Nvidia bringt das Shield Tablet mit Tegra K1: Kurztest und Hands-On-Erfahrungen
Das Nvidia Shield Tablet soll das erste Tablet speziell für Spieler sein. Dazu verfügt das 8-Zoll-Gerät über einige Besonderheiten auch abseits des Nvidia Tegra K1-Prozessors. Wir hatten bei einem Vor-Ort-Termin in Nvidias Münchner Zweigstelle die Gelegenheit, das Shield Tablet auszuprobieren.
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In dem Jahr, in dem die Steigerungsrate der Tablet-Verkäufe (nicht aber Tablet-Verkäufe selbst) erstmals rückläufig ist, bringt Nvidia sein erstes, in Eigenregie hergestelltes und vermarktetes Tablet auf den Markt. Man wittert hier großes Potenzial, denn laut zitierten Google-Erkenntnissen spielen drei von vier Android-Nutzern auf ihren Geräten und zudem werde ein großer Teil des In-App-Umsatzes mit Spielen erwirtschaftet. Dieser Kuchen wachse im Gegensatz zu den Umsätzen aus anderen Apps zudem stark. Man hält den Markt also reif für ein dediziertes Gaming-Tablet.
Das Shield Tablet setzt wenig verwunderlich auf den hauseigenen Nvidia Tegra K1, welcher eine Kepler-kompatiblen Grafikkern mit 192
Quelle: PC Games Hardware
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Shader-ALUs beinhaltet, und soll im Gegensatz zum weiter produzierten Shield Handheld auch in Deutschland und anderen Ländern außerhalb der Vereinigten Staaten auf den Markt kommen. In Deutschland soll das Shield Tablet samt der angekündigten Peripherie ab Mitte August im Handel sein. Nvidia verzichtet dabei auf die Einbindung von Partnern und vertreibt das Shield Tablet unter eigenem Namen. Man habe, so Nvidia, aus den Erfahrungen mit dem Shield Handheld gelernt und sei jetzt in der Lage, die nötige Infrastruktur für das Inverkehrbringen in verschiedenen Ländern selbst bereitzustellen. Ob wir demnächst auch Geforce-Grafikkarten direkt von Nvidia sehen werden, wollte man nicht kommentieren.
Preislich veranschlagt Nvidia für das 8-Zoll-Basisgerät in Deutschland 299 Euro - das entspricht dem Preis in US-Dollar, jener wird jedoch ohne Mehrwertsteuer angegeben. Eine mit LTE ausgestattete Version schlägt mit 80 Euro Aufpreis zu Buche, dafür gibt's auch gleich 32 statt 16 GiByte integrierten Speicher. Der kann per Micro-SD-Slot um maximal 128 GiByte aufgerüstet werden.
| Preis inklusive MwSt. | |
|---|---|
| Nvidia Shield Tablet (Basisversion, 16 GiB, Wi-Fi) | 299,99 Euro |
| Nvidia Shield Tablet (LTE, 32 GiB) | 379,99 Euro |
| Wireless Controller | 59,99 Euro |
| Cover | 29,99 Euro |
Ab Werk kommt das Nvidia Shield Tablet mit der Android-Version 4.4.2 (Kitkat), soll aber baldmöglichst direkt von Nvidia mit Android "L" aktualisiert werden. Erst mit dieser Android-Version hält dann auch das HDR-Feature der beiden 5-MP-Kameras im Shield Tablet Einzug. Bereits jetzt funktioniert die sinnvolle Trennung von Belichtungsmess- und Fokuspunkt (Exposure & Focus).
Spannend außerdem: Im "Optimize"-Menü lassen sich einige Parameter des Tegra-K1-SoC verstellen. Leider sind von den Tweaking-Möglichkeiten die GPU-Kerne derzeit ausgeschlossen, aber bei den CPU-Cores lassen sich die Anzahl der genutzten Kerne sowie die Taktfrequenz (in Prozent) festlegen, außerdem ein Fps-Limit. Letzteres lässt sich natürlich auch deaktivieren.
Höchste Tablet-Performance
Highlight des Tablets ist aber sicherlich der Tegra K1 SoC, welcher auf einen mit 2,2 GHz getakteten Quadcore-CPU auf Basis des ARM A15 setzt und für die Grafikdarstellung GPU-Schaltkreise verwendet, wie sie auch in Nvidia Kepler-Grafikchips, etwa in der GTX Titan oder Geforce-600-Reihe zum Einsatz kommen. Da der Tegra jedoch mit rund 2 Watt auskommen muss, sind hier nicht Tausende, sondern "nur" 192 Kepler-ALUs vorhanden.
