Crucial BX300: Einsteigerserie bekommt besseren Speicher als die MX300
Crucial hat die neue Einsteiger-SSD-Serie BX300 angekündigt, die das Erbe der langsamen BX200 antritt. Statt planarem TLC-Speicher kommt jetzt 3D-MLC-NAND zum Einsatz, was die Leistung deutlich steigert. Selbst die höher gestellte MX300-Serie muss sich mit 3D-TLC-NAND begnügen. Die UVPs steigen jedoch aufgrund der Speicherknappheit.
Mit der SSD-Reihe BX200 bekleckerte sich Crucial nicht mit Ruhm. Die Einsparungen für den Einsteigerbereich wurden zu weit getrieben, sodass die Leistung nicht überzeugen konnte. War der Pseudo-SLC-Cache, der mit einem, statt drei Bit pro Zelle beschrieben wird, erst einmal voll, verlangsamte sich die Schreibleistung unter das Niveau von schnellen SATA-6Gbit/s-HDDs. Mit dem Nachfolger BX300 möchte Crucial jetzt alles besser machen.
Die Serie nutzt 3D-NAND-Flash in MLC-Bauweise, schreibt also zwei Bit pro Zelle. Zum Einsatz kommen acht Speicher-Packages mit jeweils zwei 256-Gbit-Dies. Bei der B200 war maßgeblich der planare TLC-Speicher in Verbindung mit dem Silicon-Motion-Controller SM2256 Schuld an der schlechten Leistung. Bei den neuen Modellen kommt der aktuelle, ebenfalls vierkanalige Silicon Motion SM2258 zum Einsatz. Crucial nennt höhere sequenzielle Übertragungsraten von 555/510 MB/s (lesend/schreibend) und schnellere Zufallszugriffszeiten von bis zu 95.000 IOPS. Der Speicher der BX300 ist indes sogar höherwertig als bei der MX300, die mit gestapeltem TLC-NAND auskommen muss. Die Kollegen von computerbase.de bescheinigen der BX300 mit 480 GByte deshalb eine höhere Leistung, allerdings muss sie auf Funktionen wie eine Hardware-Verschlüsselung verzichten.
Die Kapazitätsstufen der BX300 senkt Crucial einmal herab. Statt eines 960-GByte-Modells gibt es jetzt am unteren Ende wieder eines mit 120 GByte nebst jenen mit 240 und 480 GByte. Die Preisempfehlungen belaufen sich auf rund 61, 91 beziehungsweise 153 Euro. Gegenüber der BX200 sinken die UVPs zwar, allerdings nur, weil die Serie schon fast zwei Jahre alt ist und die Preise damals generell höher lagen. Die UVPs der MX300 sind niedriger, während mehr Speicherplatz geboten wird. Die kommenden Monate werden zeigen müssen, wo sich die Straßenpreise der BX300 einpendeln. Es steht zur Vermutung, dass die generell gestiegenen NAND-Preise für das fehlende 960-GByte-Modell verantwortlich sind. Wann die BX300-SSDs in den Handel gelangen sollen, verriet Crucial noch nicht. Klar ist, dass es ausschließlich 2,5-Zoll- und keine M.2-Modelle geben wird.

Leider sind ja Angaben bezüglich der verwendeten Speicherart bei USB-Sticks kaum zu finden.
Aber wie gesagt: das soll jeder selbst wissen und wenn man es löst, in dem man irgendwann 10 SSDs, 5 Smartphones und 20 USB Sticks am Rechner stecken hat, dann ist es auch in Ordnung.
Bezüglich der Haltbarkeit halte ich von TLC-Flash trotzdem nix. Außer dem von Samsung... Inwiefern die id.R. geringeren Schreibraten von TLC-Flash ins Gewicht fallen kommt ganz darauf an, wie schnell die dann in der Realität ohne SLC-Cache schreiben können.
So einen Extrem-Fail wie die ADATA SP550 240GB die ich mal hatte ist absolut inakzeptabel - nicht nur konnte man den Cache auch im Alltag öfters mal sprengen, die ist dann vorallem unfassbar langsam geworden (nach 3GB auf 55MB/s abgesoffen und auch der SSD-Effekt war weg...
Jedenfalls eine interessante SSD. Hoffentlich irgendwann auch mal wieder preiswert, dann würde ich die sogar durchaus kaufen - sollte allerdings preislich schon etwas unter der 850 EVO liegen. Ich habe schon damals lieber zur BX100 statt zur MX100 gegriffen - die war doch schon spürbar günstiger, hat im Alltag (und sogar der Theorie) aber fast das Gleiche geleistet.
Wenn ich schon 430 Euro für eine 1TB SSD ausgebe, dann doch eher für eine EVO 960 NVMe wie für eine 850 Pro. Den Unterschied merkt man im normalen Betrieb auch ohne Stoppuhr. Bei keiner der SSDs käme ich auf die Idee, sie über lange Zeit mit Daten in den Schrank legen, dafür sind mir SSDs zu teuer.
Sollten die Preise mal wieder auf das Niveau meiner Sandisk Ultra II fallen (180 Euro für 960GB), dann wird es wieder interessant, 480GB für 153 Euro ist mir viel zu hoch. Alles, was kleiner ist, interssiert mich allenfalls noch als Bootlaufwerk. Da geht es mir aber nur um Zuverlässingkeit und den Preis.