Ryzen 9 9950X3D2 gegen Ryzen 9 9950X3D: Benchmarks
Wir stellen Ryzen 9 9950X3D und 9950X3D2 auf die Probe. Mit den Powerlimits des jeweils anderen Modells muss sich zeigen, was wirklich obsiegt: die puren Watt oder mehr Cache?
Inhaltsverzeichnis
Wir wissen, dass Inter-Core- und insbesondere CCD-Latenzen maßgeblich darüber entscheiden, wie die Performance bei Spielen ausfällt. Auch Anwendungen zeigen Einflüsse, aber parallele Volllast und Teillast sind zwei Paar Schuhe, die wir nicht durcheinanderwürfeln dürfen und separat voneinander betrachten müssen. Es folgt nun eine besondere Benchmark-Schau. Wie eingangs erwähnt, haben wir den Ryzen 9 9950X3D als Bonustest mit den Powerlimits des Ryzen 9 9950X3D2 getestet, und umgedreht. So zeigt sich, wann der zusätzliche L3-Cache auf dem zweiten CCD des "2er" tatsächlich eine Rolle spielt und die Mehrleistung nicht einfach vom erhöhten Powerlimit des 9950X3D2 kommt. Bei Spiele-Benchmarks sollte das nicht zum Tragen kommen, wenn die Limits nicht erreicht werden. Bei Anwendungen dagegen sind die 200 Watt des 9950X3D praktisch sofort erreicht und auch der 9950X3D2 sprengt gelegentlich seine Skala bei über 270 Watt.
Spezial-Spiele-Benchmarks
Alle 15 Spiele aus dem Testparcours mussten sich erneut beweisen. Bei den beiden zusätzlichen Testläufen mit jeweils anderem Powerlimit haben wir darauf geachtet, dass die Ergebnisse zu den regulären passen. Soll heißen: Starke Ausreißer haben wir nicht gewertet und die Benchmarks in diesem Fall solange wiederholt, bis sinnvolle, vergleichbare Zahlen dabei herausgekommen sind. Die Werte nach Spezifikation beider CPUs stammen aus dem regulären Test. Bei der Auswertung beziehen wir uns auf Besonderheiten, die uns aufgefallen sind. Dazu gehört erst einmal, dass AMDs Ryzen 9 9950X3D nicht automatisch schneller wird, wenn man das Powerlimit erhöht. Schon beim OC-Tagebuch zu dieser CPU ist uns aufgefallen, dass ein reines Erhöhen dieser Werte manchmal kontraproduktiv sein kann. Möglicherweise deshalb, weil die hauseigene V/F-Curve der jeweiligen Kerne nicht dafür designt ist. Bei Spielen, welche die Powerlimits nicht voll, aber im Schnitt sehr gut ausreizen, zeigt sich aber eine Verbesserung der Performance. Schauen Sie sich dazu beispielsweise Starfield oder Baldur's Gate 3 an.
Ein Ryzen 9 9950X3D2 dagegen büßt vereinzelt Leistung ein, wenn man die CPU mit den Limits des 9950X3D betreibt. Was dabei seltsam ist: Das passiert auch, obwohl die Limits nicht erreicht werden! Wir haben keine Erklärung dafür. Zudem ist uns der 16-Kerner mit anderen Limits öfter abgestürzt. Offenbar mag es die CPU nicht, wenn man ihr Energie "klaut". Aber das kann auch am Test-UEFI liegen. Wir müssen immer bedenken, dass nach dem Launch schnell Updates verfügbar sind. Bei Spielen ist es somit die beste Idee, die beiden Prozessoren auf ihrem jeweiligen Standardlimit zu belassen. Sie liefern dort im Schnitt die höchste Performance. Doch was ist mit Anwendungen?
Spezial-Anwendungs-Benchmarks
Bei V-Ray 6, Cinebench R24 oder Corona 10 kommt eher das Powerlimit zum Tragen. Aber es bleiben die Besonderheiten des zusätzlichen L3-Cache beim 9950X3D2: Auch mit geringerem Powerlimit ist der 16-Kerner beim Komprimieren schneller als ein 9950X3D mit quasi offenen Limits. Handbrake oder Blender zeigen dagegen, dass das Plus an Cache auch genutzt werden muss, damit Vorteile erzielt werden können. Wir formen die Zahlen nun zu einem Spezial-Vergleich.
CPU-Index: 9950X3D vs. 9950X3D2
Statt Benchmark-Balken gibt es nun etwas Besonderes. Sie sehen oben eine Ansicht aus unserem umfangreichen CPU-Excel. Für die Berechnung der Zahlen wurden ausschließlich die oben sichtbaren Modelle verwendet. Man kann sehr gut sehen, dass es mit Blender nur einen Benchmark gibt, wo ein 9950X3D mit erhöhten Powerlimits einem 9950X3D2 das Wasser reichen kann. In allen anderen Tests liegt der "2er" mal mehr, mal weniger deutlich vorn. Aber auch die Werte mit niedrigerem Powerlimit beim 9950X3D2 sind sehr interessant: Sie liegen im Schnitt über denen des 9950X3D auf Steroiden. Alles, was dem Dual-Cache-Modell gegenüber dem 9950X3D mit 270 Watt an Mehrleistung auszeichnet, passiert dank des 3D V-Cache auf dem zweiten CCD. Der Unterschied ist jedoch winzig und kaum zu bemerken. Letzteres dürfte an den Latenzen liegen, von denen wir anfangs gesprochen haben. Ein 9950X3D hat weniger Unruhe und etwas mehr Boosttakt, der 9950X3D2 glättet das, wann immer er kann, mit zusätzlichem Cache. Von einem klaren Sieg kann man hier nicht sprechen, eher von Tendenzen. Aber nach Ansicht aller Ergebnisse kann festgehalten werden, dass das Plus an L3-Cache gerade ausreichend Effekt erzielt, um sich vom regulären 9950X3D abzugrenzen. Das reicht jedoch nicht, um die preisliche Lücke zu rechtfertigen, die zwischen beiden Prozessoren klafft.
