Ryzen 7 5800X3D: Im Geekbench 5 schneller als der Ryzen 7 5800X
Der Ryzen 7 5800X3D ist im Geekbench 5 schneller als der Ryzen 7 5800X - hier scheint sich der Cache zu lohnen. Am 20. April beginnt der Schlagabtausch, in dem ermittelt wird, was mehr Cache wirklich bringt.
Nach und nach tröpfeln immer mehr Benchmarkwerte zum Ryzen 7 5800X3D rein, dieses Mal aus dem Geekbench 5. Auch da ist der Praxisnutzen eines synthetischen Benchmarks überschaubar, doch in diesem Fall sieht man, dass Cache durchaus etwas bringen kann. Im Vergleich zum Ryzen 7 5800X ohne Cache und mit etwas mehr Takt ist der Ryzen 7 5800X3D neun Prozent schneller. Schon AMD hatte angedeutet, dass der um nunmehr 64 MiB erweiterte L3-Cache beim 8-Kerner mit potenziell vielen Spielelasten am ehesten einen Mehrwert bringt.
Ob es dann noch gegen den mit vier Kernen mehr ausgestatteten Ryzen 9 5900X reicht, ist im Moment eher fraglich. Hier könnte AMD ein Dilemma bei den Straßenpreisen drohen, denn der Ryzen 7 5800X3D soll wie der Ryzen 7 5800X für 449 US-Dollar MRSP verkauft werden. Hier wird es dann maßgeblich davon abhängen, wie sich die Straßenpreise entwickeln, denn ein Ryzen 7 5800X wird auf der Straße für ca. 420 US-Dollar verkauft; ein Ryzen 5 5900X für ca. 490 US-Dollar. In Deutschland ist der Preisdruck sogar noch größer, denn ein Ryzen 7 5800X wechselt ab 325 Euro den Besitzer, ein Ryzen 9 5900X ab 444 Euro. Der Ryzen 7 5800X3D musste sich entsprechend dazwischen einordnen. Ob das klappt, hängt letztlich auch von der Verfügbarkeit. Für die Marge wird es bei AMD sicher nicht zuträglich sein.
Ein anderes Problem ist der Griff nach der Trophäe "schnellste Gaming-CPU" der Welt. Da zeichnet sich im Moment ein sehr ungleicher Kampf ab. Während der Ryzen 7 5800X3D den Titel für sich beansprucht, macht das Geekbench-Ergebnis nicht die meiste Hoffnung, denn da fehlen schon zum Core i7 12700K rund 25 Prozent. Und Intel hält im Kampf um die Trophäe den, zugegeben sehr viel teureren, Core i9-12900KS entgegen. Rein wirtschaftlich ist die AMD-CPU ohne Frage die bessere Wahl, aber wenn es rein um Leistungswerte geht, darf man sich bereits auf die Benchmarks freuen. AMDs Rennpferd wird vor allen dann profitieren, wenn die Anwendung den Cache ausnutzen kann. Bei Intel werden eher Anwendungen Freude haben, die mit dem Takt skalieren. Der Core i9-12900KS kann zudem mehr Threads gleichzeitig bedienen - wie zuvor erwähnt zwei sehr verschiedene Kombattanten im Kampf um die schnellste Gaming-CPU der Welt.
Am 20. April soll es für den Ryzen losgehen; mit 449 US-Dollar sortiert sich AMD genau zwischen Core i7-12700K und Core i9-12900K ein. Geboten werden dafür 8 Kerne und 16 Threads mit 3,4/4,5 GHz, 32 MiB L3-Cache, 64 MiB 3D V-Cache und bedauerlicherweise kein OC. Das musste AMD wohl aus thermischen Gründen abklemmen, da der Compute-Die seine Abwärme durch den huckepack verbauten NAND an dem Heatspreader leiten muss.
Quelle: via Twitter
