicherheitslösungen für Windows 11 geprüft. Bewertet wurden Schutzwirkung, Geschwindigkeit und Benutzbarkeit mit jeweils maximal 6 Punkten. Die Höchstwertung liegt somit bei 18 Punkten.

Auffällig: Gleich mehrere Virenscanner erreichen im aktuellen Test die volle Punktzahl. Dazu gehören kostenpflichtige Sicherheits-Suiten, aber auch kostenlose Lösungen wie Avast Free Antivirus und der in Windows integrierte Microsoft Defender Antivirus.

So testet das AV-TEST-Institut Antivirusprogramme

Für den Vergleich untersuchte AV-TEST Sicherheitsprodukte unter Windows 11. Neben Programmen für Privatanwender wurden auch Endpoint-Security-Lösungen für Unternehmen geprüft. Insgesamt spricht AV-TEST für Januar/Februar 2026 von 31 Sicherheitslösungen für private und geschäftliche Nutzer.

Die Bewertung erfolgt in drei Kernbereichen:

  • Schutzwirkung: Wie zuverlässig blockt die Software aktuelle Malware?
  • Geschwindigkeit: Wie stark bremst sie das System im Alltag aus?
  • Benutzbarkeit: Wie häufig treten Fehlalarme oder unnötige Blockaden auf?

Die Tests erfolgen nach dem "Full Product Real-World"-Ansatz, bei dem die Sicherheitsprodukte mit aktiven Schutzmechanismen unter realistischen Bedingungen geprüft werden. Nur Programme, die in allen drei Kategorien überzeugen, erreichen Bestnoten.

Top 9: Die besten Virenscanner für Windows 11

Im aktuellen AV-TEST-Vergleich für Januar/Februar 2026 erreichen mehrere Sicherheitslösungen die Höchstwertung von 18 Punkten. Da die Punktzahl identisch ist, entscheidet nicht allein das Testergebnis, sondern auch die Ausstattung, der Preis, die Herkunft, die Alltagstauglichkeit und der Einsatzzweck.

Platz Antivirusprogramm Schutzwirkung Geschwindigkeit Benutzbarkeit Gesamtwertung Empfehlung
1 Microsoft Defender Antivirus 6,0 6,0 6,0 18,0 Beste Wahl ohne Zusatzkosten, da bereits in Windows 11 integriert
2 Bitdefender Total Security 6,0 6,0 6,0 18,0 Starke Premium-Suite mit vielen Zusatzfunktionen
3 Norton 360 6,0 6,0 6,0 18,0 Gute Wahl für Nutzer, die Antivirus mit Zusatzdiensten kombinieren wollen
4 Avast Free Antivirus 6,0 6,0 6,0 18,0 Kostenlose Alternative mit Bestwertung, aber mit separater Installation
5 G Data Internet Security 6,0 6,0 6,0 18,0 Deutsche Sicherheitslösung mit Bestwertung
6 F-Secure Total 6,0 6,0 6,0 18,0 Solide Premium-Suite mit Fokus auf einfache Bedienung
7 McAfee Total Protection 6,0 6,0 6,0 18,0 Umfangreiche Suite mit vielen Zusatzfunktionen
8 Protected.net TotalAV 6,0 6,0 6,0 18,0 Ebenfalls mit Bestwertung, aber weniger bekannt als die großen Anbieter
9 Kaspersky Premium 6,0 6,0 6,0 18,0 Technisch stark, wegen BSI-Warnung aber Sonderfall

Hinweis: Die Reihenfolge ist keine reine AV-TEST-Rangliste, da alle genannten Produkte 18 Punkte erreichen. Die Sortierung berücksichtigt zusätzlich Preis, Alltagstauglichkeit, Ausstattung und Besonderheiten wie die BSI-Warnung zu Kaspersky.

Alle hier genannten Programme erreichen im AV-TEST-Vergleich für Januar/Februar 2026 die Höchstwertung von 18 Punkten. Bewertet wurden Schutzwirkung, Geschwindigkeit und Benutzbarkeit mit jeweils maximal 6 Punkten. Auffällig: Auch kostenlose Lösungen wie Avast Free Antivirus und der in Windows integrierte Microsoft Defender Antivirus landen diesmal bei der Maximalpunktzahl. Kaspersky Premium erzielt technisch ebenfalls Bestwerte, bleibt wegen der BSI-Warnung aber ein Sonderfall.

