Intel Z68: M.2-SSD via PCI-Express-Adapter betreiben? Der Leserbrief der Woche

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Intel Z68: M.2-SSD via PCI-Express-Adapter betreiben? Der Leserbrief der Woche
Quelle: MEV

Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und bei Bedarf die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass der Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der er Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.

PCGH-Leser Heiko L. nutzt eine Sandy-Bridge-CPU und möchte sich eine schnelle NVME-SSD gönnen, doch sein Z68-Mainboard bietet keinen M.2-Steckplatz. Was ist beim Griff zum PCI-Express-Adapter zu beachten?

Der Leserbrief:

"Ich möchte meinem alten System mit einem Z68-Mainboard von EVGA und dem Core i7-2600K nun endlich auch Windows 10 gönnen. Windows 7 lief bei mir auf einer 256 GByte fassenden SATA-SSD von Kingston. Dies soll erst einmal so erhalten bleiben. Ins Auge gefasst habe ich nun eine Samsung SSD 960 Evo (M.2), welche ich über eine Adapterkarte ins System integrieren muss. Zahlreiche Stolpersteine offenbarten sich mir jedoch, als ich mich in das Thema ­Adapterkarten einlesen wollte.

Die Samsung-SSD sollte natürlich bootbar sein. Ist das mit dem BIOS-UEFI-Mix des EVGA-Boards überhaupt möglich? Außerdem sollte so ziemlich das Maximum der SSD durch den Adapter herausgeholt werden können. Ansonsten könnte ich auch zu einem langsameren, aber günstigeren Produkt greifen. Habt ihr von der PCGH-Redaktion ein paar Empfehlungen, welche meinen Kriterien entsprechen? Wäre das nicht mal ein Thema für einen Test inklusive Praxiswissen (Hürden beim Einbau, wie viel langsamer wird die SSD durch PCI-­Express 2.0, Kompatibilität, etc.)?"

Die Antwort von Torsten Vogel (Fachbereich Mainboards):

"Auch ohne den genauen Mainboard-Typ zu kennen, muss ich zwei von drei Fragen verneinen:
- Um von einer M.2-NVME-SSD zu booten, braucht man ein UEFI mit NVME-Unterstützung. EVGA hat die letzten Updates im März 2013 herausgebracht, ein Jahr vor den ersten PCI-Express-Laufwerken für Endkunden. Für einige Mainboards aus dieser Generation gibt es modifizierte UEFI-Dateien respektive entsprechende Anleitungen, um den NVME-Code aus Nachfolgemodellen einzufügen. Sonst sind sehr alte M.2-SSDs mit AHCI-Protokoll oder eigenem Option-ROM, die wie ein SATA-Laufwerk respektive als externer SATA-Controller erkannt werden, die einzige Option.
- Eine 960 Evo erreicht bis zu 3 GB/s, kann auf einer PCI-Express-2.0-Plattform (theoretisches Limit ×4: 2 GB/s) also nicht voll ausgefahren werden. Sie wäre aber noch deutlich schneller als eine SATA-3-SSD (550-570 MB/s) und in der Praxis sind die Unterschiede ohnehin selten spürbar - was natürlich kein Kaufargument für eine teurere M.2-SSD sein kann.
- Adapterkarten funktionieren nach unserer Erfahrung problemlos und herstellerübergreifend auf allen getesteten Mainboards und mit allen getesteten SSDs. Leistungsdefizite wurden bislang nicht beobachtet und ungeachtet der Boot-Problematik lassen sich die Laufwerke mit passendem Treiber unter Windows als Datenspeicher ansprechen. Bedingung für den Einsatz ist aber ein passender Steckplatz, der sich möglichst keine Ressourcen mit der GPU-Anbindung teilen sollte. Beim EVGA Z68 FTW und SLI Micro ist genau das der Fall, beim Z68 SLI (ATX) konnte ich es anhand des noch online verfügbaren Materials nicht zweifelsfrei herausfinden."

