Intel Optane 905P: Keine Oberklasse-SSDs ab Ende Januar mehr

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Intel Optane-SSD 900P
Quelle: Intel

Wie Hersteller Intel bekanntgegeben hat, soll es für die Highend-SSDs Optane 900P und 905P keine Nachfolger mehr geben. Die Nachfolge tritt der Optane Memory H20 an.

Die Optane-SSD 900P war die erste echte 3D-XPoint-SSD, die auch für Verbraucher erhältlich war. So sollen sich mit dieser Technik die Latenzen beim Zugriff verkürzen. Die Highend-SSDs der Baureihe Optane 900P und 905P stellt Hersteller Intel Ende Januar ein. Einen direkten Nachfolger wird es für Konsumenten nicht geben. Vielmehr konzentriert sich Intel auf ein anders Marktsegment mit dem neuen Optane Memory H20. Hierbei handelt es sich lediglich um Cache-SSDs, etwa mit nur 32 Gigabyte Speicher. So sollen sich - im Zusammenspiel mit anderen SSDs oder Festplatten - die Zugriffszeiten verbessern. Die M.2-Module lassen sich auf Mainboards montieren, die das Siegel "Optane Ready" tragen.

Cache-SSD Intel Optane Memory H20 als Nachfolger

Mit Intel Optane Memory wird das Boot-Laufwerk des PCs beschleunigt. Die Cache-SSD wird mittels Seriennummer des Bootlaufwerks bei der Software-Installation an das jeweilige Boot-Laufwerk mit dem installierten Betriebssystem gebunden. Die Idee dahinter ist es, stromsparende PCs zu ermöglichen, die zudem geringe Latenzen aufweisen.

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Hintergrund der Einstellung der High-End-SSDs ist die Einführung der zweiten Generation von 3D XPoint, die es etwa bei der Oberklasse-SSD Optane P5800X geben wird, die aber ausschließlich für Enterprise-Kunden verfügbar ist. Für Endkunden hingegen wird es ab dem zweiten Quartal 2021 nur noch die Cache-SSDs Intel Optane Memory H20 geben, um beispielsweise SSDs zu beschleunigen.

Ebenfalls lesenswert: [PLUS] HDD und SSD (SATA / PCI-E): Praktische Auswirkungen in brandneuen Spielen

Sammlung zur Einstellung von High-End-SSDs der Baureihe Optane 905P:

  • Wie Intel bekanntgegeben hat, wird bis Ende Januar 2021 der Verkauf der High-End-SSDs Optane 900P und 905P eingestellt. Hintergrund ist die zweite Generation von 3D XPoint, die etwa in der High-End-SSD Optane P5800X eingebaut ist.
  • Die Intel Optane P5800X wird es aber ausschließlich für Enterprise-Nutzer geben, aber nicht für Kunden.
  • Vielmehr soll es Cache-SSDs mit nur 32 Gigabyte Speicher wie etwa die Intel Optane Memory H20 für Kunden zu kaufen geben. Der kleine Zwischenspeicher soll die Latenzen im Zusammenspiel mit SSDs verringern.
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Quelle: Intel

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Dunkeltier Schraubenverwechsler(in)
        Ich habe meine zu diesen Preisen bei eBay bekommen. Neu von einen chinesischen Händler. Kannst denen häufig auch einen Preisvorschlag senden...
      • Von Dunkeltier Schraubenverwechsler(in)
        Ich habe meine zu diesen Preisen bei eBay bekommen. Neu von einen chinesischen Händler. Kannst denen häufig auch einen Preisvorschlag senden...
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        2 GB pro Euro sind immer noch alles andere als "supergünstig", aber wo hast du diese Preise überhaupt gesehen? Im Preisvergleich steht 905-U.2 nicht mehr drin, aber die HHHL liegt bei viereinhalb Riesen. Tatsächlich sind die 5800er mittlerweile die am wenigsten überteuertsten Angebote.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        (Kleinkram, der Xpoint nur als Cache neben Flash nutzt, wurde über die Größe ausgefiltert.)
      • Von Dunkeltier Schraubenverwechsler(in)
        Die Intel Optanes gibt es ja derzeit im Abverkauf supergünstig. Und in den entscheidenden Disziplinen wie Zugriffszeit, RND4K 1Q1T, IOPS dauerhaft halten und gemischter Workload sehen normale NVM-SSDs ja weiterhin kein Land. Außer im nichtssagenden sequenziellen Lesen/Schreiben, was mit dem Alltags-Einsatz aber null zu tun hat. Habe mir jedenfalls eine Intel Optane 905P 380GB M.2 (400 Euro) sowie eine Intel Optane 905P 1.5TB U.2 (800 Euro) zugelegt und werde die morgen verbauen.