Bildergalerie

Reicht Microsoft Defender unter Windows 11 aus?

Viele Nutzer verlassen sich ausschließlich auf den in Windows 11 integrierten Microsoft Defender Antivirus. Das ist im Jahr 2026 nicht mehr automatisch die schlechtere Wahl: Im aktuellen AV-TEST erreicht Microsoft Defender Antivirus die Höchstwertung von 18 Punkten. Damit liefert Microsofts Bordmittel einen sehr guten Basisschutz ohne zusätzliche Kosten.

Kostenpflichtige Sicherheits-Suiten können sich dennoch lohnen. Sie bieten je nach Hersteller zusätzliche Funktionen wie VPN, Passwortmanager, Identitätsschutz, Kindersicherung, erweiterten Ransomware-Schutz oder zusätzliche Schutzmodule für Online-Banking und Phishing-Abwehr. Die reine AV-TEST-Wertung bewertet allerdings in erster Linie Schutzwirkung, Geschwindigkeit und Benutzbarkeit.

Kostenlose Antivirusprogramme: Diese Varianten sind empfehlenswert

Wer kein Geld ausgeben möchte, findet auch 2026 brauchbare kostenlose Lösungen. Besonders interessant sind:

  • Microsoft Defender Antivirus: bereits in Windows 11 enthalten, keine zusätzliche Installation nötig und im aktuellen AV-TEST mit 18 Punkten bewertet.
  • Avast Free Antivirus: kostenlose Lösung mit voller Punktzahl im aktuellen AV-TEST, allerdings mit separater Installation und typischen Gratissoftware-Einschränkungen.
  • AVG Antivirus Free: solide Gratislösung aus demselben Konzernumfeld wie Avast, je nach Nutzerprofil eine Alternative zum Defender.
  • Bitdefender Antivirus Free: abgespeckte Gratisvariante des bekannten Bitdefender-Schutzes, aber mit weniger Zusatzfunktionen als die kostenpflichtigen Suiten.

Für die meisten Windows-11-Nutzer ist Microsoft Defender inzwischen die bequemste Gratislösung. Wer mehr Komfortfunktionen, zentrale Verwaltung mehrerer Geräte oder Zusatzschutz möchte, sollte sich kostenpflichtige Suiten genauer ansehen.

BSI warnt: Warum Kaspersky ein Sonderfall bleibt

Virenschutzsoftware von Kaspersky sollte man nach Einschätzung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik weiterhin gesondert betrachten. Hintergrund ist die BSI-Warnung zu Kaspersky-Produkten im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und möglichen Risiken bei russischer IT-Software. Das BSI führt die Warnung inzwischen als Warnung nach § 13 BSIG; ursprünglich wurde sie nach § 7 BSIG veröffentlicht.

Rein technisch schneidet Kaspersky Premium im AV-TEST weiterhin sehr stark ab und erreicht im aktuellen Vergleich die volle Punktzahl. Anwender müssen hier aber nicht nur die Schutzleistung bewerten, sondern auch entscheiden, welchen Herstellern und Herkunftsländern sie bei sicherheitskritischer Software vertrauen.

Aus Deutschland kommt beispielsweise G Data. Aus Europa stammen zudem Anbieter wie Bitdefender und Eset. Avira gehört seit 2021 zu Gen Digital, dem US-Unternehmen hinter Norton.

Fazit: Welcher Virenschutz überzeugt 2026?

Im AV-TEST-Vergleich für Januar/Februar 2026 schneiden viele Virenscanner sehr stark ab. Die Höchstwertung von 18 Punkten erreichen unter anderem Avast Free Antivirus, Bitdefender Total Security, G Data Internet Security, Microsoft Defender Antivirus, Norton 360 und TotalAV.

Für viele Windows-11-Nutzer reicht der integrierte Microsoft Defender inzwischen als Basisschutz aus. Er ist kostenlos, bereits vorinstalliert und erreicht im aktuellen AV-TEST die volle Punktzahl. Wer zusätzliche Funktionen wie VPN, Passwortmanager, Identitätsschutz, Kindersicherung oder erweiterte Sicherheitsmodule möchte, findet bei kostenpflichtigen Suiten mehr Ausstattung.

