AMD AGESA PI 1.2.0.1 versus 1.2.0.2: Der nötige Fps-Boost für Ryzen 9 9950X und 9900X?
Mit AGESA PI 1.2.0.2 verspricht AMD mehr Leistung bei Ryzen 9 9900X und 9950X. Was ist dran an der Magie, was sind Inter-Core-Latenzen und wofür steht AGESA überhaupt? Wir liefern die komplette Übersicht inklusive Vergleichs-Benchmarks in zehn Spielen.
Inhaltsverzeichnis
AGESA steht für AMD Generic Encapsulated Software Architecture. Das ist eine Firmware von AMD, die in den BIOS- respektive UEFI-Chips von Mainboards integriert ist und die Initialisierung der Hardware beim Systemstart übernimmt. Mithilfe von AGESA wird die CPU gestartet, der Arbeitsspeicher konfiguriert und die Kompatibilität zwischen den Bauteilen hergestellt. Neue AGESA-Versionen sind zudem nötig, um weitere Prozessoren zu unterstützen. AMD nutzt AGESA auch, um wichtige Sicherheits-Updates und Erweiterungen für Ryzen-Prozessoren einzubauen. Eine wichtige Komponente davon schauen wir uns heute ganz genau an, nämlich die Inter-Core-Latenz. Was genau das ist und was AMD AGESA damit zu tun hat, erfahren Sie jetzt.
Viele Probleme zum Start von Ryzen 9000
Sie erinnern sich sicher, dass Zen 5 in Form von Ryzen 9000 keinen guten Start hingelegt hat. Erst jüngst haben wir darüber berichtet, dass sich AMD dieser Probleme bewusst ist und offizielle Leistungssteigerungen in Aussicht stellt. AMD spricht dabei gezielt die AGESA ComboAM5PI 1.2.0.2 an und verweist dabei insbesondere auf den 105-Watt-TDP-Modus von Ryzen 5 9600X und Ryzen 7 9700X. Dieser gehört jedoch gar nicht offiziell zu AGESA 1.2.0.2, sondern war bereits in Version 1.2.0.1 enthalten. Wir haben diesen Modus bereits vor Wochen testen können, mit sehr magerem Ergebnis, doch sehen Sie selbst:
Des Weiteren spricht AMD bei der gestrigen Ankündigung von den neuen Mainboards mit X870 und X870E I/O-Hubs, die mithilfe von EXPO (AMD-Äquivalent von Intel XMP) mit bis zu DDR5-8000 für mehr Leistung sorgen sollen. Diese Sache hat nur einen Knackpunkt: den integrierten Speichercontroller von Ryzen 9000 (und Ryzen 7000). Man kann bereits mit mehr Ryzen-7000-Prozessoren ohne Probleme DDR5-8000 ausfahren. Das ist möglich, da sich der Speichercontroller ab DDR5-6400 im 2:1-Modus befindet und so höhere Taktraten beim Speicher zulässt. Dazu ein kleines Zahlenbeispiel: Bei DDR5-6000 takten Speicher und Controller mit jeweils 3.000 MHz. Im 2:1-Modus würde der Controller nur noch mit 1.500 MHz laufen. Entsprechend befände sich der Arbeitsspeicher bei 8.000 MT/s bei 4.000 MHz, der Controller jedoch nur bei 2.000 MHz. Das gilt sowohl für Ryzen 9000 als auch 7000, da sich der Speichercontroller nicht nennenswert weiterentwickelt hat. Des Weiteren stellen die "neuen" Mainboards kaum eine Verbesserung dar, wie Mainboard-Fachredakteur Torsten Vogel herausgestellt hat:
Inter-Core-Latenzen bei Ryzen 9000
Eines der Probleme von Ryzen 9000 hat sich bereits zum Launch gezeigt. AMD verteilt nach wie vor bis zu acht Kerne in einem CCD, auch bei Zen 5. Ryzen 9 9950X und 9900X nutzen entsprechend zwei CCDs, jeweils zweimal mit acht und mit sechs Kernen. Wenn diese Kerne untereinander kommunizieren möchten/müssen, dann geschieht das über den Infinity Fabric, der zwischen den CCDs sitzt. Dabei entsteht eine Latenz, die Leistung kostet. Schon Ryzen 3000 hatte mit diesem Problem zu kämpfen, und die effektivste Methode, diese Latenz zu reduzieren, ist ein Erhöhen der Kerne in einem CCD. Wir erwarten allerdings frühestens mit Zen 6 bis zu 16 Kerne in einem CCD, sodass wir uns aktuell noch mit dem gegenwärtigen Zustand zufriedengeben müssen. Mithilfe des Tools MicroBenchX v1.0.4 kann man die Inter-Core-Latenzen messen und optisch sichtbar machen.
