Intel SSD 760p: QLC-Flash soll haltbarer werden

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Intel SSD 760p (1)
Quelle: Intel

Intel stellt mit der SSD 670p die erste Consumer-SSD mit 144 lagigen QLC-NAND vor, welcher die Laufwerke günstiger machen soll. Ein verbesserter SLC-Cache soll zudem die Haltbarkeit der neuen Flash-Generation verbessern. Außerdem hat Intel die Hybrid-Lösung aus QLC-NAND und 3D-Crosspoint-Cache namens Optane H20 vorgestellt, welche die H10 beerben soll.

Intel SSD 670p: M.2-Modelle mit 144 Lagen an QLC NAND
Die Intel SSD 670p soll die Vorgänger 660p und 665p beerben. Nun hat Intel noch keine vorständigen Produktdaten genannt, jedoch spielen SSD mit QLC-Flash ohnehin in einer Liga, die sich im Preis definiert und nicht in der Leistung. Wie auch die Vorgänger ist die 670p mit vier Lanes per PCI-E 3.0 angebunden. Der Vorgänger 665p wird im sequenziellen Lesen mit maximal 2.000 MB/s angegeben. Doch selbst wenn der Nachfolger 670p hier eine höhere Spitzengeschwindigkeit erreicht, dürfte sie für die Praxis ohnehin irrelevant sein. Daher ist es von Intel nur konsequent, den eigentlichen Vorteil der neuen Generation zu nennen: Der SLC-Cache schrumpft mit zunehmendem Füllstand weniger, was der Haltbarkeit der Speicherzellen zuträglich ist.

Während die SSD 665p lediglich in Kapazitäten von 1 TiB und 2 TiB erhältlich ist, soll es von der 670p auch eine 512-GiB-Variante geben. Das neue Modell soll im ersten Quartal 2021 auf den Markt kommen.

Intel SSD 760p (5) Quelle: Intel Intel SSD 760p (6) Quelle: Intel

Intel Optane H20: Neuauflage des Hybridspeichers aus 3D XPoint und QLC
Der 3D-XPoint-Speicher, welchen Intel unter dem Namen Optane vermarktet, kommt bislang nur in teuren Enterprise-SSDs zum Einsatz. In Produkten für den Endverbrauchermarkt findet er nur noch Cache Verwendung, wie etwa in der Hybridlösung Optane H10, welche Intel nun als H20 neu auflegt. Dort sollen 32 GiB 3D XPoint an Zwischenspeicher den 512 GiB oder 1 TiB großen QLC-Flash beschleunigen. Beide Speichertypen sitzen zusammen mit dem Controller auf einem M.2-Riegel und sind wie herkömmliche NVME-SSDs mit vier Lanes per PCI Express 3.0 angebunden.

Herkömmliche NVME-SSDs bohren ihre Leistung per Pseudo-SLC-Cache statt extra schnellerem 3D XPoint auf. Diese sind vergleichsweise günstiger, weswegen das Konzept der Optane H10 bislang noch nicht so recht zündete. Zu Preisen und Leistung des Nachfolgers Optane H20 machte Intel bislang noch keine Angaben. Sie soll im zweiten Quartal 2021 erscheinen.

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    • Kommentare (27)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von Olstyle
        Ist dann halt auch die Frage was genau man bewerten will. Die SSD als Gesamtkonstrukt oder sie Flash-Zelle?
        Ich fand es bei CDs/DVDs durchaus sehr hilfreich schon vor einem Datenverlust (bzw. direkt nach dem Brennen) zu wissen, ob die Rohlinge nur Dank Fehlerkorrektur und gutem Laufwerk nutzbar waren oder die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlustes eher geringer einzuschätzen ist.

        Für so einen Test mit SSD müsste man die Unterstützung der Hersteller und eine entsprechende Firmware haben.

