Kioxia setzt neuen Kapazitätsrekord: Erste PCI-E-5.0-NVMe-SSD mit 245,76 TByte
Speicherhersteller Kioxia setzt bei seinen PCI-E-5.0-NVMe-SSDs noch einen drauf und erhöht die Kapazität im 2,5-Zoll-Formfaktor von 122 auf 245 TByte.
Für den gewöhnlichen Endkunden ist sie weniger interessant, dafür aber für Enterprise-Kunden, die in generativen KI-Umgebungen arbeiten: Kioxia stellt die weltweit erste NVMe-SSD mit 245,76 Terabyte Speicherkapazität vor. Bereits im März dieses Jahres berichtete PCGH über die LC9-Serie des Herstellers. Damals quetschte Kioxia 122 TByte in das 2,5-Zoll-SSD-Format; jetzt hat sich die Kapazität nach Herstellerangaben verdoppelt.
Die "weltweit erste" NVMe-SSD mit 245 TByte Kapazität
Auch dieses Mal macht sich das japanische Unternehmen BiCS-3D-NAND zunutze. Dieser umfasst QLC-Chips mit 2 Terabit Kapazität in einem 32-Die-Stack, die in der Kioxia LC9 zum Einsatz kommen und über die CBA-Technologie (CMOS directly Bonded to Array) verfügen. Damit sei Kioxia in der Lage, 8 Terabyte in einem kleinen 154er-BGA-Gehäuse unterzubringen, was ebenfalls eine Branchenneuheit darstelle und zur Unterstützung der nächsten Generation KI-zentrischer Workloads erforderlich sei. Denn für das Training von Large Language Models (LLMs) ist Speicherplatz für riesige Datensätze vonnöten.
Die LC9-SSD mit 245 TByte Kapazität soll nicht nur im 2,5-Zoll-Format erhältlich sein, sondern auch im Standard-Enterprise und Rechenzentrum-Formfaktor (EDSFF) E3.L. Die kleinere Variante mit 122 TByte Kapazität ist hingegen im 2,5-Zoll- und E3.S-Format erhältlich. Kioxia stellt daneben die Vorzüge seiner SSDs gegenüber herkömmlichen HDDs heraus. So sollen sie effizienter arbeiten und mehr leisten, vor allem, da HDDs häufig den Grund für Performance-Engpässe darstellten und nicht imstande seien, teure GPUs adäquat auszulasten. Folgende Eigenschaften nennt Kioxia für die SSDs seiner LC9-Serie:
- Bis zu 245,76 Terabyte Speicherkapazität in den Formfaktoren 2,5-Zoll und E3.L
- Bis zu 122,88 Terabyte Speicherkapazität in den Formfaktoren 2,5-Zoll und E3.S
- Entwickelt nach den Spezifikationen PCI-Express 5.0 (maximal 128 Gigatransfers pro Sekunde, Gen5 single x4, dual x2), NVMe 2.0 und NVMe-MI 1.2
- Unterstützung der OCP (Open Compute Project) Datacenter NVMe SSD Specification v2.5 (erfüllt nicht alle Anforderungen)
- Unterstützung für Flexible Data Placement (FDP) zur Minimierung der Schreibverstärkung und der Verlängerung der SSD-Lebensdauer
- Sicherheitsoptionen: SIE, SED, FIPS SED
- Signaturalgorithmus CNSA 2.0, entwickelt mit Blick auf zukünftige Sicherheitsstandards des Quantencomputings.
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Quelle: Kioxia

Da der Preis nicht 1:1 mit der Kapazität steigt, dürften die Dinger min. 50.000€ kosten, aber wahrscheinlich eher mehr in Richtung 100.000€.
Wäre hie irgendwer bereit dazu?