Seagates neue SSDs: 600, 600 Pro, 1200 und X8 Accelerator inkl. ersten Benchmarks

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Der Festplatten- und Storage-Spezialist Seagate stellte heute beim Pressegespräch in München seine neuen SSD-Produkte vor. Mit der SSD-600-Reihe gibt es erstmals auch eine SSD für den Heimgebrauch; die 600 Pro soll wie die SSD 1200 - letztere mit 12 Gb/s-SAS-Schnittstelle - für den Server- und Cloud-Markt bereitstehen und die X8 Accelerator als PCIe-Karte schließlich höchste Performance liefern.

Seagate SSD 600 240 GB (FW B660) - erste Benchmarks bei PCGH. Quelle: PC Games Hardware Seagate SSD 600 240 GB (FW B660) - erste Benchmarks bei PCGH. Seagate stellt gleich vier neue SSD-Produktreihen vor: Die SSD 600, die SSD 600 Pro, die SSD 1200 und die X8 Accelerator. Letzere ist eine PCI-Express-Karte mit Flash-Speicher für den professionellen Data- oder Cloud-Center-Markt, während die SSD 1200 mit dem noch nicht auf Controllerkarten verfügbaren 12-Gb/s-SAS-Anschluss ausgestattet ist.

Die SSD 600 und 600 Pro hingegen sind auch für den Heimgebrauch nutzbar, da beide über einen SATA-6Gb/s-Anschluss verfügen. Die SSD 600 wird es als 120-, 240- und 480-GB-Version (ST480HM000, ST240HM000 und ST120HM000) in 7 Millimetern Bauhöhe und wahlweise auch mit nur 5 Millimetern Höhe geben (...HM001). Die durchweg 7 Millimeter hohe Pro-Variante kommt in denselben Größen als ST480FP0021, ST240FP0021 und ST120FP0021. Zusätzlich wird es sogenannte High-Endurance-Versionen mit erhöhter Schreibleistung geben. Bei diesen wird zusätzlicher Flash-Speicher für das Wear-Levelling und Overprovisioning abgezwackt, sodass bei den Modellen ST400FP0021, ST200FP0021 und ST100FP0021 mit 400, 200 und 100 GByte nur rund 5/6 des Speichers der normalen Modelle für den Anwender nutzbar sind. Ähnliches ist bei den 12-Gb/s-Modellen der SSD-1200-Reihe zu vermelden. Die 800, 400 und 200 GByte fassenden Modelle haben einigen Speicher reserviert, um die Langzeitfunktionalität mit hoher Performance sicherzustellen.

Für alle Produkte gilt eine sogenannte "Limited Usage-Based Warranty" von drei Jahren für die Consumer-Produkte der SSD-600-Reihe und fünf Jahren für die professionellen Produkte - mit einer Einschränkung: Seagate macht die (freiwillige) Garantieleistung von nicht-Erreichen einer vorgegebenen Schreibleistung abhängig, den sogenannten Total Bytes Written - ähnliches gibt es im SSD-Bereich bereits - Crucial und OCZ geben dieselben Schreibleistungen für die M4, M500 respektive Vector an.

SSD 600 SATA 6 Gb/s:
ST120HM000/001: 3 Jahre oder 36,5 Terabyte Schreibdurchsatz
ST240HM000/001: 3 Jahre oder 72 Terabyte Schreibdurchsatz
ST480HM000/001: 3 Jahre oder 72 Terabyte Schreibdurchsatz

SSD 600 Pro SATA 6Gb/s:
ST480FP0021: 5 Jahre oder 350 Terabyte Schreibdurchsatz
ST240FP0021: 5 Jahre oder 134 Terabyte Schreibdurchsatz
ST120FP0021: 5 Jahre oder 24 Terabyte Schreibdurchsatz
ST400FP0021: 5 Jahre oder 1.080 Terabyte Schreibdurchsatz
ST200FP0021: 5 Jahre oder 520 Terabyte Schreibdurchsatz
ST100FP0021: 5 Jahre oder 220 Terabyte Schreibdurchsatz

SSD 1200 12 Gb/s SAS:
ST800FM0053: 5 Jahre oder 14.600 (!) Terabyte Schreibdurchsatz
ST400FM0053: 5 Jahre oder 7.300 Terabyte Schreibdurchsatz
ST200FM0053: 5 Jahre oder 3.650 (!) Terabyte Schreibdurchsatz

Der X8 Accelerator soll 33 Petabyte (33.000 Terabyte) Schreibleistung bieten.

Alle Modelle setzen übrigens auf MLC-Speicher - SLC-Speicher ist, so Seagate-Vertreter gegenüber PC Games Hardware, auch für Enterprise-Produkte nur noch für Nischenanwendungen wie im militärischen Einsatz sinnvoll. Die weiteren technischen Details der neuen Seagte-SSDs entnehmen Sie bitte den Datenblättern in der Galerie.