        Jedenfalls schade, das die Technik eingestellt wurde und die neuere (und zuletzt erschienene) 3.2TB Intel Optane 5810X U.2 satte 7.2k Euro kostet...
      • Von DragonX1979 Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Caches sind beim ersten Zugriff wirkungslos. Aber Seagate hat damals sehr erfolgreich in der ersten SSHD-Generation kleine Dateien möglichst dauerhaft im schnelleren Speicher abgelegt. Leider wurde das System vor der Einführung von 3,5-Zoll-Modellen gegen ein primitiveres getauscht, aber und für sich ist es genial. Sobald die Datenmenge so groß ist, dass ohne 1-2 Millisekunden (damals: 10-20 ms) für die Übertragung benötigt werden, fallen die Latenzunterschiede zwischen Flash und Xpoint kaum noch ins Gewicht und Massendurchsatz ist für trägen Flash kein Problem. Die latenz-kritischen Dateien mit wenigen MB oder gar nur KB kann man dagegen in sehr großer Zahl in einem kleinen Speicher ablegen, da macht schon 1 Prozent der Gesamtlaufwerksgröße einen großen Unterschied. Aber noch habe ich nicht gehört, dass Intel an so etwas arbeitet. Bislang war von normalem Caching die Rede und das beachtet normalerweise nur, worauf zuletzt zugegriffen wurde, aber nicht ob die Zugriffszeit dabei relevant war. So ist wertvolle Kleinkram nach einem einzigen großen Dateizugriff wieder aus dem Cache gespült.
        Eben, solange Betriebssysteme derartige Vorteile nicht konsequent nutzen um OS und Software zu beschleunigen verpuffen fast sämtliche Vorteile der Technik in solchen Hybrid Szenarios - zusätzlich zu denen die ohnehin nur eine reine Xpoint Lösung bieten würde.

        Ich Persönlich kann mich auch bisher nicht über Xpoint in SSD-Form beschweren. Abgesehen form Newly-adopter Preis der immer noch anfällt, bügeln die Flinken Dinger im Grunde alle Nachteile von herkömmlichen SSD's und HDD's aus. Hohe lebensdauer der Zellen, hohe Geschwindigkeit ohne (Flüchtigen!) Cachespeicher. Kein Bedarf für externe "Optimirungs Eingriffe" via SW oder OS. Weitesgehend Schockresistent wie SSD's und die Data Retention Time dürfte wohl auch höher ausfallen als bei Flash SSD's. Ob man an HDD's mittlerweile ran kommt ist fraglich, da findet man ohnehin nicht sehr viel Infomaterial das Praxis relevant wäre...

        Einziger "Nachteil" den ich sehe ist zur Zeit scheinbar noch der höhere Energiebedarf der Technik.

        Ob die niedrigen Zugriffszeiten in Real World Szenarien nun Vorteile bringen oder nicht kann man sicher diskutieren, aber hier ist dann auch irgendwann das gesamte Speichersystem gefragt, inklusive des Dateimanagements des OS. Bei derartigen SSD's fällt doch schon ein großer Teil der Transfer-Gesamtzeit auf diverse Wartezeiten z.B. für die Berechnung ab, insb. beim Transfer vieler kleiner Dateien... Was wohl der Hauptgrund sein dürfte warum Endkunden beim Wechsel von SSD's zu Xpoint keine gravierende Änderung wahrnehmen werden... Da sind Techniken wie z.B. RDMA im Falle von Netzwerktransfers schon gute Ansätze aber eben auch keine Zauberlösung...

        Aber ich glaube nicht, dass sich Intel mit diesem "Rückschritt" auf herkömmliche Consumer SSD-Formate zu verzichten, wirklich einen Gefallen tut... Preis hin oder her.
      • Von DAU_0815
        Zitat von Mephisto_xD
        Optane war auf dem Desktop ja nur als Cache für eine Festplatte wirklich sinnvoll
        Vor Optane ging das mit jeder SSD, seit Optane muss es ja eine der teuren Spielzeuge sein. Früher hat das mit Intel RST ziemlich gut funktioniert, um alte kleine SSDs zusammen mit HDDs zu recht flotten Laufwerken zu verbinden. Egal, SSDs sind so billig geworden, dass es nur noch für wenige Anwendungen lohnt.
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