Portsmash: Neue Hyper-Threading-Sicherheitslücke in Intel-CPUs gefunden
Sicherheitsforscher haben eine neue Sicherheitslücke in Intel-Prozessoren entdeckt, die einen Side-Channel-Angriff ermöglicht. Die "Portsmash" genannte Lücke betrifft Prozessoren, die Simultaneous Multithreading (SMT) beziehungsweise Hyper-Threading verwenden und nutzt nicht den Speicher oder Cache, sondern direkt die Tatsache, dass zwei Threads in einem Kern ausgeführt werden.
Laut den Forschern der Universitäten in Tampere (Finnland) und Havanna (Kuba) sollten von Portsmash alle Prozessoren betroffen sein, die es erlauben, dass die Execution Engine eines Kerns mehrere Threads gleichzeitig verarbeitet. Ein bösartiger Prozess, der sich unter den verarbeiteten Threads eines Kerns befindet, könnte kleine Datenmengen eines anderen Threads leaken und so im Laufe der Zeit einem Angreifer ermöglichen, dessen Daten zu rekonstruieren.
Portsmash: Auf Intel-CPUs gefunden, bei AMD vermutet
Dabei wird nicht das Speicher-Subsystem oder der Cache verwendet, die bei anderen Side-Channel-Angriffen eine Rolle spielen. Die Datenleaks sind rein dadurch möglich, dass eine Execution Engine bei Multithreading mehrere Prozesse parallel bearbeitet.
Eine genaue Beschreibung der Sicherheitslücke für Experten soll im Cryptology ePrint Archive veröffentlicht werden, während das Team auch schon einen Proof-of-Concept-Code bei GitHub veröffentlicht hat, der mit Intel-Prozessoren aus den Serien Skylake und Kaby Lake funktioniert.
Der Beispielcode ist in der Lage, einen Private Key für OpenSSL von einem TLS-Server zu stehlen, kann aber laut ZDNet auch für Angriffe auf andere Daten angepasst werden. Intel wurde am 1. Oktober 2018 über Portsmash informiert und hat inzwischen einen Patch entwickelt, sodass die Forscher nun an die Öffentlichkeit gehen konnten.
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Die Forscher haben zwar keine AMD-Prozessoren getestet, gehen aber sehr stark davon aus, dass vor allem auch Ryzen-CPUs aufgrund von SMT anfällig sind. Das müssten aber zukünftige Arbeiten noch zeigen. Für die Forscher schließen sich Sicherheit und SMT aber grundsätzlich aus.

Aber wenn wir ehrlich sind, ist es kompletter Schwachsinn, zu erwarten, dass Software die Hardwarelücken fixt.
Das wird zwar zwangsweise gemacht, erhöht aber die Gefahr, dass es bei neuen Versionen vergessen wird oder einem absichtlich ein Patch untergejubelt wird, der die Lücke erneut offenlegt.
Man könnte bei der ganzen Verharmlosung gegenüber Privaten Endnutzern das Gefühl bekommen, dass das Absicht ist. Gerade deshalb bin ich für jede Auklärung über kaputte Hardware umso dankbarer und jeder Chip-Nutzer sollte über die neue Sicherheitsforschung ebenso dankbar sein.
Ich habe bereits überall SMT/HT deaktiviert. Natürlich tut es auf einem Intel-Laptop mit wenigen Kernen richtig weh. Aber das ist der der besondere Antrieb für mehr Kerne, bis SMT tatsächlich irgendwann sicher funktioniert.
An der Stelle kann man aber eigentlich hauptsächlich der Software die Schuld geben. Sicherheitskritische Libraries sollten gegen solche Side-Channel-Angriffe immun sein.
oss-sec: CVE-2018-5407: new side-channel vulnerability on SMT/Hyper-Threading architectures
Kernpunkt ist:
Und bevor hier wieder überreagiert wird: Solange euer Rechner nicht eine virtuelle Maschine ist, deren Host ihr euch mit anderen teilt, ist das Risiko, wenn überhaupt vorhanden, verschwindend gering und vor allem um Größenordnungen niedriger als das Risiko durch andere Gefahrenquellen.
Und wer in einer Cloudumgebung deswegen und jetzt erst anfängt um seine Daten zu bangen, dem ist meiner Meinung nach eh nicht mehr zu helfen.
Bin jetzt, im allgemeinen, von einem Spieler ausgegangen und nicht nur von 8 Kernern. Es gibt auch 2, 4 und 6 Kerner mit HT. Wenn ich so viel Power nicht bräuchte würde ich lieber (im allgemeinen) aus 8+HT einen 6+HT machen. Bzw. wenn es der verwendungszweck benötigt ein paar Kerne deaktivieren und beim Takt etwas hochschrauben.
Auch habe ich den Eindruck, mit SMT off wären meineFrametimes besser. Kann ja auch Einbildung sein
So wie es jetzt läuft, bin ich sehr zufrieden.
Gruß T.
Außerdem bin ich so ein "Sweetspot-Junkie"
AMD gab es nicht als 8-Kerner ohne SMT und die Intel 8-Kerner sind mir schlicht zu teuer.
Gruß T.
Bin jetzt, im allgemeinen, von einem Spieler ausgegangen und nicht nur von 8 Kernern. Es gibt auch 2, 4 und 6 Kerner mit HT. Wenn ich so viel Power nicht bräuchte würde ich lieber (im allgemeinen) aus 8+HT einen 6+HT machen. Bzw. wenn es der verwendungszweck benötigt ein paar Kerne deaktivieren und beim Takt etwas hochschrauben.