Corsair Neutron NX500: Teure PCI-E-SSD mit 1,6 Terabyte Kapazität
Eine neue SSD von Corsair namens "Neutron NX500" ist im Handel erhältlich. Die NVMe-SSD wird über den PCI-E-Slot angeschlossen und bietet einen hohe Leistung von bis zu 3.000 MB/s beim Lesen und bis zu 2.300 MB/s beim Schreiben - allerdings nur im ATTO-Benchmark. Ein Problem der Neutron NX500 ist der hohe Preis von fast einem Euro pro Gigabyte.
Corsair, eine US-amerikanische Firma, welche Speicherlösungen und Peripheriegeräte anbietet, hat die Neutron-NX500-SSD veröffentlicht. Die NVMe-Solid-State-Drive wird über einen PCI-E-x4-Slot nach dem 3.0-Standard angeschlossen und verwendet 15-nm-NAND-Flashchips des japanischen Herstellers Toshiba, sowie einen Phison-PS5007-E7-Controllerchip, welche unter einem passiven Kühlkörper verborgen sind. Insgesamt werden drei verschiedene Modelle angeboten, die sich nur bezüglich Kapazität, Preis und Langlebigkeit unterscheiden.
Die Kapazität des Topmodells liegt bei 1,6 Terabyte - etwa doppelt so viel wie bei bisherigen Produkten von Corsair. Es gibt allerdings auch zwei kleinere Varianten mit je 400 und 800 Gigabyte Speicherplatz. Ein Problem der Premium-SSD ist der hohe Preis, Corsair verlangt satte 1.575-US-Dollar für die 1,600-GB-Variante. Im PCGH-Preisvergleich ist die Neutron NX500 mit einem Einstiegspreis von knappen 1.550 Euro gelistet. Die 800-Gigabyte-Ausführung gibt es ab 600 Euro, während das Einsteigermodell mit 400 Gigabyte Kapazität aktuell ab 310 Euro den Besitzer wechselt. Die Herstellergarantie beträgt fünf Jahre.
Um den hohen Preis zu rechtfertigen, muss das Produkt ordentlich Leistung bieten. Laut Angaben des Herstellers, erreicht die Neutron NX500 ein hohes Leistungsniveau, wenngleich etwas weniger Leistung geboten wird als bei einigen M.2-SSDs. So erbringen die Corsair Force MP500 und die Samsung-960-Pro-SSD im M.2-Format mehr Leistung für weniger Geld. Die Neutron-NX500-SSD erreicht laut Angaben von Corsair im ATTO-Benchmark eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 3.000 MB pro Sekunde, während bis zu 2.300 MB pro Sekunde geschrieben werden. Im SSD-Benchmark CrystalDiskMark liegen die Werte etwas niedriger bei nur 2.800 MB/s Lese- und 1.600 MB/s Schreibgeschwindigkeit. Im Vergleich zum bisher schnellsten Speicherprodukt des Herstellers, der Corsair Force MP500 für die M.2-Schnittstelle, soll die Schreibleistung gestiegen sein, die Lesegeschwindigkeit bleibt aber vergleichbar.
Quelle: PCGamer, Computerbase.de

Da habe ich als IT Abteilung also die Möglichkeit, dass die SSDs laut Herstellerangaben 2,7 PB aushalten oder ich habe das Bauchgefühl, dass die ein paar Euro günstigeren u.U. auch so lange halten könnten. Das Bauchgefühl habe ich bei den Corsair allerdings auch, und wenn beide vielecht die 1,5 bis zweifache Datenmenge durchhalten, liegt die Corsair wieder sehr weit vorne. Immer voraus gesetzt, meine Bedarfsanalyse kommt auf die Entsprechenden Zahlen.
In einer kleinen Firma mag ich da das Risiko eingehen, meine Entwicklungs ESX mit ein paar 960 PRO und irgendwelchen Adapterkarten zusammen basteln und hoffen, dass sie entweder lange genug halten oder der Ausfall zu einem unkritischen Zeitpunkt geschieht.
