Vor 5800X3D-Release: Ryzen 5900X wird günstiger - 12 Kerne oder 3D-V-Cache eine Preisfrage?
Vor dem Launch des Ryzen 7 5800X3D, der sich in unserem Test zusammen mit dem Core i9 12900KS als schnellste Spiele-CPU herausgestellt hat, wird ein Konkurrent aus eigenem Hause günstiger: der Ryzen 9 5900X. Generell scheint der nahende Launch das Interesse an AMD-Prozessoren zu beflügeln, da sie die CPU-Charts unseres Preisvergleichs anführen.
Zwölf Kerne oder doch lieber acht plus 3D-V-Cache? Der kürzlich getestete Ryzen 7 5800X3D und der Ryzen 9 5900X konkurrieren durchaus miteinander, zumal sie in preislich ähnlichen Regionen aufschlagen. Fünf Tage vor dem offiziellen Launch des Ryzen 7 5800X3D, laut PCGH-Test die zusammen mit dem Core i9 12900KS schnellste Gaming-CPU, hat sich das Preisgefüge noch einmal nach unten korrigiert. So wechselt der Ryzen 9 5900X bereits ab 404 Euro den Besitzer: Gestern listete ihn unser Preisvergleich sogar schon ab knapp unter 400 Euro, nachdem Anfang des Monats noch rund 439 Euro fällig wurden.
Der 12-Kerner wird im Vergleich zum Ryzen 7 5800X3D, der 489 Euro kosten soll, also zunehmend attraktiv. Die Frage wird natürlich sein, wie hoch dessen Straßenpreis ab dem 20. April ausfällt. Sind genug Exemplare am Start, um die UVP gleich zu Beginn zu unterbieten? Oder übertrifft die Nachfrage das Angebot und die 489 Euro rücken wie lange Zeit bei den Grafikkarten in weite Ferne? Die Erfahrung zeigt, dass auch bei guter Verfügbarkeit zum Launch erst einmal keine Schnäppchen zu erwarten sein werden.
Ebenfalls interessant: AMD Ryzen 7 5800X3D: Der 3D-V-Cache im Detail
So oder so kann AMD - zumindest laut unserem Preisvergleich - nicht über mangelndes Interesse klagen. Denn im Top-10-Ranking dominieren aktuell wieder die Ryzen-Prozessoren. Auf Platz 1 steht der Ryzen 9 5900X ab 404 Euro, auf Platz 2 der Ryzen 7 5800X ab 319 Euro, auf Platz 3 der Ryzen 7 5700X ab 298 Euro, auf Platz 4 der Ryzen 9 5950X ab 529 Euro und auf Platz 5 der Ryzen 5 5600X ab 225 Euro. Erst auf den Rängen 6 und 7 tauchen mit dem Core i5-12400F ab 177 Euro und dem Core i7-12700K ab 398 Euro die ersten Intel-Prozessoren auf. Es folgen der Ryzen 5 5600, der Core i5-12600K und der Ryzen 5 5600G.
Einschränkend sei gesagt, dass dieses Ranking nur eine Momentaufnahme darstellt und nicht die Verkaufszahlen, sondern die Suchanfragen widerspiegelt. Für aktuelle Ryzen-Prozessoren sprechen sicherlich die Abwärtskompatibilität zu älteren I/O-Hubs sowie die mitunter günstigeren Plattformkosten. Intel hingegen punktet bei Alder Lake-S mit der moderneren Plattform und der bei vielen Modellen doch etwas höheren Gaming-Leistung.

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Privat habe ich tatsächlich 0 Bedarf an Anwendungsleistung auf dem Rechner, für den ich jetzt den 5800X3D schon bestellt habe, und zumindest aktuell ist der ja deutlich schneller als der 5950X in allen Gamesbenchmarks, die ich gelesen habe, vor allem bei Games, die ich noch vorhabe zu spielen. Ob auch mit Takt- und Speicher-OC, und mit AGESA 1.2.0.7, [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]?
Ich habe vor, die Plattform noch ca. 3 jahre zu behalten (natürlich mit aufgerüsteter Grafik), und für diesen Zeitraum wäre für mich relevant, ob der aktuelle Vorsprung von Cache vor Kern bei diesen 2 CPU`s so lange Bestand hat. Ein oft gehörtes Argument dafür wären die momentan entwicklungsleitenden 8-kernigen Konsolen. Ein weiteres Plädoyer für den von [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] vorgeschlagenen Test derUE5 Matrix-Demo als Glaskugel-Helfer.
