AMD mit Q3-Zahlen: Angebot für RX 6000 "teilweise erhöht" - aber nicht für Kryptominer?
AMD hat neue Zahlen für das dritte Quartal 2021 vorgelegt und auch diese dürften Kursphantasien aufrechterhalten. Besonders interessant ist der Blick auf die Umsätze mit Radeon RX 6000 und PS5 bzw. Xbox Series S|X.
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Bei AMD läuft es weiter rund. Nachdem schon das Q1 2021 und das Q2 2021 für neue Rekorde vor allem beim Umsatz sorgten, ist auch das dritte Quartal sehr positiv verlaufen.
AMD: Neuer Umsatzrekord
Beim Umsatz kommt AMD laut Pressemeldung auf 4,313 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 54 Prozent zum Vorjahr und eine Steigerung von 12 Prozent zum Vorquartal. Auch beim Gewinn sieht es weiter positiv aus: Der Nettogewinn betrug starke 948 Mio. USD und stieg um 143,1 Prozent zum Vorjahr; gegenüber dem Vorquartalsgewinn steht man mit einem Plus von 33,5 Prozent ebenfalls hervorragend da.
AMD-CEO Lisa Su zeigt sich positiv: AMD habe "ein weiteres Rekordquartal mit einem Umsatzwachstum von 54% und einer Verdoppelung des Betriebsergebnisses im Vergleich zum Vorjahr" hingelegt. Das Geschäft habe sich im Jahr 2021 "deutlich beschleunigt" und wuchs schneller als der Markt. Das zeigt sich auch beim Ausblick auf das vierte und letzte Fiskalquartal. Hier rechnet AMD mit immerhin rund 4,5 Mrd. US-Dollar Umsatz, das wären 39 Prozent mehr als im Vorjahr und ein Plus von 4 Prozent gegenüber dem Q3. Das sorgte zwar nicht direkt für neue Kursstürme, allerdings ist der Aktienkurs seit Anfang Oktober bereits um über 20 Prozent gestiegen, weshalb die vermeldeten Umsätze und Gewinne schon eingepreist sein dürften.
Ein Blick ins Kleingedruckte zeigt wie immer, wo das Wachstum bei AMD herkommt. Im Segment Computing und Graphics, wo unter anderem Ryzen (5000) und Radeon (RX 6000) verbucht werden, schaffte man einen Umsatz von 2,4 Mrd. USD, ein Plus von 44 Prozent zum Vorjahr bzw. 7 Prozent zum Vorquartal. Bei Ryzen und Radeon konnte erneut der durchschnittliche Verkaufspreis gesteigert werden und so stieg auch der operative Gewinn von 384 Mio. USD im Vorjahr auf nun 513 Mio. USD. Im Q3 verdiente man hier mit 526 Mio. USD aber etwas mehr. AMD erklärt das mit höheren Betriebsaufwänden.
Die größten relativen Zuwächse kommen aber erneut aus der Sparte Enterprise, Embedded und Semi-Custom. 1,90 Mrd. USD konnte man hier umsetzen, 69 Prozent mehr als im Vorjahr und immerhin noch 20 Prozent mehr als im Vorquartal. Laut AMD waren die SoCs für PS5 und Xbox Series X der große Treiber, aber auch die Epyc-Verkäufe. Microsoft veröffentlichte parallel eigene Zahlen und bestätigte, dass man in der Lage war, mehr Xbox Series X und S auszuliefern als erwartet, auch wenn die Nachfrage weiterhin das Angebot übersteige. AMD erwartet für das Q4 ebenfalls steigende Umsätze mit PS5 und Xbox Series S|X, was ja theoretisch nur mit einem besseren Angebot möglich ist. Laut AMD "wird das Angebot weiter ausgebaut, um die anhaltende Nachfrage nach Spielkonsolen zu befriedigen".
Wie ist die Lage bei RX 6000?
Doch wie genau steht es um die Lage bei RDNA-2-Grafikkarten bzw. Radeon RX 6000? Aussagen von AMD lassen sich zum Beispiel bei Seeking Alpha finden. So seien die Verkäufe der RDNA-2-GPUs im Quartal "deutlich angestiegen", da AMD die "Produktion hochgefahren und das Portfolio mit der Einführung der Radeon RX 6600 (XT) im mittleren Preissegment erweitert hat". Das sorgte bei den anwesenden Finanzanalysten für Redebedarf: Wie kann ein Bereich wachsen, in dem es offensichtlich schwierig ist, Bauteile und Endkundenwaren zu bekommen? Sind da nicht doch die Kryptominer im Spiel?