Fazit: Ryzen 9 9950X3D oder Ryzen 9 9950X3D2?
Beide Modelle wirken zunächst wie zwei Seiten derselben Medaille, unterscheiden sich jedoch in kleinen, aber messbaren Details, die am Ende eine klare Abgrenzung ermöglichen. Punkt 1 ist der zusätzliche L3-Cache beim Ryzen 9 9950X3D2. Dieser liefert einfach "immer" ab, und zwar das, was von ihm erwartet wird. Das funktioniert auch noch, wenn man der CPU das höhere Powerlimit künstlich wegnimmt. In Bredouille kommt man allenfalls, wenn eine Anwendung den Cache nicht adressieren kann. Dann ist ein 9950X3D die bessere Wahl, da man jederzeit die Möglichkeit hat, auf ein latenzarmes, zweites CCD ohne 3D V-Cache zurückgreifen zu können. Beim Spielen ist Letzteres bei korrekter Konfiguration kein Nachteil und beim Arbeiten ist die minimal geringere Leistung gegenüber dem 9950X3D2 zu verschmerzen, insbesondere angesichts des Preises.
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So ist das halt wenn Kerne alleine keine Rolle mehr spielt. Dann kommt es auf andere Dinge an. Da spielt Takt ,cache eine große rolle. Und ursprünglich wollte ich einen 9950x ohne extra Cache kaufen. Ich ging immer davon aus daß ich vom extra Cache keinen Vorteil davon tragen würde. Aber scheinbar ja doch. Ob aber die Latenz mir noch Probleme bereiten wird kann ich nicht sagen.
Was ich sagen kann das ich bestimmt mit Zen 6 12 Kerner gewiss mit einem nicht ganz ausgelasteten 16 Kerner bestimmt gleichziehen können werde .das wird also alles spannend werden.
Ich mag zwar mit dem 265k am Ende sein weil mir der l3 cache der zu wenig ist das Genick gebrochen hat ,aber ich merke mir das. Ob l4 den selben Effekt hat von Intel wie bei AMD ,muss sich ja noch heraus stellen .wenn nicht wird AMD weiter das Feld gewinnen,das ist klar .für mich dann ja auch .
Mich würden da mal Tests interessieren, wie sich der 9950X3D2 in verschiedenen DAWs im Vergleich zu anderen Ryzens (mit und ohne 3D-V-Cache) sowie zu Intels Topmodellen und Apples aktuellen SoCs schlägt. Es gab da vor Jahren mal einen Test bei Heise, welcher zu dem (wenig überraschenden) Ergebnis kam, dass Macs nicht die einzigen Systeme sind, auf denen man Audioproduktion machen kann, der ist allerdings hinter der Paywall und wir sind mittlerweile ein paar Chip-Generationen weiter.
Hätte ich schon ein AM5-System und damit mindestens einen 9800X3D (eher den Zwölf- oder Sechzehnkerner), wäre mir das CPU-Upgrade den hohen Preis in Relation zum Leistungsplus wohl auch nicht wert.
Hardwaredealz hat genau das Szenario getestet, wenn Spiele mehr als 8-Kerne nutzen und das Ergebnis bot keinen Vorteil zu einem 9950X3D oder einen 9850X3D. Star Citizen reizt alle 16-Kerne gnadenlos aus, und es gab keinen Unterschied in der Performance zu einem 9950X3D. Auch bei anderen Spielen, die über 8-Kerne nutzen, war das Ergebnis äquivalent. Selbst AMD schreibt, dass es keinen Leistungsunterschied beim Gaming gibt...
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Schiffskampf mit 30 Schiffen (serverweites Event halt) hat meinen 7800X3D so hart runtergeprügelt, da bin ich mit 30FPS average rumgeflogen.
Gerade in solchen Momenten dürfte die CPU sehr viel bringen. Ja, die sind schlecht reproduzierbar. Krieg mal 30 Spieler und noch 12-15NPC irgendwo mit ihren Schiffen in einen Kampf.
Wir schauen dann mal wenn Content Creator die explizit das Spiel durchgehend zocken mit der CPU was anfangen können - da gibt es n paar Kandidaten (die auch sehr gerne viel für Hardware ausgeben, würde mich nicht wundern wenn der 9950X3D2 da auftaucht).
Ansonsten kann man die Spiele auch via Prozessor-Lasso oder Affinity dingsda manuell auf beide CCD zuweisen.
Frühe Treiber garantieren keinen guten Ablauf, das ist bei AMD und den Dual-CCD Spielen schon lange ein Thema - wird alles nach und nach geregelt, bis dahin muss man manuell einstellen für den besten Fall.
Hardwaredealz hat genau das Szenario getestet, wenn Spiele mehr als 8-Kerne nutzen und das Ergebnis bot keinen Vorteil zu einem 9950X3D oder einen 9850X3D. Star Citizen reizt alle 16-Kerne gnadenlos aus, und es gab keinen Unterschied in der Performance zu einem 9950X3D. Auch bei anderen Spielen, die über 8-Kerne nutzen, war das Ergebnis äquivalent. Selbst AMD schreibt, dass es keinen Leistungsunterschied beim Gaming gibt...
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