AMD Ryzen Threadripper: RAID 0 mit 11 NVMe-SSDs erreicht 27 GiB/s

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AMD Ryzen Threadripper: RAID 0 mit 11 NVMe-SSDs erreicht 27 GiB/s
Quelle: der8auer via hardocp.com

Das PCGHX-Mitglied der8auer hat vorab Zugriff auf ein BIOS und einen Treiber für eine Ryzen-Threadripper-Plattform mit Unterstützung für NVMe-RAID erhalten. Mit insgesamt elf NVMe-SSDs des Typs Samsung 960 Pro wurde eine Übertragungsgeschwindigkeit von über 27 GByte pro Sekunde erreicht. Allerdings war das Ganze noch anfällig für Fehler, weshalb AMD das Feature verschoben hat.

Eigentlich wollte AMD zusammen mit den Mainboard -Herstellern am 25. September die BIOS-Updates und Treiber für NVMe-RAIDs mit Ryzen-Threadripper-CPUs veröffentlichen. Die Entwicklung verlief jedoch nicht wie erwartet, weshalb das Unterfangen auf einen unbestimmten Termin verschoben wurde. Trotzdem hat der8auer schon Zugriff auf die Funktionalität erhalten. Ein Vorab-BIOS stammt von Asus, der Treiber von AMD selbst. Das Video wurde allerdings wieder auf privat gestellt.

Anstatt zu kleckern, klotzte der Extrem-Übertakter: Insgesamt elf NVMe-SSDs aus Samsungs 960-Pro-Serie wurden auf einem TR4-Mainboard betrieben. Drei davon steckten in den M.2-Steckplätzen, acht weitere auf zwei Asus-Hyper-x16-Adapterkarten in den großen PEG-x16-Steckplätzen. Dieser Aufbau wirft schon Fragen auf, denn laut AMD unterstützen Ryzen-Threadripper-CPUs nur acht PCI-Express-Endgeräte inklusive PCH. Auf der Adapterkarte sitzt jedoch kein Controller, der die Logik zur Aufteilung auf 4 × 4 PCI-Express-3.0-Lanes übernimmt. Stattdessen wird im BIOS, also auf CPU-Ebene, ein x4+x4+x4+x4-Modus eingestellt.

Das Resultat war eine Übertragungsgeschwindigkeit von 28.376 MB/s beziehungsweise 27.061 MiB/s, sprich über 27 GB/s. Das Ganze lief jedoch bei Weitem noch nicht fehlerfrei. Die hohen Übertragungsgeschwindigkeiten wurden nicht in allen Benchmarks erreicht, zudem funktionierte das Unterfangen nur mit unformatierten SSDs unmittelbar nach einem Systemstart. Der Test zeigt aber, wozu die Plattform in der Lage ist, sobald alles funktioniert - auch wenn solche Übertragungsgeschwindigkeit mangels zweitem, ebenso schnellem RAID-Verbund keinen wirklichen Anwendungszweck hat. In dieser Konfiguration stehen für Grafikkarten zudem nur noch 2 × 8 PCI-Express-3.0-Lanes zur Verfügung, die sich nicht kombinieren lassen.

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    • Kommentare (45)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von X-CosmicBlue
        Jetzt mal ne ganz blöde Frage:
        die meisten (eigentlich alle) TR4-Boards kommen mit 3 M.2/M-Key-Slots für SSDs.
        Wenn ich mir jetzt kein teures und für mich nicht nutzbares RAID 0 mit NVMe-SSDs zusammenstecken möchte, sondern einfach nur diese 3 M.2/M-Key-Slots nutze...wie zum Teufel mach ich das?
        Ich weiß von "früher", wenn man ein RAID zusammenbaute und dann Windows installieren wollte, brauchte Windows während der Installation den entsprechenden RAID-Treiber.
        Das ist doch bestimmt immer noch so, aber ich finde für Threadripper bzw TR4-Boards nur den NVMe-RAID-Treiber. Überseh ich was?
        Wenn du die SSDs als Einzellaufwerke nutzt, brauchst du nur den NVME-Treiber von Windows respektive des SSD-Herstellers. Aus Sicht des I/O-Hubs handelt es sich normale PCI-E-Geräte, im Gegensatz zu SATA gibt es hier keinen Controller(-treiber) mehr.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von X-CosmicBlue
        Jetzt mal ne ganz blöde Frage:
        die meisten (eigentlich alle) TR4-Boards kommen mit 3 M.2/M-Key-Slots für SSDs.
        Wenn ich mir jetzt kein teures und für mich nicht nutzbares RAID 0 mit NVMe-SSDs zusammenstecken möchte, sondern einfach nur diese 3 M.2/M-Key-Slots nutze...wie zum Teufel mach ich das?
        Ich weiß von "früher", wenn man ein RAID zusammenbaute und dann Windows installieren wollte, brauchte Windows während der Installation den entsprechenden RAID-Treiber.
        Das ist doch bestimmt immer noch so, aber ich finde für Threadripper bzw TR4-Boards nur den NVMe-RAID-Treiber. Überseh ich was?
        Wenn du die SSDs als Einzellaufwerke nutzt, brauchst du nur den NVME-Treiber von Windows respektive des SSD-Herstellers. Aus Sicht des I/O-Hubs handelt es sich normale PCI-E-Geräte, im Gegensatz zu SATA gibt es hier keinen Controller(-treiber) mehr.
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Einfach den Treiber auf nen separaten USB Stick entpacken und dann während der Win Installation das Verzeichnis angeben. Dann sollte er sich die Treiber schnappen.
      • Von X-CosmicBlue BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von DARPA
        Du meinst nen SATA Raid? Die Treiber sind im Chipsatz Paket, meine ich.
        Das heißt ich muß die AMD Chipsatz Treiber herunterladen und mit auf den Windows Installations USB Stick packen, oder wie? Aber während der Installation von Windows kann ich doch die .exe nicht ausführen. Ich steh irgendwie auf dem Schlauch...
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Du meinst nen SATA Raid? Die Treiber sind im Chipsatz Paket, meine ich.
      • Von X-CosmicBlue BIOS-Overclocker(in)
        Jetzt mal ne ganz blöde Frage:
        die meisten (eigentlich alle) TR4-Boards kommen mit 3 M.2/M-Key-Slots für SSDs.
        Wenn ich mir jetzt kein teures und für mich nicht nutzbares RAID 0 mit NVMe-SSDs zusammenstecken möchte, sondern einfach nur diese 3 M.2/M-Key-Slots nutze...wie zum Teufel mach ich das?
        Ich weiß von "früher", wenn man ein RAID zusammenbaute und dann Windows installieren wollte, brauchte Windows während der Installation den entsprechenden RAID-Treiber.
        Das ist doch bestimmt immer noch so, aber ich finde für Threadripper bzw TR4-Boards nur den NVMe-RAID-Treiber. Überseh ich was?
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