Ryzen 7 5800X3D ohne OC: Mögliche thermische Gründe
AMD weist offenbar die Mainboard-Hersteller an, für den Ryzen 7 5800X3D das Übertakten zu deaktivieren. Zuerst klang es nach einem wilden Gerücht, aber es gibt immer mehr Hinweise auf Richtigkeit. Vermutlich wird die Maßnahme aus thermischen Gründen getroffen.
Erst als wildes Gerücht eingestuft zeichnet sich immer mehr ab, dass der Ryzen 7 5800X3D beim Übertakten gezähmt wird. Zunächst machten Hinweise auf Billibilli die Runde, die nun unter anderem von Techpowerup bestätigt wurden. Demnach wird der Ryzen 7 5800X3D kein Übertakten unterstützen und AMD soll die Mainboard-Partner darum gebeten haben, entsprechende Funktionen im BIOS zu sperren, wenn das Modell mit Extra-Cache verbaut ist.
"5800X3D 8C16T 100-xxxxxxxxx 105 W AGESA: PI 1206b 1/28 Please hide Vermeer-X CPU OC BIOS SETUP options", soll es heißen. Warum? Das ist im Moment Gegenstand von Spekulationen. Man geht im davon aus, dass es am Stacking liegt. AMD meinte zwar bei der Vorstellung des 3D-Caches, dass man die Thermik im Griff hat, aber der zusätzliche V-Cache sitzt eben huckepack auf dem Die der CPU und durch den SRAM muss die Wärme der Kerne abgeführt werden; selbst bei optimaler Platzierung weitestgehend über dem CCD-Cache. Auch sonst seien die Auswirkungen bei den Temperaturen laut AMD vernachlässigbar und einkalkuliert, worauf man unter anderem mit thermisch effizientem Silizium reagiert habe. Stutzig werden konnte man im Nachhinein betrachtet erstmals, als klar war, dass der Ryzen 7 5800X3D 3,4 und 4,5 GHz schnell ist, während das Modell ohne Cache je 400 bzw. 200 MHz mehr zu bieten hat.
Die verwendete 3D Vertical Cache Technology
Die 3D Vertical Cache Technology ist eine in Zusammenarbeit mit TSMC entwickelte die-on-die 3D-Stacking-Technologie, die auf TSV mit 2 TB/s als Verbindung setzt und Huckepack einen bis zu 64 MiB großen, in 7 nm gefertigten SRAM-Cache liefert - zusätzlich zum bereits vorhandenen On-Die-Cache der CCDs mit bis zu 32 MiByte. In Summe kann AMD so den gesamten Cache bei einem ordinären Ryzen mit 2 CCDs von derzeit bis zu 64 auf bis zu 192 MiB vergrößern; bei Prozessoren mit weniger oder mehr CCDs entsprechend. Im Sprachgebrauch ist von einem L3-Cache die Rede, da er hierarchisch so eingeordnet ist und nicht als nachgelagerter L4-Cache. Zum Stromverbrauch sagt AMD, dass man sich auch für eine Hybrid-Bond-Technologie mit Kupfer-zu-Kupfer-Verbindungen entschieden hat, weil die unter anderem eine dreifache Verbesserung bei der Interconnect-Energieeffizienz liefert und so den Uncore-Verbrauch nicht weiter kräftig nach oben schnellen lässt; zusätzlich zur höheren Dichte und besseren Temperatur.
Dass der Huckepack verbaute Cache auch das OC beeinträchtigen wird, hatte so wohl trotz der thermischen Indikatoren keiner erwartet. In dem Zuge ist auch eine Aussage von Robert Hallock anders zu lesen, der bei AMD das technische Marketing verantwortet. Der hatte sich gegenüber PC World zu Frequenzen ausgelassen und deren Wichtigkeit gemindert, wenn man stattdessen (Zwischen-)Speicher draufpackt. Man sei dann nicht mehr durch die Frequenz limitiert. "[...] so können wir die Frequenz ein wenig senken, die Wärmeentwicklung verringern, die Kühlung vereinfachen und einen großen zusätzlichen Cache einbauen, der eine höhere Transistordichte und eine höhere Wärmedichte mit sich bringt - ein Kompromiss, der sehr einfach war."
