Terramaster T6-423: Leistung und Fazit
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Terramaster T6-423: Leistung und Fazit

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Leistung: Volle 2,5 GBit/s im Durchsatz

Größere RAID-Systeme, egal ob das hauseigene TRAID oder RAID 0,1,5 usw., können ordentliche CPU-Last verursachen, doch der Celeron erweist sich hier nicht als Flaschenhals, was wir mit insgesamt drei HDDs in unterschiedlichen RAID-Modellen getestet haben. Nun würde sich hier auch keine (SATA-)SSD lohnen, da eine zeitgemäße Magnetfestplatte den Flaschenhals der maximalen Netzwerk-Geschwindigkeit von 2,5 GBit/s durchaus bedienen kann. Außer eben, man verwendet SATA-SSDs wegen der besseren Geräusch- und Energieeffizienz, was bei den derzeitigen niedrigen Flash-Preisen nicht mehr ganz abwegig ist.

Terramaster NAS T6-423: Keine Leistungseinbußen mit Verschlüsselung Quelle: PC Games Hardware Terramaster NAS T6-423: Nahezu voller Ethernet-Durchsatz mit 2,5 GBit/s Quelle: PC Games Hardware

Verschlüsselung: Nur Ordner, keine Volumes

Die gute Nachricht vorneweg: Mit Verschlüsselung können wir keine Performance-Einbußen feststellen. Die schlechte Nachricht hinterher: Leider lassen sich keine gesamten Laufwerke verschlüsseln, sondern lediglich einzelne Ordner. Das ist in anderen Benutzeroberflächen auch besser gelöst und geht in TOS 5.1 beim Erstellen des Ordners etwas umständlich.

NVME-SSDs nicht nur für Cache, auch als Speicherpool

Ein großer Pluspunkt sind unserer Ansicht nach die beiden M.2-Slots für NVME-SSDs. Aber auch nur deswegen, weil sie hier nicht nur als SSD-Cache verwendet werden können, wie etwa bei aktuellen Synology-Geräten, sondern auch direkt einem Speicherpool zugewiesen werden können. Klar lohnt es sich bei einer NVME-SSDs noch weniger als bei der SATA-SSD, sie als Datengrab im NAS zu unterfordern. Aber einem Privatanwender, der auf dem Gerät nicht gerade zahlreiche virtuelle Maschinen oder Datenbanken betreibt, dürfte die SSD direkt als Volume mehr bringen als nur im Cache.

Terramaster NAS T6-423 (9) Quelle: PC Games Hardware Terramaster NAS T6-423 (9) Kurzum: wer den NAS-Server hauptsächlich als Netzwerkspeicher verwendet, also Backups erstellt, Dokumente hin- und herschiebt oder Dateien sogar über ein Netzlaufwerk direkt bearbeitet, profitiert null vom SSD-Cache. Denn hierbei handelt es sich fast ausschließlich um sequenzielle Zugriffe, für die der Cache nichts bringt. Bitte nicht vom Marketing der Hersteller hier blenden lassen mit "Bis zu"-Angaben, die dort nicht unüblich sind. Ein Ferrari ist auf der Autobahn sicherlich "bis zu" 300 km/h schnell, dürfte aber die meiste Zeit in der Stadt fahren bzw. ehrlicher gesagt die meiste Zeit in der Garage stehen. Mit einer (NVME-)SSD im Speicherpool aber profitiert man immerhin von der Kapazität und generell von der Möglichkeit, zwei Riegel zu verbauen. Wir sparen uns also entsprechende Random-IOPS-Benchmarks wegen Praxisferne.

Fazit: Leistungsstarker Speicherserver für anspruchsvolle Anwender

Dieses 6-Bay-System kommt in einem Gehäuse, das kleiner und praktischer ist als viele horizontale Desktop-Systeme mit 6 Laufwerken, zu einem Preis, der für die Größenordnung angemessen ist. Es ist ein guter Kompromiss aus Server-Rack und Desktop-System. Ersteres ist ziemlich teuer und für größere, professionelle Systeme gedacht. Letzteres ist zwar vielleicht günstiger in Bezug auf Leistung, aber bestimmt nicht so stromsparend wie das kompakte System mit einem effizienten Celeron.