Laut Nvidia-Benchmarks, die wir im Falle des GFX-Benchmarks 3.0 bestätigen können, soll das Shield-Tablet in Sachen Performance sämtlichen anderen Tablets wie das iPad Air oder das Tab Pro 8.4 um Faktor 2 bis 4 abhängen. Da es sich dabei nicht um dedizierte Gaming-Tablets handele, sähe man diese Geräte nicht als direkte Konkurrenz, so Nvidia, aber man sei optimistisch, auch bis in den Herbst hinein das schnellste Tablet anbieten zu können.
Apropos schnell: Viele Mobilgeräte halten ihre Maximalperformance nicht dauerhaft durch und senken bei Volllast den Takt. Das wollte man mit dem Shield Tablet ausschließen und habe daher zugunsten einer besseren thermalen Performance darauf verzichtet, das Tablet so dünn wie möglich zu gestalten - das erklärt auch die Dicke von 9,2 Millimetern. Zudem hat man so auch mehr Platz, um die Akkukapazität zu erhöhen. Die Akku-Laufzeit soll bei rund 10 Stunden für HD-Videos und einfache Spiele wie Angry Birds liegen. Anspruchsvollere Spiele senken diesen Wert auf 3 bis 5 Stunden, bevor der 19,75 Wattstunden fassend Akku wieder ans Netz müsse, so Nvidia.
| Nvidia Shield Tablet im Überblick | |
|---|---|
| Processor | NVIDIA Tegra K1 (192 core Kepler GPU, 2.2 GHz Quad Core A15 CPU) |
| Memory | 2 GiByte |
| Connectivity | Wi-Fi oder Wi-Fi und LTE |
| Storage | 16GB (WiFi-only), 32GB (WiFi+LTE) |
| Display | 8 Zoll Full-HD (1.920 × 1.200, Console-Mode: 1.920 × 1.080) |
| Stylus | DirectStylus 2 with 3D Paint, Included, in holster |
| Gaming Features | Shield Wireless Controller compatible, Nvidia Gamestream, Nvidia ShadowPlay, Grid Cloud Gaming Beta, Console Mode, Gamepad Mapper, Nvidia Tegra Zone |
| Audio | Front facing stereo speakers, Dual bass reflex port |
| Video Features | 4K Ultra-HD Ready |
| Storage Expansion | Micro SD card, up to additional 128GB |
| Cameras | Front: 5MP HDR, Back: 5MP auto focus (HDR nach Update auf Android "L") |
| WiFi | 802.11a/b/g/n 2x2 MIMO (2.4GHz and 5GHz) |
| Bluetooth, GPS, Motion | Bluetooth 4.0 LE, GPS, GLONASS, 9 axis (g-sensor, compass, gyro) |
| SIM Card | Micro-SIM |
| Cellular Connectivity | Unlocked (please check bands supported) LTE, HSPA+, 3G, 2G, GSM, EDGE |
| Cellular Bands | LTE: Bands 1*,3,7,20 (2100/1800/2600/800) HSPA+: Bands 1,2,5,8 (2100/1900/850/900) * In certain regions band 1 and voice support is enabled |
| HDMI | Mini HDMI 1.4a |
| USB | Micro-USB 2.0 with host and device support |
| Audio Jack | 3.5 mm stereo headphone jack with microphone support |
| Battery | 19.75 Watt hour Lithium ion (10 hours HD video playback) |
| Built-in Technologies & Software | Trine 2, NVIDIA Dabbler, Multi langugae Handwriting Recognition, JusWrite Write, Evernote, Adobe Reader, Camera Awesome |
| Software Updates | Over The Air (OTA) updates directly from NVIDIA |
| Dimensions | 221 × 126 × 9,2 mm (B/H/T) |
| Weight | 390 g |
| Accessories (Aufpreis) | Shield wireless controller, Shield tablet cover |
Streaming
Das Tablet selbst hat keine dedizierten Spieleingabemöglichkeiten, verbindet sich aber mit dem für weitere 60 Euro erhältlichen Shield Controller über Wi-Fi. Laut Nvidia sind so deutlich bessere Latenzen (man spricht von halb so hohen) möglich als über Bluetooth, welches in anderen Android-Controllern zum Einsatz komme. In harten Zahlen beziffert Nvidia die Latenz des Controllers allein auf 10 ms. Im Hands-on-Test mit PC-Streaming von einem Notebook auf einen Flachfernseher waren im Rennspiel Grid 2 in der Tat keine größeren Eingabeverzögerungen auszumachen.Das Spiel selbst lief trotz eingestellter 60-Fps-Wiederholrate auf dem großen Bildschirm stockender als auf dem gleichzeitig noch aktiven Notebook-Display. Ob das an der Frame-Rate-Conversion auf einen möglichen 24-Fps-Modus für den Fernseher lag, konnten wir nicht abschließend klären.
