[26/11/2021] Sterbende SSDs: Hatte ich ... schon häufiger. Glaubt man der PCGH-Redaktionsfolklore, zerstöre ich zwar primär Mainboards, zuletzt sogar während des Sylt-Urlaubs telepathisch aus hunderten Kilometern Entfernung, aber mit sterbenden SSDs habe ich ebenfalls Erfahrung. Auch hier hatte ich schon einen Fall, bei dem die M.2-SSD während meines Weihnachturlaubs den Jordan überquerte. Oder vielleicht eher den Styx und damit das große Vergessen, denn das Betriebssystem war darauf installiert, der Test-Rechner nach der Urlaubsrückkehr also prinzipiell hirntot. Allerdings bin ich die letzten paar Jahre davon verschont geblieben. Der plötzliche SSD-Tod ist nervig, da die Festplatte von jetzt auf gleich und ohne Vorwarnung stirbt. Bei früheren Magnetfestplatten konnte man das herannahende Übel noch an kreischigen, kratzigen Misstönen erahnen und frühzeitig eine Datensicherung einleiten. Klar, natürlich könnte man sich ein Raid-System einrichten und die Daten spiegeln, aber aus meiner Sicht lohnt das kaum. Die paar „unersetzlich wichtigen“ Daten, die ich irgendwo in Silizium gebannt habe, sind nicht wirklich unersetzlich und den Rest packe ich ab und an auf eine externe HDD. 200-GiByte-Spieleinstallationen sind mir aufgebläht genug, deren Umfang muss ich nicht auch noch verdoppeln, nur damit ich noch mehr SSDs kaufen kann, die dann wiederum kläglich verrecken können. Allerdings dreht sich der aktuelle Totentanz ja gar nicht direkt um SSDs direkt, sondern offenbar um Produktionsfehler respektive zu sparsame Lötstellen. Das wäre ein behebbarer Fehler, der auch behoben werden sollte. Es ist demnach eben keine spezifische Todessehnsucht von SDDs. (Philipp Reuther)