AMD antwortet, dass man sich "sehr bemüht" habe, Gaming-Grafikkarten auf Gamer zu konzentrieren. Und man war auch "in der Lage, einen Teil des Angebots für unsere Grafikkarten zu erhöhen". Das sei auch einer der Gründe für das sequenzielle Wachstum. Auch im vierten Quartal sehe man den Spielebereich "als ein starkes Segment für AMD", die Produktpalette sei "sehr gut". RDNA 2 sei mit dem Portfolio "wettbewerbsfähig auf dem Markt positioniert"; Gaming sei "ein langfristiger Trend, der sich mit einer sehr starken Nachfrage fortgesetzt hat". Umsätze aus Kryptomining seien "vernachlässigbar"; "es ist kein Segment, das wir bedient haben", so AMD.

Ergo eine künstliche Verknappung zum Nachteil des Kunden!
Der Kunde wird durch den dreifachen Preis abgezogen.
Nein, das stimmt so nicht.
Deren Abgabepreise für Konsolen und PC-Hardware für Drittanbieter ist nur geringfügig gestiegen, eben auch weil vor allem Rohstoffe für die Produktion und den Betrieb teurer geworden sind.
Das Meiste vom vergleichsweise hohen Gewinn kommt halt davon, dass man nun viel höhere Absatzzahlen hat als noch vor einigen Jahren, wo man ständig bei Plus Minus Null herumgekrebst ist.
Und die Produkte sind um einiges teurer geworden, weil man wegen der TSMC Limitierung zuallervorderst natürlich im PC Bereich dann die teuren Komponenten auflegt und den Billgmarkt mehr oder weniger derzeit komplett Intel überlassen hat, was vor ein paar Jahren eher genau andersherum lief.
Durch diese beiden Fakten werden die stets anliegenden Unkosten für Personal, Gebäude, Maschinen, als Betriebs- udn Entwicklungskosten viel leichter abgefangen, wonach dann der eigentliche Gewinn erst erzielt werden kann.
Das ist ja auch der Grund, warum Intel und NVidia jedes Qaurtal so gute Gewinne ausweisen können, weil sie viel höhere Stückzahlen und auch genügend hochpreiseige Produkte am Laufen haben.
Die schnippen einmal mit dem Finger, schon sind die Unkosten für die Entwicklung wieder raus, udn man hat nur noch normale laufende Unkosten, AMD tat sich da in den letzten Jahren verdammt schwer, eben weil man auch irgendwie über etwas niedrigere Preise versuchen musste, Marktanteile von der Konkurrenz abzugreifen, oder aber zu behalten, wodurch natürlich gleichzeitig auch wieder mehr verkauft werden muss, um das dann auszugleichen, was aber auch nur bedingt möglich war, weil eben TSMC nicht genug liefern konnte, als z.B. Ryzen plötzlich an Fahrt aufgenommen hat und unerwartet viele Menschen darauf umsteigen wollten.
Seit Juni ist die PS5 zum Beispiel für Sony rentabel. Das zeigt wohin die Reise geht...
Für AMD sind solche Absatzzahlen natürlich auch großartig. Es ist enorm wichtig, das man seine Standbeine ordentlich ausbaut und fördert.
Außerdem was ist so schlimm an Konsolen? Niemand zwingt dich sie zu kaufen, aber parallel kommst du durch sie dennoch in den Genuss von Titeln wie Horizon Zero Dawn, God of War, Ghost of Tsushima uvm.
Von daher: Leben und leben lassen.
Das war meine dritte Ps5 und auch die hat einen unrunden Lüfter. Nun hab ich die Revision 11116B und wenigstens ist das Spulen fiepen weg.
Beim Lüfter hab ich Gummiringe montiert, um die Vibration abzufedern und sie da deutlich angenehmer.
Cpu kaufen ist kein Thema aber Grafikkarten, hola die Waldfee. Hab einen Arbeitskollegen der hat sich ne 3070Ti gekauft. Puh, ja, ist mir zuviel für eine Grafikkarte. 500 Euro für obere Mittelklasse bzw anfang Highend wäre ich bereit zu zahlen aber 1200 für 8GB Ram, naja.
Seit Juni ist die PS5 zum Beispiel für Sony rentabel. Das zeigt wohin die Reise geht...
Für AMD sind solche Absatzzahlen natürlich auch großartig. Es ist enorm wichtig, das man seine Standbeine ordentlich ausbaut und fördert.
Außerdem was ist so schlimm an Konsolen? Niemand zwingt dich sie zu kaufen, aber parallel kommst du durch sie dennoch in den Genuss von Titeln wie Horizon Zero Dawn, God of War, Ghost of Tsushima uvm.
Von daher: Leben und leben lassen.
MfG Föhn.