Samsung SSD 840 Pro: Test der 256 GB SSD - Die neue Referenz?
Samsung SSD 840 Pro im Test bei PCGH: Mit der SSD 840 Pro hat Samsung vor wenigen Stunden eine SSD der neuesten Generation vorgestellt. Bei PC Games Hardware haben wir pünktlich zum Ende der Sperrfrist einen ausführlichen Test der SSD 840 Pro in der 256 GB-Version samt Benchmarks und Messungen zum Stromverbrauch.
Die neuen Samsung-SSDs der 840er Reihe sind gerade erst vorgestellt worden und nun fällt zumindest das NDA für einen ersten Test der SSD 840 Pro - die Leistung der SSD 840 bleibt vorerst noch teilweise eine Unbekannte. Ob sich der Kauf einer SSD 840 Pro mit 256 Gigabyte Speicherkapazität lohnt und ob Samsung mit der neuen SSD-Generation die Performance-Krone wird erobern können, werden wir in unserem Test herausfinden. Die SSD 840 wird von Samsung vorerst in den Größen von 128, 256 und 512 Gigabyte angeboten - ein 64-GByte-Modell taucht nicht in der Planung für die mit 7 Millimetern Bauhöhe auch für beengte Note- und Netbooks geeignete SATA-6Gb/s-SSD auf.
Die 840-Pro-Preise liegen 149 EUR für die 128-GiByte-Version, bei 269 EUR für die 256-GiByte Version und bei 569 EUR für die 512 GiByte fassende SSD 840 Pro. Im PCGH-Preisvergleich ist derzeit noch kein Eintrag für die SSD 840 Pro (laufend aktualisierte Preissuche starten) vorhanden.
Unterschiede SSD 840 und SSD 840 Pro
Mit der SSD 840 führt Samsung eine Zweiteilung der Produktlinie ein. Die Spezifikationen unterscheiden sich jedoch nur in wenigen Punkten. Die SSD 840 und SSD 840 Pro unterstützen eine Hardware-basierte Verschlüsselung nach AES-256-Standard, welche laut Samsung komplett transparent und vor allem ohne Einbußen bei der Performance ablaufen soll. Ein Unterschied ist die Speicherkapazität: Die Pro-Reihe wird mit voll nutzbarer Speicherkapazität ausgeliefert, während die normale 840 mit 8, 8 und 12 Gigabyte (je nach Kapazität) reservierten Speichers zum Kunden kommt. Mithilfe des Samsung-Tools SSD-Magician wird man den Overprovisioning Level bei der 840 Pro-Reihe anpassen können, wohingegen 840-Käufer am OP-Level wohl nichts werden ändern können. Auch die Garantie fällt mit fünf Jahren bei der Pro zwei Jahre länger als bei der non-Pro aus.
Technische Details SSD 840 Pro
Die meisten technischen Details konnten wir Ihnen bereits in unserer Meldung zur Vorstellung der SSD 840 Pro präsentieren. Wie bisher betont Samsung seine Stärken als Fertiger aller beteiligten Komponenten - vom Controller-Chip "MDX" über den DRAM-Cache bis hin zum eingesetzten Flash-Speicher. Ersterer basiert erneut auf der ARM-Architektur und wie der Vorgänger MCX drei Kerne zur Verfügung haben. Der MDX-Controller nutzt drei ARM Cortex-R4-Kerne mit 300 MHz - der 830-MCX war noch ohne Cortex-A4-Technik und mit 220 MH angetreten. Die höhere Taktung sowie weitere Optimierungen sind unter anderem dem Wechsel auf einen feineren Fertigungsprozess für den Controller geschuldet, zu dem Samsung aber keine genaueren Details verraten wollte.
Ein weiterer gar nicht unbedeutender Unterschied Unterschied zwischen SSD 840 und 840 Pro ist übrigens auch die Art der Flash-Zellen. Zwar handelt es sich in beiden Fällen um Toggle-DDR 2.0, bei der SSD 840 kommt TLC, also Triple-Level-Cell Speicher zum Einsatz, während bei der Pro-Variante nur zwei Bits pro Zelle vorhanden sind.
Die von uns im Test gemessene Leistungsaufnahme lag im Leerlauf bei 0,2 Watt und unter voller IO-Meter-Last, dem Worst-Case also, bei rund 3,1 Watt und damit knapp unter dem Niveau konkurrierender Lösungen mit Sandforce- oder Marvell-Controller. Gegenüber den circa 5 Watt, welche noch die Vorgängergeneration benötigte, ist das jedoch bereits ein großer Fortschritt. Klarer Fokus bei der Entwicklung und Optimierung war neben dem Energiesparaspekt jedoch die Lese- und Schreibperformance bei zufälligen Lese- und Schreibzugriffen. Der auf 512 MiB verdoppelte DRAM-Cache besteht aus einem LPDDR2-Baustein - ein weiterer Tribut an Performance und optimierte Leistungsaufnahme.