Bildergalerie

Ein erstes Testmuster der Seagate SSD 600 ist bereits in der PCGH-Redaktion eingetroffen und wir haben bereits erste Leistungswerte ermitteln können (für Vergleichswerte verweisen wir auf die Benchmarks aus unserem heutigen Test der OCZ Vector). Was die NAND- und Controller-Technik angeht, arbeitet Seagate in diesen Bereichen sowohl mit Samsung, deren HDD-Sparte Seagate letztes Jahr übernahm, als auch mit Toshiba zusammen. Genau wollte man noch nicht verraten, welche Technik in welcher SSD-Baureihe stecke.

Seagate SSD 600 (240 GB, FW B660) im ASAP-Test

Hier nun die ersten Benchmarkwerte für die brandneue Seagates SSD 600 mit 240 GB frisch aus dem PCGH-Testlabor:
- 0,05/0,11 ms mittlerer Lese- und Schreibzugriff
- 86.500 IOPS (4k-aligned random write; dabei 3,25 Watt Leistungsaufnahme)
- 555/472 MB/s sequenzielle Schreibrate (Atto-Diskmark)
- 508/471 MB/s zufällige Schreibrate (Atto-Diskmark)
- 1.070 Punkte im AS-SSD-Benchmark (313 MB/s 4k-Writes QD64)

Mehr zum Thema demnächst bei PC Games Hardware.

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Killermarkus81 Software-Overclocker(in)
        Zitat von instagib
        Von Seagate kaufe ich genauso wie von AMD auf Grund von schlechten Erfahrungen nichts mehr.

        Tendiere bei SSDs eher zu Samsung.


        Eigentlich darf man von einem persönlichen Eindruck keine allgemeinen Schlüsse ziehen.
        Ich bin jetzt auch ein paar Mal von AMD und Seagate Produkten massiv enttäuscht worden und teile daher diese Ansicht.

        Wechsel von einer GTX 8800 nach über 2 Jahren auf eine ATI 4870 - Leistungsmäßig gefühlt eher ein Rückschritt, mit 80 € Verlust innerhalb eines Monats wieder verkauft (ich dachte noch Anfangs die behalte ich sicher...)

        AMD 7870 verbaut - nach Neu-, und Treiberinstallation nicht erkannt - nach diversen Patches von Windows (komplett neues System) funktionierte die Karte dann endlich. Gefühlte FPS aber auch deutlich unter dem was angezeigt wurde (Umtausch-GTX 660 läuft wesentlich smoother)...

        Dazu drei Festplattenausfälle (HDD) unterschiedlicher Größe und Generationen.
        Zwei von Seagate, einmal neue OZC Vertex 4 - wobei die erste womöglich aufgrund mangelnder Kühlung ausgefallen ist...

        Ich bin gespannt und werde die Entwicklung aufmerksam verfolgen -

        Tipp: Mindfactory zeigt auch immer die RMA Quote an
      • Von Killermarkus81 Software-Overclocker(in)
        Zitat von instagib
        Von Seagate kaufe ich genauso wie von AMD auf Grund von schlechten Erfahrungen nichts mehr.

        Tendiere bei SSDs eher zu Samsung.


        Eigentlich darf man von einem persönlichen Eindruck keine allgemeinen Schlüsse ziehen.
        Ich bin jetzt auch ein paar Mal von AMD und Seagate Produkten massiv enttäuscht worden und teile daher diese Ansicht.

        Wechsel von einer GTX 8800 nach über 2 Jahren auf eine ATI 4870 - Leistungsmäßig gefühlt eher ein Rückschritt, mit 80 € Verlust innerhalb eines Monats wieder verkauft (ich dachte noch Anfangs die behalte ich sicher...)

        AMD 7870 verbaut - nach Neu-, und Treiberinstallation nicht erkannt - nach diversen Patches von Windows (komplett neues System) funktionierte die Karte dann endlich. Gefühlte FPS aber auch deutlich unter dem was angezeigt wurde (Umtausch-GTX 660 läuft wesentlich smoother)...

        Dazu drei Festplattenausfälle (HDD) unterschiedlicher Größe und Generationen.
        Zwei von Seagate, einmal neue OZC Vertex 4 - wobei die erste womöglich aufgrund mangelnder Kühlung ausgefallen ist...

        Ich bin gespannt und werde die Entwicklung aufmerksam verfolgen -

        Tipp: Mindfactory zeigt auch immer die RMA Quote an
      • Von instagib PC-Selbstbauer(in)
        Von Seagate kaufe ich genauso wie von AMD auf Grund von schlechten Erfahrungen nichts mehr.

        Tendiere bei SSDs eher zu Samsung.
      • Von Husky90 Kabelverknoter(in)
        Hmmm....die Preise wären mal ganz interessant.
      • Von FeuerToifel Volt-Modder(in)
        schade, dass ich schon eine crucial m4 habe. sonst wüsste ich nun, welche ssd ich habe will.
      • Von Netboy Software-Overclocker(in)
        Also die X8 Accelerator finde ich hoch interessant
      Direkt zum Diskussionsende
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