Adata: Erste SSD mit M.3-Schnittstelle auf der CES präsentiert

12
News Valentin Sattler Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Adata: Erste SSD mit M.3-Schnittstelle auf der CES präsentiert
Quelle: Intel/Micron

Adata hat eine erste SSD mit M.3-Schnittstelle gezeigt. Der neue Standard unterstützt breitere Platinen als M.2, wodurch mehr NAND-Chips untergebracht werden können. Zudem soll M.3 den Einbau während des laufenden Betriebs unterstützen. Zur Anbindung dienen weiterhin vier PCI-Express-3.0-Lanes, die Geschwindigkeit dürfte also gleich bleiben.

Adata hat auf der CES 2018 erstmals eine neue SSD vorgestellt, die auf den neuen Formfaktor NGSFF (Next Generation Small Form Factor), oder kurz "M.3" setzt. M.3 bietet gegenüber M.2 (früher: NGFF, Next Generation Form Factor) eine breitere Platine und damit einen höheren maximalen Speicherausbau. Zudem soll M.3 den Laufwerkswechsel im laufenden Betrieb unterstützen. PCI-Express, das sowohl bei M.2 als auch bei M.3 zum Datenaustausch zur Verfügung steht, unterstützt Hot-Swap zwar theoretisch, für M.2 ist eine entsprechende Unterstützung jedoch nicht implementiert.

Wie Golem.de berichtet, heißt das neue Modell von Adata "IM3P33E1" und ist (zu Beginn) nur für OEMs erhältlich. Ein Verkauf im Retail-Markt wäre Adata M.3-SSD Quelle: Adata Adata M.3-SSD momentan auch nur wenig sinnvoll, da aktuelle Mainboards die neue Schnittstelle noch nicht unterstützen.

Der große Vorteil von M.3 soll die breitere Platine sein, auf der die Hersteller mehr NAND-Chips und somit mehr Speicherkapazität unterbringen können. Bei M.2 ist die Platine, je nach Version, zwischen 12 und 30 Millimetern breit, bei M.3 beträgt die Breite hingegen 43,8 Millimeter.

Das könnte gerade noch in einen 1-HE-Server passen, der 44,45 Millimeter hoch ist. Damit würde M.3 in Konkurrenz zu Intels "Ruler"-Format stehen, das ebenso Speicherplatinen hochkant in 1-HE-Servern unterbringen soll.

Adatas SSD soll zum Beginn mit zwei Terabyte Speicher auf den Markt kommen, und damit so viel bieten wie die bislang größten M.2-SSDs. Informationen zur Geschwindigkeit gibt es bislang noch nicht. Da M.3 aber wie M.2 auf vier PCI-Express-3.0-Lanes zur Datenübertragung setzt, dürfte die maximale Übertragungsrate nicht nennenswert abweichen. Wann genau die SSD erscheinen soll oder ob und wann die M.3-Schnittstelle breite Unterstützung erfahren wird, ist bislang noch nicht bekannt.

12
    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Dooma Freizeitschrauber(in)
        AW: Adata: Erste SSD mit M.3-Schnittstelle auf der CES präsentiert

        Zitat von Frontline25
        Das stimmt allerdings. Sata ist ausgeschöpft, SAS bei weitem zu teuer für Consumer (PCIe oder m2 eigendlich ebenfalls...)
        Beim Anschluss herscht irgendwie stagnation.. (Kabelgebunden)
        Nein > u.2

        Nur die Platten sind im Moment noch relativ teuer.
        Das interface ist aber auf vielen Konsumentenmainboards schon vorhanden; zumindest im oberen Preissegment.
        Bei manchen muss man einen Adapter von m.2 auf u.2 benutzen. Unschön, aber funktionieren tut es.

        Zitat von Mutaraequity
        Macht es im Moment überhaupt Sinn sich eine SSD zu kaufen , wenn sie doch durch die Processor Sicherheitslücken Software so ausgebremst werden?
        Eine SSD macht immer Sinn, besonders wenn man noch von normalen Festplatten im Verlgeich spricht.
        Ob es jetzt unbedingt schon m.2 oder gar u.2 Laufwerke sein müssen? Ich finde nicht. Ich hab auch noch einen "alten" Haswell, der hat kein m.2 Slot.
        Aber selbst eine SATA SSD im Vergleich zu einer HDD als Systemlaufwerk ist deutlich spürbar.

