AMD Ryzen Threadripper: NVMe-RAIDs verschieben sich [Update 2]
AMDs Sockel-TR4-Plattform mit Ryzen-Threadripper-CPUs und X399-Chipsatz wird zum Start kein Hardware-RAID für NVMe-SSDs unterstützen. Nutzer müssen auf eine Software-Lösung zurückgreifen oder warten, bis AMD den RAID-Support für NVMe-SSDs nachreicht.
Update 2 vom 27.09.17:
Offensichtlich hat AMD den NVMe-RAID-Treiber für die Sockel-TR4-Plattform rund um Ryzen Threadripper noch nicht veröffentlicht. Gegenüber hardocp.com ließ der Chiphersteller verlauten, dass die Veröffentlichung um "einige Tage" verschoben wurde. Die Koordinierung mit den Mainboard-Herstellern benötige mehr Zeit, um unter anderem die entsprechenden BIOS-Updates zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus soll dem Feature noch der letzte Feinschliff gegeben werden, um die "Installierungserfahrung" zu verbessern. Ein neues Datum wird nicht genannt, lange sollten die NVMe-RAIDs aber nicht auf sich warten lassen.
Update 1 vom 31.08.17:
Parallel zur Veröffentlichung des Ryzen Threadripper 1900X hat AMD bekannt gegeben, dass die Mainboard-Hersteller voraussichtlich ab dem 25. September BIOS-Updates für ihre X399-Platinen zur Verfügung stellen werden, mit denen die Unterstützung für NVMe-RAIDs (0, 1, 10) eingeführt wird. Bis zu zehn NVMe-SSDs lassen sich dann zusammenschließen, sofern man PEG- auf M.2-Adapter nutzt. Mit einem Seitenhieb an Intel betont AMD, dass die Updates komplett kostenfrei sein werden.
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Originalartikel vom 07.18.17:
AMDs Sockel-TR4-Plattform ist für Nutzer unter anderem wegen der vielen PCI-Express-3.0-Lanes interessant. 64 Bahnen stehen insgesamt zur Verfügung, wovon 48 für die PEG-Steckplätze draufgehen (je 2 × x16 & x8) und vier für den X399-Chipsatz. 12 stehen für drei M.2-Slots beziehungsweise U.2-Stecker mit je vier PCI-Express-3.0-Lanes zur Verfügung. Sharing findet gegebenenfalls statt, wenn etwa ein 10-Gbit-Ethernet-Controller an die CPU angebunden wird. Für Käufer, die in eine High-End-Plattform investieren, könnten RAID-Konfigurationen bestehend aus mehreren NVMe-SSDs interessant werden.
Vorerst wird es dahingehend jedoch Einschränkungen geben, wie tomshardware.com auf Basis von ungenannten Quellen berichtet und die Online-Handbücher zu den X399-Mainboards von Gigabyte und MSI explizit bestätigen: Mit den Ryzen-Threadripper-CPUs werden vorerst keine Hardware-RAID-Konfigurationen über PCI-Express 3.0 unterstützt. "Hardware-RAID" heißt im Jahre 2017 im Endkundenbereich, dass die Berechnungen zwar über die CPU laufen, die Konfiguration aber auf BIOS-Ebene erstellt wird. Möglich ist das vorerst nur über das AHCI-Protokoll mit SATA-Datenträgern. Nutzer können auf eine rein Software-basierte Lösung zum Aufbau eines NVMe-RAID-Verbundes zurückgreifen, bis AMD eventuell die Unterstützung nachliefert - laut tomshardware.com stehe diese auf AMDs Plan.
Zum Vergleich: Bei Intel Skylake-X werden die M.2- und U.2-Anschlüsse üblicherweise vom X299-PCH versorgt, über den sich das genannte "BIOS-RAID" auch für NVMe-SSDs konfigurieren lässt. In extrem theoretischen Nutzungsszenarien kann die PCI-E-3.0-x4-Verbindung zur CPU limitieren, weshalb die Anbindung direkt an die CPU bei AMDs Ryzen Threadripper "schöner wirkt". Möchte man ein BIOS-RAID über die CPU realisieren, beispielsweise mit Adapter-Steckkarten von PEG x16 auf M.2, funktioniert das nur mit Intel-SSDs und auch nur als RAID 0 kostenlos. Für alle anderen Konfiguration (RAID 1, 5, 10) braucht es einen sogenannten VROC-Key ("Virtual RAID on CPU"), der zu einem späteren Zeitpunkt kostenpflichtig erhältlich sein wird.

Ups, falsche Firma
Eigentlich nicht sinnvoll, wenn man nicht explizit diese Durchsatzraten benötigt, im Normalbetrieb ist schon nahezu 0 Unterschied zwischen SATA und NVMe bemerkbar. Wenn schon, dann ein Raid 1 oder das Geld sparen (oder für andere HW ausgeben).