Mache ich das ganze in einer größeren Firma, u.U. gar noch im Produktivbetrieb, würde ich das Risiko niemals eingehen. 500 Euro mehr für so eine SSD sind lächerlich, wenn es dann doch zu einem zusätzlichen Ausfall kommt und schon nur die Testmannschaft einen halben Tag länger warten muss, bis die defekte SSD ausgetauscht ist und das Testsystem wieder nutzbar ist. Wenn ich bei so einem Szenario an dem Preis für die SSDs spare, dann spare ich mit Sicherheit auch an der Redundanz des Storage, baue die SSDs direkt in den Server und habe noch nicht einmal mit RAID 1 oder 5 Hot-Swap Möglichkeiten.
Geschieht der Ausfall auf Grund überschrittener TBW (diese sollten beim RIAD 5 dann ja einermaßen Gleichverteilt über alle Laufwerke sein), tauscht man als gute IT-Abteilung alle SSDs aus um nicht in ein paar Tagen/Wochen den nächsten absehbaren Ausfall zu haben.
Allerspätestens nach dem zusätzliche Austausch einer 960 EVO wird auch die Finanzabteilung kapieren, dass ihre Kalkulation völliger Mist war. Neben der Warte-/Arbeitszeit ist man ja auch noch das Geld für die Ersatz-SSD los (bei Überschreitung der TBW ist die Garantie erloschen).
Samsung SSD 960 PRO 2TB: TBW: 1.2PB
Corsair Neutron NX500 1.6TB: TBW: 2793TB
Einzig bei den IOPS hat die Samsung Vorteile, wenn das in Kombination mit einer Adapterkarte auch vollständig bei der Anwendung ankommt.
Wer auf solch einer SSD (oder eher ein paar davon im Storage oder auch direkt im Server) seine ESX oder eine Datenbank betreibt, der wird schon wissen (und vorher ausrechnen können), ob er von der höheren (zugesagten) Haltbarkeit profitieren könnte oder nicht. Vermutlich nennt gleich auch noch jemand die 2D MLC vs. 3D MLC als Vorteil für die Zuverlässigkeit der Corsair.
Bei deiner Rechnung hast Du dann so ganz nebenbei auch noch die (zertifizierte) Adapterkarte (inkl. passendem Kühler) vergessen. Oder gibt es sowas bei Samsung für ein paar Euro?
Wenn Du den Vergleich zur HP Z TurboDrive Quad Pro Card 2TB gezogen hättest, wäre ich ja bei Dir und wüsste nicht, wer sich das HP Z-Drive noch zum Listenpreis kaufen sollte. Aber auch da gibt es durchaus Gründe.
Die Teile sind halt nicht für Gamer gedacht, sonder für professionelle Anwendungen.
Gab schon genug Tests, die SSDs eine deutlich größere Haltbarkeit attestiert haben als die TBW vermuten lässt.
Samsung SSD 960 PRO 2TB: TBW: 1.2PB
Corsair Neutron NX500 1.6TB: TBW: 2793TB
Einzig bei den IOPS hat die Samsung Vorteile, wenn das in Kombination mit einer Adapterkarte auch vollständig bei der Anwendung ankommt.
Wer auf solch einer SSD (oder eher ein paar davon im Storage oder auch direkt im Server) seine ESX oder eine Datenbank betreibt, der wird schon wissen (und vorher ausrechnen können), ob er von der höheren (zugesagten) Haltbarkeit profitieren könnte oder nicht. Vermutlich nennt gleich auch noch jemand die 2D MLC vs. 3D MLC als Vorteil für die Zuverlässigkeit der Corsair.
Bei deiner Rechnung hast Du dann so ganz nebenbei auch noch die (zertifizierte) Adapterkarte (inkl. passendem Kühler) vergessen. Oder gibt es sowas bei Samsung für ein paar Euro?
Wenn Du den Vergleich zur HP Z TurboDrive Quad Pro Card 2TB gezogen hättest, wäre ich ja bei Dir und wüsste nicht, wer sich das HP Z-Drive noch zum Listenpreis kaufen sollte. Aber auch da gibt es durchaus Gründe.
Die Teile sind halt nicht für Gamer gedacht, sonder für professionelle Anwendungen.
Wieso sollte man die kaufen, wenn man eine gleichschnelle Samsung 960 Pro 2 TB für 500€ weniger bekommt?
1,6TB für fast 1600€? Ist nur was für Leute mit zu viel Kohle