Quelle: PC Games Hardware
Nvidia Shield Tablet (15)
Über Cloud-Streaming können derzeit 16 Titel, darunter Darksiders, Borderlands 2, Saints Row The Third, Grid 2 oder The Witcher 2 via Nvidias Grid-System direkt auf das Shield Tablet durchgeleitet und gespielt werden. Allerdings gelingt dies derzeit nur im Rahmen der Grid-Beta, die momentan nur in den Vereinigten Staaten verfügbar ist.
Auch das Streaming an die beliebte Plattform Twitch.tv funktionierte problemlos - eine Flut von Android Let's-Plays ist wohl nur eine Frage der Zeit. Im Console-Mode steuert das Shield Tablet Fernseher in deren nativer Full-HD-Auflösung an, im separaten Betrieb zeigt das 8-Zoll-Display jedoch mehr Pixel: 1.920 × 1.200 löst das IPS-Display nativ auf.
Grenzenloses Spielvergnügen
Quelle: PC Games Hardware
Nvidia Shield Tablet (2)
Für Spieler spannend: Durch die Nutzung der Kepler-GPU-Technik versteht sich der Tegra K1 prinzipiell auf dieselben 3D-APIs wie aktuelle Geforce-GPUs, darunter auch OpenGL 4.4 & Co. Der Vollständigkeit halber führt Nvidia auch DirectX 12 in der Tabelle auf, dies ist auf Android-Plattformen allerdings nicht verfügbar, auch wenn die Hardware es beherrscht.
Der OpenGL-Titel Trine 2, welcher auf dem Shield Tablet mitgeliefert wird, konnte vom Entwickler beispielsweise innerhalb von nur einer Woche auf den Tegra K1 angepasst werden - der Großteil der Arbeit, so Nvidia, sei dabei durch die Portierung des CPU-Codes auf den ARM-Prozessor angefallen. Nvidia will weitere Spiele über die Tegra-Zone bereitstellen. Dass einige Titel, wie zum Beispiel das genannte Trine 2, aber auch War Thunder - derzeit in der Beta-Phase - Shield-Tablet-Exklusiv seien, läge aber nicht an künstlichen Beschränkungen, sondern allein am nötigen Feature-Set, welches derzeit nur der Tegra K1 SoC bereitstelle.
Insgesamt sei der für Shield verfügbare Spielekatalog inklusive der vom PC gestreamten Titel inzwischen bei über 300 Titeln - und dabei bezieht man vermutlich nicht einmal die sogenannten Casual-Games aus dem Play Store mit ein.
Shield Wireless-Controller
Quelle: PC Games Hardware
Nvidia Shield Tablet (5)
Der in klassischer Gamepad-Manier gestaltete Shield Wireless Controller, von denen bis zu vier mit einem Shield Tablet verbunden werden können, bietet ein Steuerkreuz, zwei Analog-Sticks, vier Feuerknöpfe, zwei Trigger und zwei Schultertasten. So weit, so gut, doch zusätzlich gibt es ein integriertes Mikrophon (auch zur Sprachsteuerung nutzbar), Android-Navigationstasten, Lautstärkeregler und ein Mini-Touchpad um den Mauszeiger durchs Menü zu steuern. Ein Kopfhörer-Anschluss erlaubt ungestörten Spielgenuss.
