Fazit und Leistung: Nicht immer die schnellste
In unseren Tests haben wir die Crucial T705 einer Reihe von internen Solid-State-Drive-Benchmarks unterzogen, ebenso wie externen Tools, darunter CrystalDiskMark, PCMark 10 Storage und dem 3DMark Storage Benchmark, der die Leistung eines Laufwerks bei verschiedenen spielebezogenen Aufgaben misst. Zur Leistungsanalyse haben wir das Crucial-Laufwerk mit anderen 5.0-SSDs sowie einer Auswahl an PCI Express 4.0-SSDs verglichen, die bereits auf unserem neuen PCI-Express-5.0-Testsystem getestet wurden.
Sollte die aktuell (noch) schnellste SSD auf dem Markt nicht die beste Leistungsnote haben? Eigentlich schon, aber abgesehen von der werbewirksamen sequenziellen Lese- und Schreibleistung kann sie sich nicht immer an die Spitze der Benchmarks setzen. In CrystalDiskMark liegt sie zwar mit bis zu zehn Prozent vor anderen Modellen. Aber gerade die praxisnahen Tests, wie etwa das Duplizieren von Dateien oder die Ladezeiten, zeigen, dass der Vorsprung in der Realität bei Weitem nicht so hoch ausfällt.
Gerade im Konsistenz-Benchmark von PCMark 10 hätten wir uns von der T705 eine bessere Leistung erhofft, die sogar von ihrer Vorgängerin T700 oder anderen eigentlich langsameren 5.0-Modellen überholt wird. Während der System Drive Score und auch unsere Duplizier-Tests zeigen, dass sie innerhalb des SLC-Caches eine gute Figur macht, also mitunter dann doch einer der schnellsten ist, zeigen die relativen Unterschiede zu 4.0-Top-Modellen wie der 990 Pro, dass aktuell noch niemand eigentlich eine PCIe-5.0-SSD braucht. Die Ladezeiten-Tests zeigen, wie irrelevant doch so eine PCI-Express-Schnittstelle fürs Gaming sein kann - hier ist lediglich ein Unterschied zwischen NVME und SATA spürbar.
Fazit zur Crucial T705: Schnell, aber (zu) teuer
Es ist schon absehbar, dass die Crucial T705 nicht lange die schnellste SSD auf dem Markt bleibt. Denn Hersteller Micron verwendet hier keine exklusive Zauberformel, sondern eine Firmware, die allen SSD-Herstellern zur Verfügung steht. So haben auch andere Hersteller ihre 5.0-Modelle aktualisiert, etwa Corsair die MP700 mit der MP700 Pro. Auch wenn sich diese nicht mit höheren Transferraten brüsten kann, ist der tatsächliche messbare Unterschied zur T705 doch homöopathisch gering und der spürbare noch immer nicht vorhanden.
Es macht die Crucial-Modelle sympathisch, dass sie ihre Kühler nicht überdimensionieren wie andere Hersteller, die etwa laute unregulierbare Lüfter oder lächerlich große wie unnötige Passivkühler auf ihre M.2-Riegel schnallen. Leider ist noch immer kein effizienter Controller auf dem Markt, der einen gänzlich ungekühlten Betrieb wie den der 4.0-SSD möglich macht. Zwar stürzen 5.0-Modelle nicht mehr ab ohne Kühler, aber drosseln schnell. Sei es drum: Einer vom Format der T700 oder T705 reicht völlig aus, dass die Temperatur die Leistung nicht mehr beeinflusst. Was soll also die Materialschlacht an Kühlern der anderen Hersteller hier? Crucial zeigt, wie es auch subtiler geht.
