SSDs: Forscher finden große Lücken in der Hardware-Verschlüsselung

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Forscher haben Sicherheitslücken bei der SSD-Verschlüsselung gefunden.
Quelle: PCGH

Solid-State-Laufwerke, die Daten per Hardware verschlüsselt abspeichern, sind laut den Untersuchungen niederländischer Forscher nicht so sicher wie gedacht. Bei mehreren Modellen ist es möglich, die Verschlüsselung ohne Passwort oder Key komplett zu umgehen und die Daten auf dem Laufwerk wiederherzustellen.

Forscher der niederländischen Universität Radboud haben sich aktuelle SSD -Modelle von Crucial und Samsung angesehen und festgestellt, dass es bei mehreren Laufwerken einfach möglich ist, ohne das eigentlich notwendige Passwort verschlüsselte Daten wiederherzustellen. Die Forscher haben dazu die Firmware der Laufwerke genau analysiert und dabei über die Hersteller hinweg "Muster kritischer Probleme" festgestellt.

SSDs: Einfache Aushebelung der Passwort-Prüfung

Der extremste Fall war, dass das Master-Passwort eines Laufwerks tatsächlich leer war und es für den Zugriff auf die Daten ausreichte, ein einziges Bit im Speicher der SSD umzustellen. Bei einem anderen Laufwerk war es möglich, die Prüfung des Passworts auszuhebeln, sodass jedes beliebige Passwort für eine Entschlüsselung akzeptiert wurde.

Wie die Forscher darüber hinaus festgestellt haben, vertraut die Sicherheitsfunktion Bitlocker unter Windows den Laufwerken und deren Hardware-Verschlüsselung komplett. Da diese jedoch oft fehlerhaft ist, ist in solchen Fällen auch Bitlocker kein Schutz mehr. Daher empfehlen die Forscher, sich nicht nur auf Hardware-Verschlüsselung zu verlassen.

Von den gefundenen Problemen sind die Laufwerke der Serien Crucial MX100, MX200 und MX300, die externen USB-SSDs T3 und T5 von Samsung sowie die Serien 840 Evo und 850 Evo betroffen. Die Forscher gehen aber davon aus, dass viele andere Modelle ebenfalls unsicher sind. Die Hersteller wurden schon im April über die Sicherheitslücken informiert.

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Die Forscher kritisieren auch, dass bei den SSDs oft proprietäre Verschlüsselungsmethoden verwendet werden, die sich in der Praxis als schwächer herausstellen als Open-Source-Verschlüsselung. Samsung rät inzwischen selbst dazu, Daten durch kostenlose Verschlüsselungssoftware abzusichern, während Micron als Mutterunternehmen von Crucial laut Techcrunch wohl an einer Fehlerbehebung arbeitet.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von KI_Kong Freizeitschrauber(in)
        AW: SSDs: Forscher finden große Lücken in der Hardware-Verschlüsselung

        Zitat von Captain-S
        Also für sensible Daten vertraue ich auf Steganos-Safe,
        das scheint noch nie geknackt worden zu sein.
        Zumindest werben sie damit.
        Die letzte Version von TrueCrypt gilt ebenfalls immer noch als sicher.
        Audit abgeschlossen: TrueCrypt 7.1 weitgehend sicher |
        heise Security

        Auf UEFI OS-Verschlüsselung muß man halt verzichten.
      • Von KI_Kong Freizeitschrauber(in)
        AW: SSDs: Forscher finden große Lücken in der Hardware-Verschlüsselung

        Zitat von Captain-S
        Also für sensible Daten vertraue ich auf Steganos-Safe,
        das scheint noch nie geknackt worden zu sein.
        Zumindest werben sie damit.
        Die letzte Version von TrueCrypt gilt ebenfalls immer noch als sicher.
        Audit abgeschlossen: TrueCrypt 7.1 weitgehend sicher |
        heise Security

        Auf UEFI OS-Verschlüsselung muß man halt verzichten.
      • Von Arkintosz
        AW: SSDs: Forscher finden große Lücken in der Hardware-Verschlüsselung

        Bei vielen Linux-Distributionen ist das Software-Verschlüsseln per Open-Source-Lösung eine Standardfrage während der Installation. Da ist man nicht auf die nicht-nachprüfbaren Versprechungen von irgendwelchen Anbietern im Hinblick auf ihre proprietäre Firmware angewiesen.
      • Von Killer-Instinct
        AW: SSDs: Forscher finden große Lücken in der Hardware-Verschlüsselung

        Zitat von Gamer090
        Wer wirklich sicher ssein will lagert wichtige Daten am besten auf einer externen Festplatte die nur bei Bedarf eingesteckt wird,das Risiko ist dadurch geringer.
        Es gibt den Temp- Ordner. Wenn man versiert genug ist, kann man die zwischengespeicherten Dateien rekonstruieren. Ausserdem schuetzt das nicht die Daten vor unbefugten Personen vor Ort. Die Verschluesselung hat schon ihren Zweck.
        Ich habe eine verschluesselte Linux- SSD, die ueber einen USB3-Adapter angeschlossen wird. Da ist das Laufwerk verschluesselt und die Temp - Dateien gleich mit.
      • Von Gamer090 Lötkolbengott/-göttin
        AW: SSDs: Forscher finden große Lücken in der Hardware-Verschlüsselung

        Wer wirklich sicher ssein will lagert wichtige Daten am besten auf einer externen Festplatte die nur bei Bedarf eingesteckt wird,das Risiko ist dadurch geringer.
      • Von Inzersdorfer
        AW: SSDs: Forscher finden große Lücken in der Hardware-Verschlüsselung

        Wens interessiert,hier das (englische) pdf:
        https://www.ru.nl/publish...
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