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| Graphics Benchmarks | Shield Tablet Score (Werte lt. Nvidia) | Wert im Hands-on-Test |
|---|---|---|
| GFXBench 3.0 Manhattan (Offscreen 1080p) | 31 | 31,8 |
| GFXBench 3.0 T-Rex (Offscreen 1080p) | 66 | 67,9 |
| Manhattan (onscreen) | 30 | 30,3 |
| T-Rex (onscreen) | 57 | 57,3 |
| ALU (fps) | 60 | 59,9 |
| ALU (Offscreen, fps) | 250 | 273 |
| Alpha Blending (MB/s) | 3.732 | 4.048 |
| Alpha Blending Offscreen (MB/s) | 4.295 | 4.267 |
| Driver Overhead (fps) | 49 | 49,9 |
| Driver Overhead Offscreen (fps) | 53 | 53,3 |
| Fill (MTexels/s) | 5.438 | nicht erfasst |
| Fill (Offscreen, MTexels/s) | 5.731 | nicht erfasst |
| Quality Match (mB PSNR) | 4.479 | nicht erfasst |
| Quality Match High Precision (mB PSNR) | 4.479 | nicht erfasst |
| GFXBench 2.7 T-Rex (Offscreen 1080p) | 68 | |
| GFXBench 2.7 Egypt (Offscreen 1080p) | 110 | |
| 3D Mark for Android | ||
| Total Score (Unlimited) | 31.226 | |
| Graphics Score (Unlimited) | 36.768 | |
| Physics Score (Unlimited) | 20.442 | |
| Graphics Test 1 (Unlimited) | 215,0 | |
| Graphics Test 2 (Unlimited) | 127,4 | |
| Physics Test (Unlimited) | 64,9 | |
| BasemarkX 1.1 | ||
| Dunes (1080p Offscreen) | 38,4 | 37,4 |
| Hangar (1080p Offscreen) | 40,1 | 37,7 |
| Total Score | 30.215 | 28.810 |
| Windmill 2.0 (1080p Offscreen) | 56,5 | |
| Lightmark (1080p) | 24,7 | |
| Browser Benchmarks | Shield Tablet Score | |
| Sunspider 1.02 Chrome Browser | 488 ms | |
| Sunspider 1.02 Default Browser | 458 ms | |
| Octane v2.0 (Chrome Browser) | 6.777 | |
| Kraken (Chrome Browser) Average time | 4286 ms | |
| System Benchmarks | Shield Tablet Score | |
| AndeBench- Pro | ||
| Overall Score | 11211 | |
| CoreMark-HPC Base | 3509 | |
| Memory Bandwidth | 6150 | |
| Memory Latency | 7268 | |
| Storage | 7958 | |
| Platform | 248 | |
| 3D | 53 | |
| CPU Benchmark | Shield Tablet Score | |
| CFBench | ||
| Java Score | 43899 | |
| Native Score | 49117 | |
| Overall Score | 45997 | |
| GeekBench 3.0 | ||
| Total Single Core Score | 1123 | |
| Total Multi-core Score | 3453 |

Habe aber jetzt eh nen htpc...
Aber keiner schafft meine 12-30GB großen Filme welche auf meinem Server liegen ruckelfrei auf FHD abzuspielen.
Immer muss gebuffert werden und das alle 10 Sekunden.
Wie sieht das bei dir aus und in welchem Format liegen deine Bluray´s vor?
Ehm ich habe 3
Aber keiner schafft meine 12-30GB großen Filme welche auf meinem Server liegen ruckelfrei auf FHD abzuspielen.
Immer muss gebuffert werden und das alle 10 Sekunden.
Wie sieht das bei dir aus und in welchem Format liegen deine Bluray´s vor?
Habe daheim Noch ein Acer A500, da wollte ich mal testen ob ich mit XBMC über den mini HDMI Port das Bild auf meinen TV übertragen kann und ob ich dann von meinem Server die Filme ruckel frei abspielen kann.
Leider scheiterte es schon an der Installation von XBMC, läuft auf meinem alten Tab nicht.
Wenn das Shield das kann wäre es für mich so blöd es klingt ein Kaufgrund.
Alles über 802.11g sollte grundsätzlich schnell genug sein, im Einzellfall hilft aber nur messen. Ein 802.11n könnte bis auf 6,5 Mbit/s runter.
Jetzt noch ´n Film mit 20 oder gar 36Mbit/s ... passt nicht. Bei einer vernünftigen 802.11n oder gar ac sollte WLAN aber locker ausreichen.
Bleigt noch die Frage, ist der ARM schnell genug oder haben die gar ´n bissel Cuda intergriert.
Das mit dem Wlan wäre das größte Problem denke ich.
Die HDMI Buchse.....da habe ich als letztes dran gedacht, stimmt die hält dann auch nicht sonderlich lange.
Wegen der Leistung mache ich mir keinen Kopf, selbst ein Raspberry Pi könnte Blurays abspielen würden sich usb ports und lan port nicht einen controller teilen -.-