| Modell | Crucial T705 (2.000 GB) |
|---|---|
| Kapazität | 2.000 GB |
| Produktinfo/-name | T705 |
| Modellbezeichnung | CT2000T705SSD5 |
| Hersteller (Website) | Crucial (crucial.com) |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/3128723 |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | 450,-/ausreichend |
| Preis pro GiByte | € 0,24/GiByte |
| Mittlere Ausfallzeit (MTBF) | 2.000.000 Stunden |
| SSD-Controller | Phison PS5026-E26 |
| Flash-Chips | 3D-TLC (Micron, 232 Lagen) |
| DRAM-Cache | 4 GiB (LPDDR4-2133) |
| Ausstattung (20 %) | 1,23 |
| Formatierte Kapazität (GiByte) | 1.863 GiByte |
| Garantiegrenze (Zeit/TBW) | 5 Jahre/1.200 TB |
| Datenrate (Schnittstelle)/Formfaktor | 16 GByte/s (PCIe 5.0 x4)/M.2-2280 |
| Zubehör/Besonderheiten | - |
| Eigenschaften (20 %) | 1,98 |
| Crystal Disk Mark (max. Lesen, max. Schreiben) | 14.176 MB/s, 12.256 MB/s |
| AS SSD (Seq. Lesen, Seq. Schreiben) | 9.778 MB/s, 8.639 MB/s |
| Ladezeiten (Final Fantasy XIV Stormblood) | 8,13 Sek. |
| Kopiertest 10 GB (Programme), 140 GB (Spielordner) | 13 Sek., 34 Sek. |
| Leistung (60 %) | 1,31 |
| Endnote | 1,43 |
| + | Top-Leistung |
| - | Noch zu teuer |
Die Evolution geht millimeterweise voran bei den SSDs. Mit PCI Express 5.0 wurde natürlich ein Fenster geöffnet, das in der Theorie doppelt so groß ist wie das von PCIe 4.0, was aber nicht heißt, dass das spürbar beim Anwender ankommt, wie etwa damals der Umstieg von HDD auf SSD. Im Frühjahr 2024 können wir also kaum ein anderes Fazit ziehen als damals zum Start der 5.0-SSD: Sie sind noch immer teuer, ihr Preis-Leistungs-Verhältnis also nach wie vor zu schlecht, sodass wir jedem, dem Geld nicht egal ist, nur zu einer guten PCI-Express-4.0-SSD raten können.
Habe eine T700 in einem pcie 4-steckplatz und das ding rennt quasi immer gegen das schnittstellen-limit.
Sinn ergeben würde die T705 nur, wenn du auf absehbare zeit richtung pcie 5 upgraden willst. Ansonsten nimm etwas günstigeres...
kurze Frage an Wissende:
Wuerde die T705 in einem 'normalen' Intel-PCIe 3.0 System Sinn machen?
Scheint, als würde der Preis eine Korrektur erhalten.
Crucial T705 SSD 4TB, M.2 2280/M-Key/PCIe 5.0 x4, Kühlkörper 481,07€
mit frdl. Gruß
So kann man sofort die prozentualen Leistungs-Unterschiede erkennen.
Gibt es zwar schon lange, wollte ich aber mal gesagt haben
PCIe 5 ... hm, klar, die sind schnell und diese Crucial hat einen akzeptablen Kühler - kein Türmchen drauf/Quirl drin.
Prinzipiell wäre die schon interessant, jedoch habe ich immer noch ein X370 verbaut (X570 liegt immer noch rum
Da ist bei Version 3 eh schon Schluß.
Aktuell ist ne 980pro 1TB als Systemdrive verbaut und sechs weitere auf Adapterkarten, je eine PCIe4 und zwei Sata.
Dazu kommt noch, dass die Karten lediglich in x1-PCIe2er-Slots stecken, was die Karten nochmals langsamer macht.
Warum in 2er? Wg Sharing und GK-Platzbedarf, geht bei mir nicht anders.
Deswegen sind vergleichsweise lahme Kingston NV1(2TB) und ne Kingston NV2(4TB) verbaut, die laufen sogar etwas
unter Sata-Speed. Als Datenlager für einen schnellen Zugriff reichen die mir aber völlig aus.
Für mein aktuelles Szenario ist das die perfekte Lösung.
Auf das "neue" Board kommt dann ne Kingston Fury Renegade 2TB (liegt wie das 570er rum) und die 980pro, Rest
wieder per Karten bzw. wie aktuell auch via USB (NV2(1TB) und ne 980non-pro 500G).
Erfreulicherweise konnte ich die meisten Drives zu einem Zeitpunkt erwerben als sie preiswerter als aktuell waren.
Bis ich dann endlich ein X670E oder den Nachfolger verbaut habe sind die SSD dann evtl. wieder etwas im Preis
gesunken oder energieeffizienter. Da wird es dann auch ne 5er werden.
Das Systemdrive wäre jedoch immer mit DRAM-Cache und TLC ausgestattet, da mag ich keine QLC haben.
Bei meinen drei Kingston NV1/2 weiß ich das gar nicht genau. Wer ne Idee wie man das sicher herausfinden kann?
DRAM-Cache haben die eh keinen, welcher Nand verbaut ist wird seitens Kingston nicht kommuniziert.