Kaspersky Premium erzielt technisch ebenfalls Bestwerte, bleibt wegen der BSI-Warnung aber ein Sonderfall. Wer diesen Anbieter meiden möchte, findet mit Bitdefender, Norton, G Data, F-Secure, McAfee oder Microsoft Defender mehrere starke Alternativen.

Gesamtübersicht Virenschutz für Heimanwender 2026 Privatanwender 2026 - Chart Quelle: AV-TEST Privatanwender 2026 - Diagramm Quelle: AV-TEST
Gesamtübersicht Virenschutz für Unternehmen 2026 Unternehmenslösungen 2026 - Chart Quelle: AV-TEST Unternehmenslösungen 2026 - Diagramm Quelle: AV-TEST

Über das AV-TEST-Institut

AV-TEST agiert seit 2004 in Magdeburg und gehört mit mehr als 30 Mitarbeitern zu den weltweit größten Testlaboren für IT‑Security. Die Mitarbeiter verfügen über profunde Fach- und Praxiserfahrung. Dazu zählen Software-Ingenieure und Programmierer, die weltweit mit anderen Spezialisten vernetzt sind. In verschiedenen Abteilungen prüfen die Experten regelmäßig Schutz-Software für private Anwender und Unternehmen.

Quelle: AV-TEST-Institut

15
    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Idefix Windhund BIOS-Overclocker(in)
        Also das letzte Mal als ich Avast Free Antivirus installiert habe, hielt das Ganze nicht mal eine Woche, dann habe ich es entnervt entfernt. Wer "Werbung" für das Vollprodukt mit Pseudowarnmeldungen macht, hat wohl den Schuss nicht mehr gehört.
      • Von Idefix Windhund BIOS-Overclocker(in)
        Also das letzte Mal als ich Avast Free Antivirus installiert habe, hielt das Ganze nicht mal eine Woche, dann habe ich es entnervt entfernt. Wer "Werbung" für das Vollprodukt mit Pseudowarnmeldungen macht, hat wohl den Schuss nicht mehr gehört.
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Und genau da ist KI eine große Gefahr. Durch KI werden die Scammails immer besser. Letztens hab ich eine bekommen, die war so verdammt gut gemacht, dass ich um ein Haar darauf reingefallen wäre. Und ich bin da wahrlich niemand, der einfach so was anklickt. Letztlich konnte ich nur durch einen Anruf bei der entsprechenden Firma Klarheit schaffen. -.-

        Auch einer der Gründe, warum viele Menschen KI ablehnen. Der Normalo kriegt fast nur die negativen Folgen zu spüren, selten mal die positiven.
      • Von FoxX11 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Waylinkin
        Für den Otto-Normal-User reicht der Windows Defender völlig aus. Wer hirnlos im Netz rumklickt, den rettet auch die beste Sicherheitssoftware nicht.
        Stimmt. Dazu muss ich sagen, das Spammails heutzutage die größere Gefahr als klassische Vieren darstellen.
        Und das löst der jeweilige User selbst aus ,indem man ja jeden Link in der Mail anklicken muss , wenns ums Paypalkonto und sonstiges geht.
      • Von Penman PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Flowbock
        Eine der ersten Amtshandlungen war die Deinstallation der McAfee Testversion und die Aktivierung des Microsoft Defenders. Danach den Rest der Bloatware runtergeworfen.
        Die erste Amtshandlung sollte eigentlich lauten: Windows neu installiert. Damit nicht mal ein Überrest an Bloatware übrig bleibt.

        Erinnert sich noch jemand an die Tests vom Defender für Windows XP? Der war so dermaßen schlecht. Und jetzt bekommt er - wie reichlich andere - die volle Punktzahl.
        Den Defender abzuschalten ist schon ein Akt, da er sich selbst schützt. Aber mich würde ein Performance Test ohne Virenscanner als Referenz interessieren. Gerade, wenn viele kleine Dateien verarbeitet werden, leidet die Reaktionszeit.
      • Von TriadFish Software-Overclocker(in)
        Alle 9 Virenscanner haben in allen Kategorien die exkat selbe Punktzahl? Lächerlich...
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk