Ryzen-3000-Boost: AGESA-Update wirkt auch unter Linux, Leistungsvorteil allerdings zu vernachlässigen
Einem Test zufolge sorgt das AGESA-Update mit der Versionsnummer 1003ABBA auch unter Linux für höhere Boost-Taktraten. 140 Benchmark-Ergebnisse wurden dazu ermittelt und die Frequenz dokumentiert. Die Leistung steigt über das breite Testfeld hinweg allerdings nur marginal.
Mehrere Tests haben gezeigt, dass AMDs AGESA-Update für Ryzen 3000 wirkt. Der maximale Single-Core-Boost wird nun häufiger erreicht, selbst eine minimale, wenngleich vernachlässigbare Performance-Steigerung ließ sich ausmachen. Nun liegen Werte für Linux vor und auch die zeigen eine Verbesserung.
Nun muss man dazu sagen, dass die 140 Benchmarks, die Phoronix bemüht hat, bunt gemischt sind und die CPU sehr unterschiedlich auslasten. Dass der maximale Boost nur selten erreicht wird, lässt sich AMD also nicht zwangsläufig als schlechtes Boost-Verhalten ankreiden. Hohe Boost-Taktraten liegen in der Regel nur dann an, wenn die CPU Spielraum dazu hat. Das ist bei hohen Workloads eher weniger der Fall - darauf hatte AMD auch in einer Stellungnahme hingewiesen.
Ryzen 9 3900X auf Crosshair VIII
Getestet wurde mit dem Ryzen 9 3900X, der bisher die größten Probleme beim Erreichen des Boost-Taktes hatte. Zudem macht der Tester darauf aufmerksam, dass er die Phoronix Test Suite genutzt hat. Als Unterbau kam ein Asus ROG Crosshair VIII Hero WiFi zum Einsatz. Einmal mit der BIOS-Version 0803 und einmal mit der Version 1001, die besagtes AGESA-Update enthält. Alle anderen Komponenten blieben für den Test unverändert.
Am Ende lässt sich festhalten, dass der Ryzen 9 3900X besser als zuvor boostet. Die maximal erreichte Frequenz liegt mit 4.626 MHz nun über dem angegeben Maximal-Boost von 4,6 GHz - zuvor wurde dieser mit 4.597 MHz knapp verfehlt.
Mehr zum Thema: AGESA-Boost-Update für Ryzen 3000: Weitere Downloads verfügbar [Update mit MSI]
Unterm Strich bleibt sogar ein kleines Leistungsplus. Das bewegt sich mit nicht mal einem Prozent jedoch eher im Rahmen der Messungenauigkeit. Allerdings lassen sich einzelne Ausreißer ausmachen. So steigt die Leistung bei Graphics Magick um satte 8,6 Prozent (HWB Color Space), während der Bork File Encrypter um 6,1 Prozent nachlässt. Effektiv ändert sich, wie eigentlich auch zu erwarten war, wenig.
Quelle: Phoronix

Für welche Vergleichsgröße soll denn die Rundenzeit stehen?
Für welche Vergleichsgröße soll denn die Rundenzeit stehen?
Besser ist es doch, von vorneherein auf solche unsinnigen Vergleiche zu verzichten.
Die Drehzahl wird übrigens beim Auto je nach Fahrsituation, Umgebungsparameter oder auch im Stillstand / Leerlauf ebenfalls begrenzt.
Ja natürlich, die Verluste des Antriebsstrangs sind ja nicht ganz unerheblich, da kommen zusammen schon ein paar kW Verlustleistung raus.
Ändert aber nix am Fakt, dass eine ECU die dir besagte "800PS" nur bei leichter Last freigibt eine Mogelpackung ist analog VWs Dieselsoftware. Und genauso ist es eine Mogelpackung wenn man mir besagte 4,4Ghz nur freigibt wenn nahezu keine Load auf der CPU liegt.
Da mein 3700X letztlich jetzt aber die Leistung liefert wie er soll und vergleichbar zu den Benchmarks die es gibt bin ich soweit ja auch zufrieden. Jetzt dürfen sie sich halt noch um PBO kümmern und dann ist ja alles paletti.