Der 5800X3D profitiert zugegebenermaßen allgemein stärker von seinem Cache beziehungsweise bei Zen 3 ist das so umgangene Speicher-Interface allgemein eine größere Bremse als es seinerzeit bei Haswell und Broadwell war. Aber dafür steht jetzt eben als Alternative die doppelte Kernanzahl im Raum und einen 5950X kann man übertakten und er profitiert auch stärker von RAM-OC. Das entsprechende "5950X"-Gegenstück zum i7-5775C wäre technisch betrachtet der i7-6900K (bei Blick auf den Takt eigentlich sogar der i7-6960X) und der hat auch in Spielen einen Tick besser abgeschnitten; in Anwendungen war er massiv überlegen. Leider sind beide Broadwell als eher seltene CPUs nie in aufwendigen Skalierungstest gegeneinander angetreten, weswegen ich nicht sagen kann, wie groß der Anteil des schnelleren Speicher-Interface an dieser Leistung ist, dass dem 5950X gegenüber seinem Mainstream-Kollegen natürlich fehlt. Aber Ende 2019, als es die Leistung des i7-5775C so langsam in "anspruchsvolle User denken an Aufrüstung"-Gefilde gefallen war, hatte der i7-6900K selbst im Spiele-Index 22 Prozent Vorsprung zzgl. größeren OC-Potenzial. Ich würde also erwarten, dass die "mehr Kerne"-Lösung in Intels erster 14-nm-Generation die langlebigere war, auch wenn "mehr Cache" damals weitaus eleganter erschien und definitiv weniger Strom verbrauchte.
(Natürlich hat Intel damals zwei Jahre gebraucht, um die große Variante nachzuliefern und wollte dann 200 Prozent mehr Euro dafür sehen – das hat die Entscheidung leicht gemacht. Aber AMD bietet bei Zen-3-Interpretationen eben gleichzeitig zu ähnlichen Preisen an. Privat würde ich einem 5800X3D nur deswegen kaufen, weil ich 0 Bedarf an Anwendungsleistung habe und weil er so ein absurd-extremistisches Design ist. Ich bereue es auch immer noch ein bisschen, den Gallatin damals verkauft zu haben, um das Core-2-System zu finanzieren. Aber objektiv war es die richtige Entscheidung und abseits von Gefühlsdusselei halte ich den 5950X bei aktuell 10 Euro Aufpreisbesser den besseren Deal.)
Es ging ihm wohl um die Frage der Zukunftstauglichkeit, mehr Kerne oder mehr Cache. Ich würde sagen, wenn`s nur um Gaming geht: Cache, wenn`s um gemischte Nutzung geht: Kerne.
Und eben weil das Board so teuer war, will ich es auch noch ein paar Jahre behalten und eben noch die letzte CPU die möglich ist mitnehmen. Und in den Foren sieht man, dass doch einige andere vor der selben Entscheidung stehen. Ich habe vergessen zu erwähnen dass auch die 5700XT rausfliegt. Aber hier denke ich warte ich wirklich noch auf die neue Generation, es sei denn eine 6800XT wird extrem günstig.
Ich muss nicht sofort auf AM5 umsteigen , denn das würde extrem viel mehr kosten als eine neue CPU für das bestehende System.
Ich habe vor kurzen ein Video gesehen, in dem man sieht das die neue UE5 extrem gut mit vielen Kernen skaliert.
Hier wäre es doch wirklich interessant mal zu testen wie sich der 5800X3D gegen den 5900X schlägt, wenn man die UE5 Matrix Demo mal als Szenario hernimmt. Wär das was @ Torsten?
Ich persönlich würde mit einer leistungsfähigen AM4-Plattform erst einmal abwarten, wenn die aktuelle CPU noch ausreicht. (Was ein 3700X, ggf. mit OC, eigentlich sollte)
Der 5800X3D ist ein One-Trick-Pony und Cache eigentlich ein zweischneidiges Schwert. Ich bin bereits überrascht, dass er in so vielen Spielen skaliert und die zusätzlichen Kerne von 5900X und 5950X sind nicht ohne Potenzial. Die beste Methode um herauszufinden, welches Modell mit Spielen des Jahres 2023 und später am besten fertig wird, ist auf 2023 zu warten.
Und eben weil das Board so teuer war, will ich es auch noch ein paar Jahre behalten und eben noch die letzte CPU die möglich ist mitnehmen. Und in den Foren sieht man, dass doch einige andere vor der selben Entscheidung stehen. Ich habe vergessen zu erwähnen dass auch die 5700XT rausfliegt. Aber hier denke ich warte ich wirklich noch auf die neue Generation, es sei denn eine 6800XT wird extrem günstig.
Ich muss nicht sofort auf AM5 umsteigen , denn das würde extrem viel mehr kosten als eine neue CPU für das bestehende System.
Ich habe vor kurzen ein Video gesehen, in dem man sieht das die neue UE5 extrem gut mit vielen Kernen skaliert.
Hier wäre es doch wirklich interessant mal zu testen wie sich der 5800X3D gegen den 5900X schlägt, wenn man die UE5 Matrix Demo mal als Szenario hernimmt. Wär das was @ Torsten?