Sandisk Extreme Pro (480 GB): Das erste SSD-Laufwerk mit 10 Jahren Garantie im Test
Sandisk stellte auf der diesjährigen Computex mit der Extreme Pro bereits vor Samsung eine SSD vor, auf welche der Hersteller zehn Jahre Garantie gibt. Nun ist die Laufwerk-Serie verfügbar und wir unterziehen ein 480 GB großes Exemplar unserem Test. Das Laufwerk zeigt sich als erstaunlich durchhaltefähiger Marathonläufer.
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Sandisk Extreme Pro (480 GB): Das erste Laufwerk mit 10 Jahren Garantie im Test (1)
Sandisk ist fast jedem Nutzer ein Begriff, sofern er sich auch nur am Rande mit Speichermedien befasst. Der Hersteller ist nämlich eine Größe im Bereich SD-Karten und USB-Sticks: Fast jeder hatte schon mal ein von Sandisk gefertigtes Produkt aus einer dieser beiden Kategorien in der Hand. Was allerdings weniger bekannt, im Zeitalter der SSDs aber naheliegend ist, ist die Tatsache, dass Sandisk auch SSDs baut. Diese werden Großteils in den OEM-Bereich verkauft, aber schon seit einiger Zeit arbeitet der kalifornische SSD-Entwickler daran, auch im Endkundenbereich Fuß zu fassen. Der bisher letzte Schritt dieser Bemühungen ist die Vorstellung der Extreme Pro auf der Computex 2014.
Sandisk Extreme Pro: Das Innenleben
Sandisk Extreme Pro (480 GB): Das erste Laufwerk mit 10 Jahren Garantie im Test (4)
Die Basis der Extreme Pro stellt das hauseigene NAND dar. Sandisk führt dieses unter dem Namen "eX2 ABL MLC NAND". Insgesamt sind bei der 480-GB-Version acht 64-GB-Chips verlötet, was eine Brutto-Kapazität von 512 GB ergibt. 32 GB werden jedoch für das Overprovisioning genutzt.
Bei der 960-GB-Version verteilten die Chips sich vermutlich mit acht Weitere auf der PCB-Rückseite, die bei der 480-GB-Version vollkommen leer ist. Die Extreme Pro nutzt ein zweistufiges Caching: Zum einen ist das ein 512 MiB großer DDR3-1600-Speicher von Micron, zum andern die von Sandisk "nCache" getaufte Technologie, wo Teile des MLC-Speichers so angesprochen werden, dass sie sich wie SLC-NAND verhalten. Dieser lässt sich deutlich schneller beschreiben und dient so als zweite Caching-Stufe. Samsung setzt eine ähnliche Technologie bei SSD 840 Evo ein, wo sie sich TurboWrite nennt. Sandisk begründet dies zusätzlich damit, dass moderne SSDs intern bereits mit Blockgrößen von 1 MB arbeiten, die in der Praxis vorgenommenen Schreibzugriffe meist aber deutlich kleiner ausfallen. Kleinere Schreibvorgänge werden im nCache gesammelt und dann in einer passenden Größe auf den weit größeren MLC-Block geschrieben. Deshalb ist dieser Cache-Speicher auch nicht besonders groß. Sandisk nannte uns auf Rückfrage ein Volumen von einem Gigabyte.
Der Controller stammt von Marvell. Der Aufdruck auf dem Chipgehäuse identifiziert ihn als Marvell 88SS9187. Dieser wird auch auf der Sandisk Extreme II genutzt. Selbst wenn andere Hersteller zu leicht aktualisierten Versionen dieser Controller-Familie greifen, lassen sich hier keine nennenswerten Performanceunterschiede feststellen. Die Änderungen sind hier vor allem bei der Firmware zu suchen.
Sandisk Extreme Pro: Die Toolbox heißt nun Dashboard
Zeitgleich mit der Vorstellung der Extreme Pro hat auch die herstellereigene Software, das SSD-Toolkit, einer Überarbeitung unterzogen. Das nun als SSD Dashboard bezeichnete Softwarepaket soll bei allen rund um die SSD zu erledigenden Aufgaben behilflich sein. Neben einer allgemeinen Zustandsanzeige für Sandisk-SSDs bietet das Programm auch eine Möglichkeit zum Löschen des Laufwerkes. Auch ein Firmware-Update lässt sich einfach erledigen. Über eine Drittherstellersoftware besteht die Möglichkeit, sich gegen Datenverlust abzusichern. Zwei weitere Felder kündigen für die Zukunft außerdem eine Antiviren-Software und eine Cloning-Funktion an.