Und dann ist da noch die wirklich gute Verarbeitungsqualität. Die Konstruktion dieses Gehäuses übertrifft unsere Erwartungen, und im Gegensatz zu vielen veralteten oder nach Plastik strotzenden 2- und 4-Bay-Gehäusen der Marke ist das T6-423 bemerkenswert gut konstruiert, wobei die Belüftung und die Kompaktheit des Geräts trotz seines großen Speicherpotenzials bestens berücksichtigt wurden. Solange Sie sich vor Augen halten, dass Sie eine preiswerte Alternative zu Spitzenmarken kaufen und vielleicht etwas mehr Geduld mit der Software haben, als Ihnen lieb ist, ist das Terramaster T6-423 ein guter Heimserver.

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    • Kommentare (68)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1728637801
        Nur Storage bestimmt. Sobald man VMs haben will oder Container bzw. irgendwas was über NAS hinausgeht, dann begrenzt die Hardware vom NAS den Nutzeffekt. Für Leute die nur NAS haben wollen könnte das Teil ausreichend sein. Wenn man ein NAS selbst baut, hat man viel mehr Möglichkeiten innerhalb des gleichen Budgets. Amen!
      • Von Gast1728637801
        Nur Storage bestimmt. Sobald man VMs haben will oder Container bzw. irgendwas was über NAS hinausgeht, dann begrenzt die Hardware vom NAS den Nutzeffekt. Für Leute die nur NAS haben wollen könnte das Teil ausreichend sein. Wenn man ein NAS selbst baut, hat man viel mehr Möglichkeiten innerhalb des gleichen Budgets. Amen!
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Downsampler
        Die Paketquellen von Unraid sind von Slackware Linux.
        Ich meinte TOS. Zu Unraid findet man ja genug.
        Zitat von Downsampler
        Wenn du es nur als NAS nutzen willst, dann ist die Einrichtung genauso wie bei anderen NAS. Man hat keinen Wizard für irgendwas, das GUI ist aber in der Regel selbsterklärend.
        Und genau dann ist die Frage, ob irgendein anderes NAS-OS den Zweck nicht genau so gut erfüllt. Aber wie gesagt: Mach was du willst, wenn du damit gut klarkommst, ist es ja gut.
      • Von Gast1728637801
        Um so schöner das es auch da mit Knopfdruck klappt. Zuletzt getestet habe ich Proxmox 2017 oder 2018.

        Läuft da auch Windows 11 mit seabios? Das hab ich noch nicht hinbekommen mit Unraid.
      • Von Tekkla Volt-Modder(in)
        Zitat von Downsampler
        Den Passthrough musst du per Hand einrichten, diese Liste zeigt nur, in welcher IOMMU Group die Hardware gelistet ist.
        Von wann sind deine Infos? 2014? Jedenfalls stimmen sie nicht (mehr).

        Nachfolgend ist das Bild der Maschine, auf der ich pfSense laufen lasse. Die markierten PCI Devices sind die durchgereichten Netzwerkkarten. Alles über GUI wählbar.

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      • Von Gast1728637801
        Die Paketquellen von Unraid sind von Slackware Linux.

        Wenn du es nur als NAS nutzen willst, dann ist die Einrichtung genauso wie bei anderen NAS. Man hat keinen Wizard für irgendwas, das GUI ist aber in der Regel selbsterklärend.

        Viele von den Softwarepaketen sind Docker Container fertig konfiguriert für Unraid. Wenn du es nicht mehr brauchst, einfach deaktivieren oder deinstallieren. Nur wird der Krempel auch von der Community gepflegt mit Updates und Tutorials. Auf youtube einfach mal "spaceinvader one" in die Suche eingeben oder im Kanal "The GEEK Freaks" schauen, da gibt es viele Anleitungen. Auch im Unraid Forum kann man Fragen stellen.
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