3D XPoint nicht profitabel: Micron sucht Käufer für Speicherfabrik
Der US-amerikanische Speicherhersteller Micron hat angekündigt, sich neu aufstellen zu wollen. In diesem Zusammenhang sieht man keine Zukunft mehr für 3D XPoint-Speicher und sucht einen Käufer für das Werk im US-Bundesstaat Utah.
Speicherhersteller Micron will sich stärker auf Datenzentren fokussieren und gibt in diesen Kontext bekannt, dass man in dem einst gemeinsam mit Intel entwickelten 3D XPoint keine profitable Zukunft sieht. Aus diesem Grund wird das Werk in Lehi im US-amerikanischen Bundesstaat Utah aufgegeben. Schließen will Micron die Fabrik allerdings nicht. Vielmehr sucht man einen Käufer für das Werk, wobei Intel im Netz als heißer Kandidat gehandelt wird.
Für 3D XPoint gebe es keine ausreichen große Marktvalidierung, um die konstant hohen Investitionen zu rechtfertigen, so Micron in einer Mitteilung. Änderungen an der grundsätzlichen Investitionsbereitschaft des Unternehmens sollen sich aus dieser Erkenntnis jedoch nicht ableiten lassen. Unverändert liege der Fokus auf neuen Speicherlösungen. Erfahrungen, die man aus der Entwicklung von 3D XPoint gewonnen hat, würden in die Entwicklung anderer Speicherlösungen einfließen.
Verkauf soll noch 2021 erfolgen
Intel und Micron hatten 3D XPoint-Speicher zusammen im Rahmen eines Joint-Ventures entwickelt. Ende 2018 lief die Kooperation jedoch einvernehmlich aus. Die 3D-XPoint-Fabrik betreibt Micron seither allein, während Intel als Kunde fungiert - der einzige wohlgemerkt. Ob Intel die Fabrik nun übernimmt, bleibt jedoch abzuwarten.
An der Optane-Reihe wird seitens Intel offenbar festgehalten. Allerdings hatte Intel sicherlich schon vor Auslaufen des Joint-Ventures Gelegenheit, zumindest anteilig einzusteigen. Laut Micron soll der Verkauf noch in diesem Jahr erreicht werden. An der Börse zog der Kurs der Amerikaner bereits an.
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Derweil will Micron seinen Fokus auf Speicher- und Storage-Lösungen für Datacenter stärken. Compute Express Link, kurz CXL, lautet hier das Zauberwort. Dahinter steckt eine neue Schnittstelle, die Compute, Memory und Storage näher zusammenrückt. Der Ausstieg aus 3D XPoint soll die Markteinführung entsprechender Lösungen beschleunigen.
Quelle: Micron

Und wenn dann nen Laufwerk das Doppelte von dem kostet, was ne echte MLC M.2 NVME kommt...also irgendwo gibts auch Grenzen.
Und ja ich hab z.Bsp. ne 512er 970Pro verbaut und dafür 150Geld hingelegt gehabt, aber alles ab 200Geld wäre da auch für mich indiskutabel.
Genauso indiskutabel ist allerdings auch dieser widerwärtige QLC Speicher, dagegen is ja TLC noch echte 'Qualität' auf "PRO" Niveau.^^
Dass solche Produkte Zeit brauchen bis sie Rentabel sind ist doch nichts Neues, man muss aber auch mal irgendwann vermehrt Produkte auf den Markt bringen die den Mainstream Nutzer ansprechen.
Und bei den heutigen NAND-Flash Preisen ist das ja kein Wunder. Allerdings kann man den Meisten auch kaum klar machen, dass NAND im Vergleich zu 3D Xpoint in jeder Beziehung abstinkt - außer beim Preis... Und da hat QLC die Sache nur noch verschlimmert...
Aber während es anno 2021 sogar "Schlauköpfe" gibt die 2000€+ für ne RTX 3080 ausgeben, scheint es kaum Kunden zu geben die bereit sind in qualitativ hochwertigen Speicher ihr Geld zu stecken.
Eigentlich verdammt traurig...
3dxpoint ist eigentlich höchst interessant.
3D-Xpoint / Optane waren da zwar viel näher an NAND Flash dran, konnten für den "Normaleinsatz" aber auch nicht marktfähig skalieren. So bleiben nur noch einige Nischen, wo man den hohen Preis und die kleine Kapazität wegen der höheren Geschwindigkeit und längeren Haltbarkeit akzeptiert.
Microns Ausstieg legt nahe, dass sich die Hoffnungen auf Besserung wohl nicht erfüllt haben. Intel sieht für Optane ja auch nur noch Nischenanwendungen.
aber darum gehts ja nicht.
Es geht um die Wirtschaftlichkeit und darum, das Intel quasi der einzige Kunde dafür ist, also könnte Intel das Ganze gleich komplett übernehmen, hätte damit alles aus einer Hand und Micron hätte wieder mehr Luft&Kohle für andere Sachen als das scheinbar viel zu viel reinstecken zu müssen, um das am laufen zu halten.
3dxpoint ist eigentlich höchst interessant.
aber darum gehts ja nicht.
Es geht um die Wirtschaftlichkeit und darum, das Intel quasi der einzige Kunde dafür ist, also könnte Intel das Ganze gleich komplett übernehmen, hätte damit alles aus einer Hand und Micron hätte wieder mehr Luft&Kohle für andere Sachen als das scheinbar viel zu viel reinstecken zu müssen, um das am laufen zu halten.