        Sich Gedanken darüber zu machen was man an Leistung durch die neusten Patches verliert ist Blödsinn, die Leistung ist futsch und die kommt nicht wieder.
        Aber eine m.2 Platte bricht sicher mehr ein als eine SATA SSD. (Ich persönlich hab noch nix bemerkt.)
        Aber wie gesagt, muss man das erst Mal merken; das will ich sehen das du mitbekommst das deine m.2 statt mit 3200 MB/s nur noch mit 3000 MB/s liest...
      • Von Dooma Freizeitschrauber(in)
        AW: Adata: Erste SSD mit M.3-Schnittstelle auf der CES präsentiert

        Zitat von Frontline25
        Das stimmt allerdings. Sata ist ausgeschöpft, SAS bei weitem zu teuer für Consumer (PCIe oder m2 eigendlich ebenfalls...)
        Beim Anschluss herscht irgendwie stagnation.. (Kabelgebunden)
        Nein > u.2

        Nur die Platten sind im Moment noch relativ teuer.
        Das interface ist aber auf vielen Konsumentenmainboards schon vorhanden; zumindest im oberen Preissegment.
        Bei manchen muss man einen Adapter von m.2 auf u.2 benutzen. Unschön, aber funktionieren tut es.

        Zitat von Mutaraequity
        Macht es im Moment überhaupt Sinn sich eine SSD zu kaufen , wenn sie doch durch die Processor Sicherheitslücken Software so ausgebremst werden?
        Eine SSD macht immer Sinn, besonders wenn man noch von normalen Festplatten im Verlgeich spricht.
        Ob es jetzt unbedingt schon m.2 oder gar u.2 Laufwerke sein müssen? Ich finde nicht. Ich hab auch noch einen "alten" Haswell, der hat kein m.2 Slot.
        Aber selbst eine SATA SSD im Vergleich zu einer HDD als Systemlaufwerk ist deutlich spürbar.

        Sich Gedanken darüber zu machen was man an Leistung durch die neusten Patches verliert ist Blödsinn, die Leistung ist futsch und die kommt nicht wieder.
        Aber eine m.2 Platte bricht sicher mehr ein als eine SATA SSD. (Ich persönlich hab noch nix bemerkt.)
        Aber wie gesagt, muss man das erst Mal merken; das will ich sehen das du mitbekommst das deine m.2 statt mit 3200 MB/s nur noch mit 3000 MB/s liest...
      • Von Mutaraequity Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Adata: Erste SSD mit M.3-Schnittstelle auf der CES präsentiert

        Macht es im Moment überhaupt Sinn sich eine SSD zu kaufen , wenn sie doch durch die Processor Sicherheitslücken Software so ausgebremst werden?
      • Von Pilo Software-Overclocker(in)
        AW: Adata: Erste SSD mit M.3-Schnittstelle auf der CES präsentiert

        Zitat von Frontline25
        Das stimmt allerdings. Sata ist ausgeschöpft, SAS bei weitem zu teuer für Consumer (PCIe oder m2 eigendlich ebenfalls...)
        Beim Anschluss herscht irgendwie stagnation.. (Kabelgebunden)
        Eigen-T-lich nicht eigen-D-lich. Danke sehr.
      • Von Oberst Klink Lötkolbengott/-göttin
        AW: Adata: Erste SSD mit M.3-Schnittstelle auf der CES präsentiert

        Wäre schön wenn PCIe 4.0 es endlich mal in den Endkundenmarkt schaffen würde. Wird man aber wohl frühestens mit Ice Lake / Zen 2 sehen. Und nein, der Zen 2 von dem gerade die Rede ist, ist nicht gemeint, das ist Zen+.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        AW: Adata: Erste SSD mit M.3-Schnittstelle auf der CES präsentiert

        Zitat von Frontline25
        Beim Anschluss herscht irgendwie stagnation.. (Kabelgebunden)
        Ja - aus einem einfachen Grund: Kein Bedarf in der Masse.

        99,9% aller Privatkunden haben keinen Vorteil von mehr als 500 MB/s, die meisten nutzen nicht mal 50 aus.
        Jeder ders schneller haben will kauft M.2 oder PCIe-Karten-SSDs.
        Und Server brauchen sowieso kein SATA.

        Es wird deshalb kein SATA-Kabelnachfolger kommen weil die Aussichten dass irgendjemand sowas in ein paar Jahren noch braucht schlicht nahe Null sind. Das Ding stirbt langfristig genauso aus wie die guten alten PATA-Flachkabel. Wo du zwingend ein Kabel brauchst ersetzt USB3.x alles und der Rest wird gesteckt in Zukunft.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk