SSD-Verkaufszahlen: Fast 100 Millionen Auslieferungen im Q2, HDDs weiter deutlich abgeschlagen
Im vergangenen Quartal wurden fast 100 Millionen SSDs mit insgesamt 68,63 Exabyte Gesamtkapazität ausgeliefert. Die Stückzahl ist damit, im Vergleich zum Vorquartal, kaum gewachsen. Deshalb werden im Verhältnis nun wieder etwas mehr HDDs ausgeliefert.
Laut dem Marktforschungsunternehmen Trendfocus wurden im zweiten Quartal des Jahres 99,6 Millionen SSDs ausgeliefert, womit sich die Verkäufe weiter den 100 Millionen annähern. Im Vorquartal waren es noch 99,44 Millionen SSDs, und im zweiten Quartal letzten Jahres 81 Millionen SSDs.
Ähnliche Stückzahl, mehr Speicher
Während die Anzahl der ausgelieferten SSDs gegenüber dem Vorquartal damit nahezu gleich blieb, stieg die verkaufte Speichermenge deutlich an. Laut Trendfocus wurde im zweiten Quartal NAND-Speicher mit einer Gesamtkapazität von 68,63 Exabyte ausgeliefert. Im vorherigen Quartal sollen es noch 62 Exabyte gewesen sein.
Der Zuwachs bei der Speichermenge dürfte dabei wohl auch mit einer Verschiebung des Markts zu tun haben. Im zweiten Quartal wurden weniger Endkunden-SSDs ausgeliefert, dafür stieg allerdings die Stückzahl der Enterprise- und Datacenter-SSDs deutlich. Diese dürften pro Stück eine höhere Kapazität haben und damit für den Anstieg der Speicherkapazität verantwortlich sein.
Quelle: Trendfocus via Storage Newsletter
SSD-Marktanteil nach Stückzahl
Mit Hinblick auf die Marktanteile bleibt Samsung weiter deutlich vorne. 24,4 Prozent aller ausgelieferten SSDs kamen im Q2 von Samsung, gefolgt von Western Digital mit 18,8 Prozent und Kioxia mit 12,6 Prozent. Anders sieht es bei den Marktanteilen mit Hinblick auf die ausgelieferte Speichermenge aus: Hier führte Samsung mit 34,9 Prozent, wohingegen Western Digital nur auf 16,6 Prozent kommt und Kioxia mit 9,1 Prozent erst auf Platz 4 zu finden ist. Der dritte Platz geht hier hingegen an Intel, die rund 10,3 Prozent der gesamten NAND-Speichermenge produzieren.
Quelle: Trendfocus via Storage Newsletter
SSD-Marktanteil nach Speichermenge
Auch spannend: Seagate: 20-TB-HDDs mit CMR sollen noch dieses Jahr auf den Markt kommen
Durch die Stagnation der SSD-Stückzahlen wurde der Vorsprung gegenüber den ausgelieferten HDDs im vergangenen Quartal etwas kleiner. Von April bis Juni wurden laut Trendfocus 67 Millionen HDDs und damit fünf Prozent mehr als im ersten Quartal ausgeliefert. Für jede HDD werden jetzt also "nur noch" 1,49 SSDs ausgeliefert. Damit liegen diese bei der Stückzahl aber immer noch weit vorne. Erstmals überholten wurden die HDDs im Jahr 2020.
Quelle: Storage Newsletter (SSD) / Storage Newsletter (HDD) via Wccftech


Wenn Du heute Dein NAS mit 8 TB Platten (min. zwei ggf. auch mehr HDDs wegen Platz & Datensicherheit) zusammenbaust wird das leider in ~10+ Jahren nicht mehr reichen.
Ob man in 10 Jahren 8+ TB SSDs kriegt die auch die selbe Datensicherheit / Lese & Schreibrate haben werden wie HDDs wird sich zeigen. (QLC soll schon nicht so gut sein; wie sieht es dann mit PLC und weiter aus?)
Ich hoffe das bis dahin preislich günstige Updates zu Gigabit-Ethernet geben wird; sonst kann man auch weiterhin bei HDDs bleiben.
---------------------------
@ Lebenszeit von Datenträger.
Habe eine Musik CD von ca. 1996 welche noch 1A klapt
Auch werben einige Hersteller (z.B. Verbatim ) mit bis zu 1000 Jahre! bei selbstgebrannten DVDs
Gepresste CDs sind 1A haltbar.
