Seagate Barracuda SSD: Erste Endkunden-SSD seit 2013

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Seagate Barracuda SSD: Erste Endkunden-SSD seit 2013
Quelle: Seagate

Seagate hat die Barracuda SSD vorgestellt, die als erster Flash-Datenträger aus eigenem Hause seit 2013 für den Endkundenmarkt gedacht ist. Die Preisempfehlungen erscheinen mit bis zu 500 Euro für 2 Terabyte durchaus akzeptabel, wenn der Straßenpreis noch runter geht. Die SATA-6Gbit/s-Verbindung soll theoretisch mit bis zu 540 MB/s ausgelastet werden.

Abgesehen von seinem "Game SSD Drive for Xbox" aus dem Jahre 2016 hat Seagate seit 2013 keine Endkunden-SSD mehr veröffentlicht. Das soll sich mit der jüngsten Neuvorstellung ändern, die sich in das aktuelle Namensschema des Herstellers eingliedert. Die Barracuda SSD wird zumindest in den USA voraussichtlich zum Amazon Prime Day 2018 mit Kapazitäten von 250 und 500 Gigabyte sowie 1 und 2 Terabyte erscheinen. Die unverbindlichen Preisempfehlungen liegen bei 80, 120, 250 respektive 500 Euro, also bestenfalls 24 Cent pro GByte.

Zu den Spezifikationen hält sich Seagate aktuell noch bedeckt. Klar ist, dass es erst einmal nur Modelle mit SATA-6Gbit/s-Anbindung im 7 mm hohen 2,5-Zoll-Gehäuse geben wird. Die maximale Leserate soll bei 540 MB/s liegen, die maximale Schreibrate bei 520 MB/s. Bei den Zufallszugriffen sollen die SSDs bis zu 90.000 IOPS schaffen. Unbekannt ist, welcher Flash-Speicher und Controller zum Einsatz kommen. Heutzutage üblich wären gestapelte TLC-Chips, die 3 Bit pro Zelle speichern, mit einem Pseudo-SLC-Cache, der eine Zelle pro Bit beschreibt, um die Leistung zu erhöhen. Die kleineren SSDs erreichen häufig niedrigere Performance-Werte, weil der Controller durch eine geringere Anzahl von Speichermodulen weniger parallelisieren kann.

Ob die Barracuda-SSD-Reihe am Markt bestehen kann, wird vor allem von den Straßenpreisen abhängen. Wenn sie sich bei unter 20 Cent/GB einsortiert, könnte sie Crucials MX500, Samsungs SSD 860 Evo und anderen bekannten Modellen gut Konkurrenz machen. Dafür muss sie aber erst einmal nach Deutschland kommen.

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