Crucial MX300 mit Microns 3D-NAND angekündigt
Crucial hat die MX300 angekündigt, in der der seit Februar produziertes 3D NAND-Flash von Micron steckt. Das soll vor allem eine Kostenreduktion und größere Kapazitäten bringen. Teuer scheint die MX300 jedenfalls nicht zu werden, bietet aber auch nur TLC-Speicher.
Nachdem Plextor jüngst eine neue Reihe TLC-SSDs angekündigt hat, folgt nun Crucial. Bei der MX300 kommt 3D-NAND von Micron zum Einsatz - Crucial ist die Handelsmarke des Speicherspezialisten. Mit offiziellen Informationen zur MX 300 hielt sich Crucial aber bedauerlicherweise zurück, weshalb man nun darauf vertrauen muss, dass die durchgesickerten Informationen stimmen.
Demnach soll die MX300 in Kapazitäten zu 275, 525, 750 und 1.050 Gigabyte auf den Markt kommen. Die Verfügbarkeit wird mit dem 19. Juli angegeben. Bis zum 16 August soll noch ein Modell mit 2 Terabyte folgen. Die Modelle sind als klassische 2,5-Zoll-SATA-SSD ausgeführt. Es wird aber auch M.2.-Modelle geben, die Mitte August starten und Kapazitäten von 525 und 1.050 Gigabyte bieten sollen.
Quelle: Micron
Detailaufnahme eines 3D-NAND-Wafer von Micron
Zum Einsatz kommt TLC-Flash, also 3 Bits per Zelle. Beim 3D NAND stapelt Micron bis zu 32 Stacks, um bis zu 256 Gigabit zu erreichen. Das ist die doppelte Menge als beim bisherigen 16-nm-Planar-NAND. Grundsätzlich hat Micron auch MLC-Speicher als 3D NAND im Angebot. Der Wechsel zu 3D NAND bringt laut Micron eine Kostenreduktion von 25 Prozent im Vergleich zu 16 nm Planar; die Produktion läuft seit Februar 2016.
Die MX300 soll bis zu 530 Megabyte pro Sekunde lesen und bis zu 510 Megabyte pro Sekunde schreiben. Dabei gilt heutzutage: Je größer die SSD, desto eher werden diese Werte erreicht. Der technische Hintergrund ist schlichtweg die Anbindung an den Controller, die bei kleinen Kapazitäten schmaler ausfällt und nicht optimal genutzt werden kann. Als IOPS werden 92.000/83.000 random read/write genannt. Mit den Werten läge die SSD im typischen Rahmen für TLC-SSDs im unteren mittleren Preissegment.
Welcher Controller zum Einsatz kommt, ist derzeit nicht gesichert. Zuletzt sah man Crucial-SSDs gerne mit Marvell-Controller, aber für die MX300 spricht man derzeit von einem Silicon Motion SM2258. Silicion Motion kam zuletzt bei den BX-Modellen zum Einsatz, die im Budget-Bereich liegen.
Plextor hatte sehr ähnliche Daten für die M7V vorgelegt, die aber 320 Terabyte in drei Jahren garantiert schreiben kann. Crucial spricht von 220 Terabyte und drei Jahren Garantie. Dazu gibt es Power Loss Protection und AES-256-Bit-Verschlüsselung. Das 750-Gigabyte.Modell der MX300 soll übrigens 200 Euro kosten.

Naja warten wir die Tests ab und schauen dann was rein darf
Was die nennen ist mir egal, Micron/Crucial selbst spricht nur von 3D-NAND und legt sich da noch nicht auf MLC oder TLC fest!
Da schreibt halt wieder mal ein Redakteur vom Anderen etwas ab:\
Solche Spekulationen sollte man schon hervorheben und nicht so tun als würde es eine offizielle Angabe vom Hersteller sein...
Bei Computerbase ist aber auch TLC genannt.
Könnte man natürlich auch mit 2 Bits verwenden und nutzt die zusätzlichen als Paritätsbits, zur Fehlererkennung.
PCGH vermutet nur etwas und stellt es als Tatsache hin...
Jetzt wäre nur noch die Frage wie groß die Strukturgrößen sind und wie schnell die SSD schreibt, wenn der pSLC Cache voll ist. Gerade die BX 200 hat sich beim letzten Punkt nicht mit Ruhm bekleckert, 75MB/sec bremsen sogar 2,5" HDDs aus.