Wir vergleichen jetzt die Inter-Core-Latenzen beispielhaft bei einem Ryzen-9-9900X-Prozessor, einmal mit AGESA PI 1.2.0.1 und dann mit AGESA PI 1.2.0.2:
Nutzen Sie den Vollbild-Vergleich für die beste Übersicht. Sie können deutlich erkennen, wie sich die Latenzen mit AGESA PI 1.2.0.2 verringern. Von Spitzenwerten von 235,3 Nanosekunden auf einen Schnitt von 85 ns, das ist eine Reduktion von rund 63 Prozent.
Die folgenden Benchmarks fanden auf einem MSI X670E Ace, jeweils mit UEFI-Version 7D69v1J2 (AGESA 1.2.0.1) und 7D69v1J3 (AGESA 1.2.0.2) statt. Windows 11 verfügt über die neuesten Updates, auch das wichtige Ryzen-Update mit verbesserter Sprungvorhersage. Ansonsten ist die Konfiguration mit PNY Geforce RTX 4090 Epic-X, 32 GiB DDR5-5600-Speicher und Asus Ryujin-III-360-Wasserkühlung identisch.
AGESA PI 1.2.0.1 vs. AGESA PI 1.2.0.2: Benchmarks
Generell lässt sich in allen Spielen eine Verbesserung der Performance feststellen. Gerade der 12-Kerner Ryzen 9 9900X kann viel durch das AGESA-Update gewinnen, da sich hier nur sechs Kerne in einem CCD tummeln und Spiele oft acht oder mehr Kerne anfordern. Das zeigt sich speziell in Horizon Forbidden West mit einem gewaltigen Plus von 13 Prozent mehr Fps. Auch die Frametimes bessern sich in jedem Fall, wenn teils auch nicht sehr deutlich. Insgesamt können wir nur Positives berichten und empfehlen das Update auf Version 1.2.0.2, sofern Sie einen Ryzen 9 aus der Zen-5-Generation nutzen.
Spiele-Index-Vergleich
Obgleich Einzelergebnisse größere Unterschiede zeigen, zeigt sich im Gesamt-Index nur ein kleines Plus. Für die erweiterte Übersicht haben wir zusätzlich die P1-Frametimes eingeblendet. AMD kann gleichermaßen zulegen und insgesamt rund vier Prozent mehr Performance beim 12-Kerner Ryzen 9 9900X und etwa drei Prozent höhere Fps beim 16-Kerner Ryzen 9 9950X freischaufeln. Zusammen mit den Verbesserungen durch das Spungvorhersage-Update gelingt es AMD allmählich, die versprochene Leistung von Ryzen 9000 zu liefern.
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Cashcow ist bei Intel Mobile, mit den Notebook CPUs verdienen sie aktuell ihre Kohle.
Ob sich das mit den neuen Server CPUs ändert bleibt abzuwarten. Von der Kernanzahl haben sie ja zu Turin aufgeschlossen, da haben wir jetzt 128 vs 128 Cores. Die ersten Tests müssen dann zeigen, wer letztendlich vorne liegt, wobei ich da eher auf Turin tippe. Allerdings hat AMD die bessere Kostenstruktur mit N4 und dem einfacheren Packaging im Vergleich zu intel. Ich bin aufjedenfall sehr gespannt wie sich das entwickelt
Aktuell bin ich noch am überlegen ob ich meinen 5600 in Rente schicke und auf den 9700er gehe und gegen Ende der AM5 Plattform dann auf einen Zen6 mit 3D Cache update
Die dieses Jahr erschienenen Intel Server CPUs werden da jetzt auch erstmal nichts ändern, da der Server Markt extrem langsam ist und Planungen, anträge, Langzeittests usw. erstmal sich behaupten müssen.
Wenn das Misstrauen wegen der Instabilität der 13/14 Gen mit auf den Server Markt geschwappt sein sollte, dann wird das ein Steiniger Weg und die nächsten 5 Jahre wird sich auf dem Server Markt nicht viel zu gunsten von Intel bewegen.
AMI BIOS7C37vHP1(Beta version)2024-09-0517.71 MB
Description:
- AGESA ComboAm4v2PI 1.2.0.Cc update.
1.2.0. << die ist ja jetzt schon alt ?
Cashcow ist bei Intel Mobile, mit den Notebook CPUs verdienen sie aktuell ihre Kohle.
Ob sich das mit den neuen Server CPUs ändert bleibt abzuwarten. Von der Kernanzahl haben sie ja zu Turin aufgeschlossen, da haben wir jetzt 128 vs 128 Cores. Die ersten Tests müssen dann zeigen, wer letztendlich vorne liegt, wobei ich da eher auf Turin tippe. Allerdings hat AMD die bessere Kostenstruktur mit N4 und dem einfacheren Packaging im Vergleich zu intel. Ich bin aufjedenfall sehr gespannt wie sich das entwickelt
Aktuell bin ich noch am überlegen ob ich meinen 5600 in Rente schicke und auf den 9700er gehe und gegen Ende der AM5 Plattform dann auf einen Zen6 mit 3D Cache update
Aber ob das wirklich so kommen wird, muss sich doch erst noch zeigen. Intel hat sich mit ARL echt Zeit gelassen. Das kann gut sein.