        Zitat von Pu244
        Irgendwann wird es nichts anderes geben. Die 980 Pro verfügt ja auch nur über TLC Flash, der, bei der Einführung den Ruf hatte, absolut grottig zu sein.
        Gerade die 980 Pro ist für mich ein völlig nuztloses Produkt. Nicht auf Grund des TLC Speichers, sondern auf Grund der max 1TB (gibt es TR Boards mit 4-5 M.2 Slots, dass man so verschwenderisch damit umgehen kann?). Und mit ihren 600 TBW ist sie auch nicht gerade dafür ausgelegt, in einer Workstation genutzt zu weden, die geringe Datenmengen ständig neu schreibt.

        Wenn die Hersteller für solche Aufgaben eine größere SSD aus entsprechend vielen QLC Chips mit passendem Cache und zugesicherter TBW bauen, dürfte das wieder irrelevant sein. Server-SSDs sind ja auch nicht für stromlose Lagerbarkeit ausgelegt.

        Ich hatte mir schon Anfang 2019 bewusst die 2TB Variante der 660p gekauft, weil mir alle 1TB Varianten (auch die Crucial P1) im Extremfall viel zu langsam waren. Wie das bei der 760p aussehen wird, weiss noch keiner.

        Zitat von Pu244
        Zusätzlich kommt da auch noch eben die psychologische Komponente hinzu und die ist eigentlich noch wichtiger.
        Nachdem ich keine hochkritischen Daten ohne Sicherung nutze, wird meine private HW grundsätzlich verwendet, bis sie entweder defekt, zu langsam oder zu klein ist. Ich traue dem 7 Jahre alten MLC-Speicher meiner Crucial m500 genauso wie dem QLC-Speicher der Intel 660p oder dem Flash auf diversen CF- bzw. SDXC-Karten aus 2008.

        Wenn ich die m500 und die 660p in 30 Jahren noch selber "sinnvoll" nutzen kann, bin aus ganz anderen Gründen sehr glücklich.

        Aber Du hast natürlich Recht: wer einer Technologie nicht traut wird sie niemals freiwillig nutzen. Nachdem es heute noch MCL SSDs gibt, wird auch TLC nicht so schnell aussterben und man muss nur bereit sein, dafür entsprechend zu zahlen.
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von Olstyle
        Ist dann halt auch die Frage was genau man bewerten will. Die SSD als Gesamtkonstrukt oder sie Flash-Zelle?
        Ich fand es bei CDs/DVDs durchaus sehr hilfreich schon vor einem Datenverlust (bzw. direkt nach dem Brennen) zu wissen, ob die Rohlinge nur Dank Fehlerkorrektur und gutem Laufwerk nutzbar waren oder die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlustes eher geringer einzuschätzen ist.

        Für so einen Test mit SSD müsste man die Unterstützung der Hersteller und eine entsprechende Firmware haben.

        Zitat von Pu244
        Irgendwann wird es nichts anderes geben. Die 980 Pro verfügt ja auch nur über TLC Flash, der, bei der Einführung den Ruf hatte, absolut grottig zu sein.
        Gerade die 980 Pro ist für mich ein völlig nuztloses Produkt. Nicht auf Grund des TLC Speichers, sondern auf Grund der max 1TB (gibt es TR Boards mit 4-5 M.2 Slots, dass man so verschwenderisch damit umgehen kann?). Und mit ihren 600 TBW ist sie auch nicht gerade dafür ausgelegt, in einer Workstation genutzt zu weden, die geringe Datenmengen ständig neu schreibt.

        Wenn die Hersteller für solche Aufgaben eine größere SSD aus entsprechend vielen QLC Chips mit passendem Cache und zugesicherter TBW bauen, dürfte das wieder irrelevant sein. Server-SSDs sind ja auch nicht für stromlose Lagerbarkeit ausgelegt.

        Ich hatte mir schon Anfang 2019 bewusst die 2TB Variante der 660p gekauft, weil mir alle 1TB Varianten (auch die Crucial P1) im Extremfall viel zu langsam waren. Wie das bei der 760p aussehen wird, weiss noch keiner.

