Crucial BX200: Einsteiger-SSDs zum ersten Mal mit TLC-Flash von Micron
Crucial hat die SSD-Reihe BX200 vorgestellt, welche die BX100 ablösen wird. Zum ersten Mal kommt TLC-Speicher aus dem Hause Micron zum Einsatz, der drei statt zwei Bit pro Zelle speichert. Mit Preisen knapp über 30 Cent pro Gigabyte möchte Crucial diejenigen abholen, die wegen der Kosten noch auf eine HDD setzen.
Nicht einmal zehn Monate ist es her, seitdem Crucial die beliebte MX100 durch die zwei Serien MX200 und BX100 ersetzt hat. Letztere befindet sich nun schon im Abverkauf und wird durch die BX200 ersetzt. Das Ziel bleibt dabei gleich: Die SSDs sollen möglichst günstig angeboten werden, um preisbewusste Käufer anzusprechen. Noch stärker legt Crucial den Fokus jetzt auf jene, die aus Kostengründen bisher auf eine HDD gesetzt haben (und nicht etwa auf diejenigen, die auf ein größeres Modell wechseln wollen).
Die BX200 setzt erstmals auf TLC-Speicher vom Mutterkonzern Micron, der in der 16-nm-Klasse gefertigt wird. Wie auch bei Samsungs 840 Evo und 850 Evo speichert jede Zelle drei Bit (Triple-Level Cell) statt zwei Bit wie bei MLC (Multi-Level Cell). Dadurch wird die Kapazität um 50 Prozent gesteigert, üblicherweise auf Kosten der Performance. Um solche Nachteile auszugleichen, setzt Crucial auf einen SLC-Zwischenspeicher nach dem DDR3-Cache: Ein Teil der TLC-Zellen wird im "SLC-Modus" betrieben, also nur noch mit einem Bit beschrieben. In Ruhezeiten werden die Daten dann auf den TLC-Speicher verteilt. Im Falle des 960-GByte-Modells ist dieser Cache 12 GByte groß, die Modelle mit 480 und 240 GByte müssen mit 6 beziehungsweise 3 GByte auskommen. Als Controller setzt Crucial nunmehr auf den Silicon Motion SM2256; vorher handelte es sich noch um einen 2246er.
Zumindest auf dem Papier sollen alle BX200-Modelle so das SATA-6Gbit/s-Interface bei sequenziellen Geschwindigkeiten von 540 MB/s lesend und 490 MB/s schreibend auslasten. Die Zufallsrate beim Lesen fällt mit 66.000 IOPS etwas geringer aus als beider BX100, beim Schreiben etwas schneller mit 78.000. In der Praxis dürfte den kleinen SSDs wegen des geringeren Caches früher die Puste ausgehen.
Während die US-Preise bei 85, 150 beziehungsweise 300 US-Dollar (zuzüglich Steuern) liegen, müssen deutsche Interessenten 92, 163 respektive 325 Euro für 240, 480 oder 960 Gigabyte hinlegen. Damit kosten die BX200-SSDs knapp über 30 Cent pro GByte – die Hoffnung liegt nahe, dass die Neulinge so die 30er-Marke unterbieten können, wenn sich die Preise erst einmal eingependelt haben. PC Games Hardware hat übrigens ein 960-GByte-Modell von Crucial erhalten, dessen Test Sie bald auf PCGH.de lesen können werden.
Quelle: Crucial (Pressemitteilung)

Sonst ist ja der volle Cache sofort wieder am Start, wenn man der SSD mal paar Minuten Pause gibt. Videos hab ich nicht auf einer SSD.
Wenn es da nicht die 250GB für 50€ gibt sehe ich für diese SSD kein Land.
Einmal ein Spiel pro Monat installieren...das kann man verkraften zu warten
Ich behaupte damit bin ich der Durchschnitt zusammen mit 80% der Leser hier.
Warum sollte man nur einen Euro mehr für eine MX200 ausgeben, wenn man den Nachteil der TLCs eh nicht merkt. Kurioserweiße ist die BX100 aktuell billiger (und besser), aber ja ich denke die BX200 250GB wird sich bei 50 Euro einpendeln