Gebrannte CDs und DVDs haben einen anderen chemischen Aufbau, der die Dinger sehr viel schneller kaputt werden lässt. In einem Firmenarchiv mit 10-20 Jahre alten CDs und DVD, kann man in der Regel die Hälfte wegwerfen, besonders wenn nicht auf die Lagerung geachtet wurde.
Wenn es um Haltbarkeit geht, dann würde ich M-Disc empfehlen. Dann hat amn wenigstens in 20-30 Jahren das Problem, dass man zur Migration der Daten nur ein passendes Laufwerk und eine kompatible Hard und Softwareplattform finden muss.
Im gleichen Monat kostete eine Kingston Hyper X M.2 240G 103€
Ein i5-6500 kostete 210€ (5643 Passmark)
Fast 6 Jahre später kostet eine Seagate 8TB Platte 185€
Die Kingston M.2 mit 240GB kostet 32€
Ein i5-11500 kostet 235€ (17949 Passmark)
Die SSD ist 3x billiger, die CPU in Benchmarks 3x schneller, die Festplatte aber nur 15% billiger.
Das deutet darauf hin, dass die HDD als Endkundenprodukt bereits gestorben ist. Man muss nicht mehr konkurrieren über den Preis. Man verkauft einfach weiter die gleiche Platte zum gleichen Preis an die gleichen Firmenkunden für die sich das weiterhin so rechnet wie vor 5 Jahren.
Jenseits von 4TB droht SSDs das gleiche Schicksal. Ein zu kleiner Prozentsatz der Anwender hat wirklich so einen Speicherhunger.
Wenn Du heute Dein NAS mit 8 TB Platten (min. zwei ggf. auch mehr HDDs wegen Platz & Datensicherheit) zusammenbaust wird das leider in ~10+ Jahren nicht mehr reichen.
Ob man in 10 Jahren 8+ TB SSDs kriegt die auch die selbe Datensicherheit / Lese & Schreibrate haben werden wie HDDs wird sich zeigen. (QLC soll schon nicht so gut sein; wie sieht es dann mit PLC und weiter aus?)
Ich hoffe das bis dahin preislich günstige Updates zu Gigabit-Ethernet geben wird; sonst kann man auch weiterhin bei HDDs bleiben.
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@ Lebenszeit von Datenträger.
Habe eine Musik CD von ca. 1996 welche noch 1A klapt
Auch werben einige Hersteller (z.B. Verbatim ) mit bis zu 1000 Jahre! bei selbstgebrannten DVDs
Meine Flash-Sticks von anno dazumal haben noch immer ihre Daten, letztens erst n Stick aus meinem Auto mit Musik von 2010 oder so gefunden. Konnte alle Daten lesen und eine Stichprobe durch die Tracks ergab, dass alle getesteten Songs keine Probleme enthielten.
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Auch interessant, dass man wohl nicht über 25 Grad kommen sollte, sonst reduziert sich die Zeit noch weiter. Empfohlen wird es die SSDs immer mal wieder an Strom anzuschließen.
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Bei USB-Sticks ist die Haltbarkeit besser.
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Im gleichen Monat kostete eine Kingston Hyper X M.2 240G 103€
Ein i5-6500 kostete 210€ (5643 Passmark)
Fast 6 Jahre später kostet eine Seagate 8TB Platte 185€
Die Kingston M.2 mit 240GB kostet 32€
Ein i5-11500 kostet 235€ (17949 Passmark)
Die SSD ist 3x billiger, die CPU in Benchmarks 3x schneller, die Festplatte aber nur 15% billiger.
Das deutet darauf hin, dass die HDD als Endkundenprodukt bereits gestorben ist. Man muss nicht mehr konkurrieren über den Preis. Man verkauft einfach weiter die gleiche Platte zum gleichen Preis an die gleichen Firmenkunden für die sich das weiterhin so rechnet wie vor 5 Jahren.
Jenseits von 4TB droht SSDs das gleiche Schicksal. Ein zu kleiner Prozentsatz der Anwender hat wirklich so einen Speicherhunger.
Meine Flash-Sticks von anno dazumal haben noch immer ihre Daten, letztens erst n Stick aus meinem Auto mit Musik von 2010 oder so gefunden. Konnte alle Daten lesen und eine Stichprobe durch die Tracks ergab, dass alle getesteten Songs keine Probleme enthielten.