Benchmarks Samsung SSD 840 Pro (256 GB)
Die Leistungen der Samsung SSD 840 Pro sind aller Ehren Wert. In vielen Benchmark erobert Sie die Leistungskrone oder kämpft zumindest um Haaresbreite an der Performance-Spitze mit. Den I/O-Meter-Benchmark für 4-aligned random writes, ein klassischer Faktor bei der SSD-Beurteilung, absolvierte sie bislang von allen SSDs im PCGH-Testlabor am schnellsten und erreichte 90.700 I/O-Ops pro Sekunde - und sie hielt diesen über die ganze Kapazität gemessenen Wert auch über längere Zeit durch als die meisten Konkurrenten.
Aufgrund der besonders bei Sandforce-SSDs auftretenden Messschwankungen haben wir jeweils fünf Durchläufe des AS-SSD-Benchmarks aufgezeichnet und das jeweils höchste und niedrigste Ergebnis verworfen, aus den drei verbliebenen Werten haben wir das arithmetische Mittel gebildet.
Samsung SSD 840 Pro 256 GB Benchmark7
Samsung SSD 840 Pro 256 GB Benchmark8
Quelle: PC Games Hardware
PCGH Top-Produkt-Award für die Samsung SSD 840 Pro
Fazit: Samsung SSD 840 Pro (256 GB)
Mit der SSD 840 Pro gelingt Samsung nach der bereits beeindruckenden 830-Reihe erneut eine sehr gute, rundum gelungene Vorstellung und verdient sich damit in der PCGH 11/2012 den Top-Produkt-Award. Aufgrund der sehr guten Eigenschaftswerte wie der niedrigen Leistungsaufnahme sowie der hohen Performance in den PCGH-Praxisbenchmarks erreicht sie eine mit der Plextor M3 Pro gleicher Kapazität geteilte Top-Note von 1,52. In der Teilwertung Leistung ist nur Corsairs Neutron GTX mit 256 GB einen Hauch schneller, welche hier 1,22 statt 1,23 der Samsung erreicht - die M5 Pro folgt mit Respektsabstand und einer Leistungsnote von 1,29.

machen , Bootzeit , Programme oder Spiele installieren bzw Anwendungen oder Spiel starten ,
Level laden usw
statt Kopiertests und Rein Synthetische Tests wie IOPS , ATTO usw
Diese Sagen leider nicht so viel über die Realworld Performance aus.
Das Beste Laufwerk beim Kopieren kann eines der Schlechtesten beim
beim Laden von Anwendungen oder Spielen sein.
für mich haben diese schlichtweg keine Bedeutung für den Alltag
denn ich Kopiere ja nicht den ganzen Tag Daten von einem aufs andere Laufwerk.
Und nutze Ihn auch nicht als Server
Das währe ein einfach viel relevanter für mich und wahrscheinlich für die
meisten Heimanwender.
Okay das wäre natürlich blöd, bzw ist gut zu wissen, dass das ATA-Passwort "nur" bei der Boot-Platte greift. Das hieße, die Daten auf einer vermeindlichen 2ten SSD wären dann NICHT verschlüsselt. Hmmm doof, dann evtl doch lieber eine sehr große SSD statt einer kleinen und einer mittleren besorgen hmhm.
Das ATA-Passwort wird normalerweise direkt auf der SSD gespeichert. Verringert auch deutlich die Gefahr des Umgehens/Auslesens.
Diese SSD kauft ja man ja nicht als Datengrab sondern als primäre Platte für OS, Software, Spiele ... soviel ich weiß wird das ATA-Passwort auch nur bei der ausgewählten Boot-Platte abgefragt, machen zumindest die meisten SATA-Controller so. Eine ATA-Passwort-Abfrage unter Windows bspw. funktioniert ja nicht.
Truecrypt ist meiner Meinung nach für Daten-HDDs die beste Wahl.
Was ist, wenn man 2 von den SSDs im Rechner hat, muss man dann 2 Passwörter eingeben?
Habe bis dato noch keine Erfahrungen mit Hardwareverschlüsselung, da ich bei meinen HDDs auf TrueCrypt setze (was bei SSDs eher suboptimal ist).