Sandisk Extreme Pro: Die Leistung
In den Benchmarks messen wir in weiten Teilen das, was man von einem modernen SATA-6GBit/s-Laufwerk erwarten kann. Im AS-SSD-Benchmark erreicht die Extreme Pro 516 MB/s lesend und 477 MB/s schreibend. Der leichte Dämpfer ist eine Eigenschaft, welche bei fast allen SSDs mit Marvell-Controller auffällt. Im Atto Disk Benchmark erreicht die Sandisk-SSD die Herstellerangaben: 559 MB/s sind es lesend, geschrieben wird mit 525 MB/s.
Ungewöhnliches zeigt sich bei der Langzeit-IOPS-Messung: Hier scheint es so, als wolle die Extreme Pro von niedrigen IOPS-Werten aus Anlauf nehmen, um dann über den gesamten Verlauf die gleiche Leistung von rund 40.000 IO-Operationen pro Sekunde zu erbringen. Andere Laufwerke arbeiten zu Beginn deutlich schneller, sinken im Verlauf der Zeit aber unter die Leistungsfähigkeit der Extreme Pro. Für die Feststellung, ob das auch für die kürzlich vorgestellte SSD 850 Pro gilt - für die Vergleichbarkeit greifen wir auf das 512-GB-Modell zurück - reicht der von unserer Messung abgedeckte Zeitraum nicht aus.
Sandisk Extreme Pro: Das Fazit
Die sequenzielle Lese- und Schreibgeschwindigkeit der Extreme Pro liegt auf hohem Niveau, auch wenn sie hier von einigen anderen Laufwerken übertroffen wird. Das gilt sowohl für die Leistung im AS-SSD-Benchmark wie auch im Atto Disk Benchmark. Bei den IOPS gibt sich die Extreme Pro eher als Marathonläufer denn als Sprinter. Die IOPS-Leistung bricht zu Beginn ein, erreicht aber nach einiger Zeit ein extrem stabiles Niveau um 40.000 IO-Operationen pro Sekunde. Für User mit einem Dauerlast-Nutzerprofil ist eine solche Stabilität vorteilhaft, das Groß der Heimanwender profitiert aber eher von hohen IOPS-Werten, auch wenn diese nur kurz gehalten werden. Insgesamt ist die Extreme Pro als gutes, wenn auch nicht als überragendes Laufwerk einzustufen. Im Bereich der Herstellergarantie lässt Sandisk mit der Extreme Pro allerdings fast jede Konkurrenz weit hinter sich. Im Preisvergleich sind die drei Modelle zu 240 GB, 480 GB und 960 GB bereits gelistet.
Testtabelle
| Produktinfo/-name | Extreme Pro (480 GB) |
|---|---|
| Modellbezeichnung | SDSSDXPS480G |
| Hersteller/Webseite | Sandisk |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/1126463 |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 290,-/befriedigend |
| Preis pro Gbyte | € 0,65/GiByte |
| MTBF*/Haltbarkeit | Keine Angabe/80 TB |
| Firmware Testmuster | X21000RL |
| SSD-Controller | Marvell 88SS9187 |
| Flash-Chips | 8 x 512 Gbit MLC (Sandisk eX2 ABL MLC NAND) |
| DRAM-Cache | 512 MiB DDR3-1600 (Micron) |
| Ausstattung (20 %) | 1,94 |
| Formatierte Kapazität (GiByte) | 447,13 GiByte |
| Herstellergarantie | 10 Jahre |
| Zubehör/Besonderheiten | Adapter auf 9,5 mm Bauhöhe, Sandisk SSD Dashboard (Download) |
| Eigenschaften (20 %) | 1,86 |
| Schnittstelle | SATA 6 GBit/s |
| NAND-Typ | MLC |
| Trim-Unterstützung (Garbage Collection) | Ja |
| Bauhöhe | 7 mm |
| Leistungsaufnahme Leerlauf/Schreiben | 0,4/3,1 Watt |
| Leistung (60 %) | 2,02 |
| Endnote | 1,97 |

und 8 stück der 256 GB Variante .
0 Ausfall . Alle nur für Windows zu Pushen.
Die Dinger sind günstig und laufen .
Das seit anfang 2012 .
Du hast Recht. Bug ausgebessert.
Ein direkter Vergleich mit der Extreme II wäre chic gewesen oder wie verhalten sich andere SSDs mit dem controller in dem Langzeittest?
Edit:
Alles in allem wohl kein schlechtes Produkt, wenns mir aber um High-End/langlebige SSDs geht würde ich dennoch zu anderen Modellen greifen - entweder einer 850Pro oder wenns noch übler sein muss zu einer der Enterprise-Modelle von Samsung die etwas langsamer sind aber Tausende (!) von TiBytes Schreibleistung garantieren.
Und für die allermeisten Nutzer die ein normales Anforderungsprofil haben ist eine MX100 mehr als ausreichend und viel billiger, auch wenn das keine echte Kritik ist da es eine andere Zielgruppe ist.