Leserbriefe können Sie an leserpost@pcgameshardware.de senden. Der Leserbrief der Woche gibt nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen.

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Mazrim_Taim
        Ist was dran; auch wenn man sich fragt warum man heutzutage noch was Packen sollte.
        Um Dateien per Mail zu versenden, ist packen als 7z schon sinnvoll. Ansonsten tut man auch recht viele Downloads entpacken, wobei da immer noch oft rar verwendet wird.
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Mazrim_Taim
        Ist was dran; auch wenn man sich fragt warum man heutzutage noch was Packen sollte.
        Um Dateien per Mail zu versenden, ist packen als 7z schon sinnvoll. Ansonsten tut man auch recht viele Downloads entpacken, wobei da immer noch oft rar verwendet wird.
      • Von Flambard Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Einfach mal beim Hersteller anfragen, häufig haben die eine beta-BIOS-Version (uefi) im Angebot.

        Mir hat man so für das AsRock Z77 Pro3 die nicht online geführte Version 2.10i zukommen lassen. Mit uneingeschränktem NVMe-Support.
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von Mazrim_Taim
        Ist was dran; auch wenn man sich fragt warum man heutzutage noch was Packen sollte.
        Weil auch 14 TB Platten noch nicht verschenkt werden. Warum sollte ich da auf dem NAS TB an Platz verschenken, wenn sich viele Daten hervorragend komprimieren lassen?

        Zitat von Mazrim_Taim
        Das einzige Argument wäre noch die Lautstärke wobei es da auch die Hybrid HDD gibt die günstiger, mehr Kapazität und ähnlich gefühlte gute Resultate liefern.
        HDD im PC, nie wieder, da will ich meine Ruhe haben und nicht aus alte, mechanische Laufwerke zurückgreifen müssen. Ich bin heilfroh, dass ich mein NAS mittleriwelse auslagern konnte.

        Kleine Datenmenge bis 12 GB, die ich nur temporär bearbeiten muss, laufen bei mir mittlerweile fast nur noch über die RAM-Disk.

        Zitat von bootzeit
        Mit anderen Worten lass es lieber bei dem alten Brett.
        Im Bezug auf die Bootplatte ja, im Bezug auf die Datenplatte würde ich meinem i7-2600K eine 4. SSD als NVME (mit PCIe Adapter) spendieren, wenn das Board einem PCIe 2.0 4x Slot hätte. Der Unterschied wäre bei mir sofort spürbar, da muss ich mir nur die Unterschiede mit identischen VMs oder den Compilezeiten mit identischen (größeren) Projekten zwischen meiner SATA SSD und dem HP ZDrive G2 in der Firma ansehen. Das sit locker Faktor 2-3, egal ob mein Compilieren oder beim Einspielen von ein paar GB an Datenbank-Backup, obwohl das ZDrive auch nur langsame 100k IOPs beim schreiben hat.
      • Von Mephisto_xD BIOS-Overclocker(in)
        Auch wenn sich eine NVME SSD in der Regel für Enduser nicht lohnt:

        Hier habe ich beschrieben, wie man ein Sandy/Ivy Bridge Mainboard fürs Booten von einer NVME SSD fitmacht (Eigenwerbung, jaja ).

        Mit dieser Methode bootet meine Windowsinstallation seit etwas mehr als einem Jahr problemlos von einer Intel 750 SSD in Verbindung mit einem Z77-Mainboard.
      • Von GT200b Freizeitschrauber(in)
        der Aufwand lohnt sich nicht. Herrlich dass die aktuelle AMD Plattform NVMe SSD's im vollen Umfang unterstützt. Anderseits lohnt sich eine M.2 NVMe SSD nur bei einer Neuanschaffung wenn diese als Systempartition dienen sollte. Genug Platz für Programme, iTunes+Backup vom Iphone und Ipad...
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