PCI-Express 4.0: SSD-Anbieter zeigen Phison-Controller mit 5 Gbyte/s
Auf der Computex haben die ersten SSD-Anbieter Modelle auf Basis eines Phison-Controllers gezeigt, die per PCI Express 4.0 angebunden werden und bis zu 5 GByte/s verschieben. Die theoretische Bandbreite wäre in dieser Konfiguration mit vier Lanes noch nicht ausgereizt. Aber es gibt auch Hürden zu nehmen.
Mit PCI Express 4.0 steht die nächste Generation des Standards in den Startlöchern und AMD wird diesen bei den neuen Ryzen-3000-Prozessoren bereits unterstützen. Bislang ist aber von entsprechenden Geräten, die den neuen Standard nutzen können, wenig zu sehen. Neben Grafikkarten würden insbesondere SSDs profitieren und Phison hat nun auch den passenden Controller angekündigt.
Der Phison PS5016-E16 wurde bereits auf der CES vorgeführt und könnte Anfang 2020 das erste marktreife Produkt werden. Einsatz und Geschwindigkeit sind am Ende aber von der Konfiguration abhängig. Durch den neuen Standard steigt die erreichbare Bandbreite des Controllers von rund 3,5 GByte/s auf rund 5 GByte/s bei einer Anbindung mittels vier Lanes. Der Controller muss aber möglichst viele DRAM-Chips parallel ansprechen können muss, was meist wiederum eine gewisse Gesamtkapazität voraussetzt, da sonst nicht genug Flash-Chips verbaut sind. Hier muss der Kunde dann genau ins Datenblatt schauen. So will Klevv/Essencore etwa auch beim 500-GByte-Modell Transferraten von 4,8 GByte/s lesend und 2,1 GByte/s schreiben realisieren. Andere Modelle und Hersteller könnten ähnliche Werte erst ab 1 TByte anbieten. Wer ein Datentransfermonster braucht, könnte Gigabytes x16-Steckkarte mit vier M.2-SSDs zum Einsatz bringen. In einem Ryzen 3000, wo das ginge, wäre dann aber eine dedizierte Grafikkarte problematisch.
Auch von den anderen Controller-Anbietern wird noch marktreifes Material erwartet. Adata setzt auf den Silicon Motion SM2267, der aber wohl bei 4 GByte/s kappt und erst 2020 bereitstehen soll. Der theoretischen Bandbreite mit PCI Express 4.0 werden ohnehin einige Probleme gegenüberstehen. Schon jetzt muss man schauen, wie man die thermische Belastung löst. Controllerseitig jedenfalls soll noch einmal nachgelegt und die Bandbreite auf 6,5 GByte/s gesteigert werden. In der Theorie verschiebt PCI Express 4.0 2 GByte/s pro Lane. Davon geht noch der Overhead ab.
Quelle: Phison