Das könnte erklären, warum AMD nur eine CPU unter Vermeer mit 3D-Cache auf den Markt bringt. Man kann erst einmal in Ruhe die Gewässer untersuchen; mit der CPU, die für Spieler am interessantesten ist und wo der Cache im Querschnitt potenziell den meisten Nutzen haben wird. Intel hat es einst mit Broadwell vorgemacht. Die ganze Marktposition des Ryzen 7 5800X3D wird damit aber nur noch interessanter: Für die aufgerufenen 449 US-Dollar MRSP bekommt man auf der Straße im Moment auch einen Ryzen 9 5900X mit 12 Kernen oder, für ein paar Dollar weniger, einen Ryzen 7 5800X ohne Cache, aber mit OC. Das Anwendungsszenario und Benchmarks werden bei der Kaufentscheidung eine gewichtige Rolle spielen. AMD glaubt jedenfalls, die schnellste Gaming-CPU liefern zu können. Los gehts wohl am 20. April.
Quellen: Bilibili, Twitter (@ShiinaChaos), Videocardz, PC World, Techpowerup

Ich schaue mir nur Tests an wo ich sagen kann, dass es sich für mich lohnt eine neue CPU zu kaufen.
Hat ja keiner verlangt, dass du nur 4k testen sollst.
Genau das
Da ich nur in UWQHD+ zocke ist alles andere uninteressant für mich.
Hypothetisch: Was ist, wenn du nach zwei Jahren ne deutlich bessere GPU kaufst, die zu den Testzeitpunkten noch gar nicht verfügbar war, dir jetzt aber in deiner Wunschauflösung gar nicht so viel mehr fps bringt, weil jetzt deine CPU doch zu langsam ist, für die du dich zu jenem Zeitpunkt auf Basis von Tests im GPU Limit entschieden hattest ?
Der 720p Test lässt dich mehr oder weniger etwas in die Zukunft blicken. Wenn du jemand bist, der sowieso alle 2-3 Jahre seine Platform wechselt, mag das egal vielleicht egal sein. Aber wer gezielt hinter bestimmten fps ist oder sein System ziemlich lange behält, ist mit 720p Tests besser bedient als alles andere.
Eine Leistung mit gezogener Handbremse zu testen ist nun mal eine Leistung, die nicht getestet wurde.
Aber wenn ich bestimmte Hardware untereinander vergleichen möchte, dann muss ich Testbedingungen schaffen, die mir einen Vergleich ermöglichen. Deshalb nutzen wir auch Wasserkühler für die Testsysteme, obwohl die meisten noch auf Luft setzen und testen Spiele an ausgesuchten, fordernden Stellen, obwohl Spieler zu 99,99 Prozent auch woanders langlaufen. Wir testen auch ohne V-Sync, obwohl die meisten das (oder bessere Möglichkeiten) nutzen, um Tearing zu vermeiden. Und wir lenken die Last nun mal auf die Komponente, die getestet werden soll.
Aber mal ehrlich, das Video ist zwar schon älter, erklärt es aber eigentlich ganz gut:
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Ich schaue mir nur Tests an wo ich sagen kann, dass es sich für mich lohnt eine neue CPU zu kaufen.
Hat ja keiner verlangt, dass du nur 4k testen sollst.
Edit:Worauf möchtest du eigentlich hinaus? Dass es Spiele oder Anwendungen gibt, die Alder Lake nicht besonders liegen? RDR2 läuft auf allen Zen3 CPUs besser als ADL, aber was sagt dieser Einzelfall aus?
Da ich nur in UWQHD+ zocke ist alles andere uninteressant für mich.
Ich hab schon arge Probleme mehr Mhz aus meinem 5800x zu kitzeln, dass meiste kommt übern CO, und da müsste ich mich schon ein paar Stunden hinsetzen um alle Cores auszuloten, drum lasse ich meinen einfach auf Stock laufen und bin absolut zufrieden mit der Performance.
Viel wichtiger wird sein, wie der 3DL3 nun auf die Gamingperformance wirkt. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen das der 12900k geknackt wird.