[26/11/2021] Threadripper & Co: CPUs mit bis zu 64 Kernen … mit eigenen Namen sind für mich Symptome von Geldschneiderei. Unterschiede zu Epycs respektive (alten) Server-Xeons bestehen nur im Branding und künstlich geschaffenen Inkompatibilitäten. So kann die gleiche Technik an zwei verschiedene Zielgruppen zu unterschiedlich maximierten Preisen verkauft werden. Wobei nicht nur ich mich frage, wer die Zielgruppe eigentlich ist? AMD hat in der 5000er-Generation komplett auf Non-Pro-Threadripper verzichtet und gemerkt haben es einzig die nach wenigen Monaten auf einem toten Sockel gestrandeten TRX4-Käufer*. Bei Intel gab es nach der Skylake-Generation nebst Refresh noch einmal neue Xeon-W-2000-/3000 nebst einem weiteren Refresh, das "aktuelle" davon auf dem Desktop-Stand von 2022. Im Mainstream liefen seitdem zehn Verbesserungsrunden durch. Wären die Entry-Level-Server-Chips mit gleicher Technik nicht so dermaßen überteuert, könnte man auf diese, von AMD zynischerweise als "HEDT" vermarkteten, Reste der einst glorreichen Enthusiast-Plattformen komplett verzichten. Deren Versprechen "wie Mainstream, nur besser" wird ohnehin schon lange nicht mehr erfüllt; ihre alte Leistungskategorie seit Jahren von Ryzen 9 und Core 9 abgedeckt. Nur wer wirklich viel RAM oder Lanes benötigt, steht seit ebenso langer Zeit vor einem Problem.*Mehrzahl gerechtfertigt durch PCGH-Umfragen: Zweimal zwei und einmal sogar drei! (Torsten Vogel)