AMD mit neuem Rekordergebnis: Ryzen, PS5 und XSX wichtiger als Radeon

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AMD mit neuem Rekordergebnis: Ryzen, PS5 und XSX wichtiger als Radeon  
Quelle: AMD

Im Vorfeld der Radeon-RX-6000-Vorstellung und des Ryzen-5000-Verkaufs hat AMD rekordverdächtige Zahlen vorgestellt. Im abgelaufenen Q3 konnte man 2,8 Mrd. US-Dollar Umsatz und einen Nettogewinn von 390 Mio. US-Dollar vermelden. Ryzen ist dabei wesentlich wichtiger für den Erfolg als Radeon. Auch PS5 und Xbox Series X helfen AMD.

Es läuft bei AMD: Während Intel an sich gute Zahlen, aber einen eher schwachen Ausblick liefert, passiert bei AMD gegen das Gegenteil. Mit rund 2,8 Mrd. USD Umsatz meldet man im dritten Quartal 2020 den höchsten Quartalsumsatz der Geschichte und auch die 390 Mio. USD Nettogewinn können sich sehen lassen - zuletzt hatte man im ersten Quartal 2011 einen höheren Gewinn. Den Knaller mit der Übernahme von Xilinx haben wir bereits in einer separaten News vorgestellt.

AMD: So lief es im Q3

Der Umsatz war damit 56 Prozent höher als im vergleichbaren Vorjahresquartal und 45 Prozent höher als im Vorquartal. Die Sparte "Computing and Graphics" mit Ryzen und Radeon macht dabei 1,67 Mrd. Umsatz, 31 Prozent mehr als im Vorjahr und 22 Prozent mehr als im Vorquartal. Während zum Vorjahr die Umsätze mit Ryzen 3000 und Co. "erheblich" höher lagen, wurde das Umsatzplus teilweise durch schwächere Umsätze bei Radeons ausgeglichen. Im Vergleich zum Vorquartal konnte beide Bereiche zulegen. Operativ konnte man 384 Mio. USD Gewinn einfahren (Vorjahr: 179 Mio., Vorquartal: 200 Mio.), dafür verantwortlich zeichneten höhere Ryzen-Umsätze.

Richtig durch die Decke gingen erwartungsgemäß die Umsätze in der Sparte "Enterprise, Embedded and Semi-Custom". Mit 1,13 Mrd. USD Umsatz lag AMD 116 Prozent über Vorjahr und 101 Prozent über Vorquartal. Gerade die Umsätze durch die SoCs für PS5 und Xbox Series X sorgten hier für gute Zahlen, aber auch Epyc verkaufte sich besser. Beim operativen Gewinn schaffte man 141 Mio. im Vergleich zu 61 Mio. im Vorjahr und 33 Mio. im Vorquartal. AMD-CEO Lisa Su sieht AMD "gut positioniert, um weiterhin erstklassiges Wachstum zu erzielen, während wir unser führendes Produktportfolio mit der Einführung unserer nächsten Generation von Ryzen-, Radeon- und EPYC-Prozessoren weiter ausbauen".

AMD im Q3 2020 Quelle: PC Games Hardware AMD im Q3 2020
Für das vierte Quartal 2020 erwartet AMD entsprechend einen Umsatz von etwa 3,0 Milliarden US-Dollar, plus oder minus 100 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von etwa 41 Prozent im Jahresvergleich und 7 Prozent in Folge entsprechen würde. AMD zitiert vor allem Ryzen, Epyc und Semi-Custom-Produkte (PS5 und Xbox Series X) als Wachstumstreiber - Radeon RX 6000 dürfte im vierten Quartal aufgrund des späten Releases im November noch keinen großen Effekt haben.

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von weisserteufel Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Leonidas_I
        Hatte noch nie eine CPU von AMD im Rechner. Auch das wird sich demnächst ändern.
        Ich habe jetzt schon die zweite ZEN2 CPU im Rechner. Und selbst die kleine macht ne gute Figur für den Preis.
        Nichsdestotrotz freue ich mich wieder darauf in den Taskmanager zu gucken, sobald ich die 5900X einbaue.
      • Von weisserteufel Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Leonidas_I
        Hatte noch nie eine CPU von AMD im Rechner. Auch das wird sich demnächst ändern.
        Ich habe jetzt schon die zweite ZEN2 CPU im Rechner. Und selbst die kleine macht ne gute Figur für den Preis.
        Nichsdestotrotz freue ich mich wieder darauf in den Taskmanager zu gucken, sobald ich die 5900X einbaue.
      • Von gruenerknilch Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von criss vaughn
        Wohl dem, der die AMD-Aktie für < 10 USD erwerben konnte
        Jep... war eine gute Entscheidung unter 10 USD zu kaufen... bin glücklich damit
      • Von Palmdale BIOS-Overclocker(in)
        Keine Überraschung, sowohl in positiver Hinsicht bei CPU/APU, aber auch das GPU bisher noch wenig bis gar nicht eine Rolle spielt. Ob und wenn ja wie, entscheidet sich ja grob mal morgen am späten Nachmittag. Es sei zu wünschen, dass neben Intel auch Nvidia mal wieder einen ernsten Gegner erhält
      • Von Quake2008 Volt-Modder(in)
        Zitat von criss vaughn
        Wohl dem, der die AMD-Aktie für < 10 USD erwerben konnte
        ZUm weinen ist das ich mir die Aktie angeschaut hatte als Sie nur 1,40 EUR gekostet hatte.

        Auch meine Prognose ist eingetroffen, das durch Ryzen das Ganze an fahrt gewinnt.
      • Von Av4l PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Nobbis
        Zitat "passiert bei AMD gegen das Gegenteil."
        Ich denke, da fehlen 2 Buchstaben.

        Und nochmals sei erwähnt, dass dies den Leuten zu verdanken ist, die AMD über die Jahre der Durststrecke geholfen haben und nicht auf Anraten besonders kluger Foristen auf Intel oder Nvidia gewechselt haben.

        Lol, wenn wir meinen 286er und 386er weglassen (zählt nicht ), dann hatte ich noch nie einen Intel in meinem Rechner ... soll sich aber auch nicht ändern.
        Also ich sehe es nicht als meine Aufgabe an, Hersteller mit schlechten Produkten am Leben zu halten. Dementsprechend hatte ich bis vor kurzem auch eine Intel-CPU in Verwendung.
        Zumindest bei den Grafikkarten bin ich aber in der Zeit bei AMD geblieben. Denn sowohl mit der HD7950, der RX480 und der RX5700XT hatten sie ein meiner Meinung nach gutes Produkt zu einem akzeptablen Preis am Start.
        Die NVidia-Karten waren einfach teurer bei gleicher Leistung.
        Wäre das aber nicht so gewesen, sondern hätte ich mehr Geld ausgeben können oder mehr Leistung gebraucht, dann hätte ich definitiv zu Nvidia gegriffen (außer bei der 7950).

        AMD, genau wie auch jedes andere Unternehmen, soll sich gefälligst selber durch gute Produkte über Wasser halten. Dazu haben sicherlich auch mehr die Konsolen beigetragen, als irgendwelche privat gekauften Bulldozer CPUs.
        Wenn man Geld spenden will , findet man sicherlich bessere Optionen als irgendwelche Großkonzerne.

        Ich gehe auch davon aus, dass sich da für AMD eine Lösung gefunden hätte, wenn das Geld nicht mehr gereicht hätte. Intel würde ja sonst als Monopolist auch Probleme bekommen.
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