NVMe-SSD an Mainboard ohne UEFI betreiben - Anleitung
Gegenüber SSDs mit SATA-Schnittstelle zeichnen sich NVMe-SSDs im M.2-Format durch eine stark erhöhte Leistung aus. Während mit SATA 6 Gb/s in der Praxis bei 500 bis 550 MB/s Schluss ist, können via PCI-Express angebundene Modelle eine vielfach höhere Transferrate erzielen. Dieser Leistungsvorteil ist auch für Besitzer älterer Mainboards ohne UEFI-BIOS interessant. DasRegal zeigt im PCGHX-Forum auf, wie der Betrieb ohne UEFI gelingt.
Der Betrieb einer NVMe-SSD an einem Mainboard ohne UEFI-BIOS ist grundsätzlich möglich, sofern ein geeigneter Treiber für das Betriebssystem existiert. Schwierig ist vor allem die Nutzung der NVMe-SSD als Boot-Laufwerk um zum Beispiel die Startzeit des Betriebssystems zu minimieren. Hierfür sind nur Datenspeicher mit einem ROM-Eintrag geeignet, der die Installation im Legacy Mode beziehungsweise IDE Mode ermöglicht. Zu den geeigneten Modellen zählen die Samsung SSD 950 Pro und die Plextor M6e. DasRegal möchte testen, ob auch eine Samsung SSD 960 Evo geeignet ist und hat sich bereits ein Exemplar bestellt.
Das Community-Mitglied zeigt in seinem Thread, dass sowohl ein Sockel-1366-System mit einem X58-Mainboard - eine rund 8 Jahre alte Plattform - als auch ein Sockel-775-System mit einem Mainboard auf Basis des 2007 erschienenen P35-Chipsatzes zum Betrieb einer NVMe-SSD als Boot-Laufwerk geeignet ist. Auf dem Gulftown-System mit Core i7-970 und einem Asus Rampage III Gene ermittelt der Benchmark der Software Samsung Magician bei Nutzung einer SSD 950 Pro 256 GByte eine Leistung von bis zu 1.700 MB/s lesend und 940 MB/s schreibend. Mehr Informationen zum Thema erhalten Sie im Thread von DasRegal im PCGHX-Forum: [How to] NVMe SSD an Mainboard ohne UEFI


M.2 ist nur ein Steckplatz, die SSDs sind trotzdem PCIe-SSDs. Somit lassen sich alle M.2 SSDs auch in PCs mit PCIe-Slot betreiben (wenn BIOS/OS mitspielen), entsprechende Adapter liegen den SSDs teilweise sogar bei.