        Zitat von Pu244
        Zusätzlich kommt da auch noch eben die psychologische Komponente hinzu und die ist eigentlich noch wichtiger.
        Nachdem ich keine hochkritischen Daten ohne Sicherung nutze, wird meine private HW grundsätzlich verwendet, bis sie entweder defekt, zu langsam oder zu klein ist. Ich traue dem 7 Jahre alten MLC-Speicher meiner Crucial m500 genauso wie dem QLC-Speicher der Intel 660p oder dem Flash auf diversen CF- bzw. SDXC-Karten aus 2008.

        Wenn ich die m500 und die 660p in 30 Jahren noch selber "sinnvoll" nutzen kann, bin aus ganz anderen Gründen sehr glücklich.

        Aber Du hast natürlich Recht: wer einer Technologie nicht traut wird sie niemals freiwillig nutzen. Nachdem es heute noch MCL SSDs gibt, wird auch TLC nicht so schnell aussterben und man muss nur bereit sein, dafür entsprechend zu zahlen.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von fotoman
        Wer seine SSD als Swap-Speicher oder den produktiven DB-Server nutzt wird sich wohl keine QLC-SSD kaufen.
        Irgendwann wird es nichts anderes geben. Die 980 Pro verfügt ja auch nur über TLC Flash, der, bei der Einführung den Ruf hatte, absolut grottig zu sein. Heute ist das High End, wenn man nicht 1000€ pro TB für Intel Optane hinzulegen. Irgendwann wird QLC dann das neue High End sein, aber damit muß man sich wohl erst mit der Samsung 1040 Pro (oder wie auch immer die SSDs in 6 Generationen heißen werden) auseinandersetzen.

        Zitat von fotoman
        Aber selbst damit würde eine Intel 660p noch 400 Monate halten, also gut 33 Jahre. Was will ich in 30 Jahren noch mit einer so lahmen und kleinen SSD?

        Die Haltbarkeit wird weiter sinken, irgendwann ist eben die Grenze erreicht, an der es unterhalb von Akzeptabel ist. Zusätzlich kommt da auch noch eben die psychologische Komponente hinzu und die ist eigentlich noch wichtiger. Wir Menschen sind eben keine Maschinen, die von der Logik gesteuert werden.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Olstyle
        Wenn man z.B. regelmäßig einen Lesezugriff testet
        Das funktioniert sowieso nicht. Du musst für jeden Zeitraum eine eigene SSD haben die stromlos so lange wartet bis die Wartezeit verstrichen ist.
        Jede moderne (bessere) SSD die mit Energie versorgt wird beginnt ganz automatisch damit, ihren Speicher aufzufrischen. Den Klogriff von Samsung damals machen die Hersteller sicher nicht nochmal^^
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Ist dann halt auch die Frage was genau man bewerten will. Die SSD als Gesamtkonstrukt oder sie Flash-Zelle?
        Erstere könnte man ohne Unterstützung testen, letztere eher nicht. Wobei bei ersterem halt auch die Frage ist was dann für failsafes drin sind. Wenn man z.B. regelmäßig einen Lesezugriff testet gewinnt die SSD die in dem Moment refreshs macht, das hilft aber garnichts wenn der Nutzer sie dann für die angeblich mögliche Lagerzeit komplett wegschließt.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von fotoman
        Mir ist jedenfalls kein Weg bekannt, mit dem ich feststellen kann, ob die SSD mir die Daten mit oder ohne interne Fehlerkorrektur liefert.
        Naja, man müsste halt so lange warten bis das Auslesen durch eine hart geforderte Fehlerkorrektur sehr langsam wird (wenn ne SSD auf einmal nur noch mit gefühlten 2 MB/s liest weißte Bescheid... so gesehen bei der 840EVO damals) oder die Daten schlichtweg korrupt sind und die Fehlerkorrektur machtlos.

        Das ist zugegeben sehr soft, du hast schon Recht dass mans ohne den Hersteller nicht wirklich exakt darstellen kann.
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