Hohe Fehlerquote bei Ryzen 5000? Mehrere System-Builder widersprechen

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Hohe Fehlerquote bei Ryzen 5000? Mehrere System Builder widersprechen (1)
Quelle: PCGH

Ein System-Builder sorgte unlängst mit der Aussage für Aufsehen, dass Ryzen-5000-Prozessoren eine viel zu hohe Ausfallrate im Vergleich zu Intel aufweisen. Derartige Aussagen können andere Unternehmen, die PCs bauen, nicht bestätigen. Auch wurde der Tweet um die angeblich hohe Fehlerrate inzwischen gelöscht.

Am Wochenende twitterte der System-Builder "PowerGPU" über eine "immer noch zu hohe" Ausfallquote von Ryzen-5000-Prozessoren. Von 320 Ryzen-5000-Prozessoren seien 19 "dead on arrival" gewesen, also stolze sechs Prozent. Bisher habe das Unternehmen, solange man ihn schon verkauft, aber nur einen einzigen defekten Core i7-9700K gesehen. Als dann noch die Aussage fiel, man würde jede Woche drei bis fünf defekte B550- und X570-Motherboards sehen, schossen die Reaktionen ins Kraut. PC World hat sich zwischenzeitlich bei AMD und drei anderen System-Buildern erkundigt. Sie alle können derartige Beobachtungen nicht bestätigen.

Der Hersteller selbst äußerte sich wie folgt: "AMD prüft eine Beschwerde eines PC-Bauers bezüglich unerwartet hoher Ausfallraten bei Desktop-Prozessoren der Ryzen-5000-Serie. Uns sind aktuell keine ähnlichen Probleme bekannt." Die ebenfalls kontaktierten System-Builder werden nicht namentlich genannt. Es wird im Bericht lediglich angedeutet, dass diese mehr Komplettrechner verkaufen als "PowerGPU". So stellt der erste Anbieter klar, dass es keine Probleme mit Ryzen-basierten Systemen gibt. Fertigungslinien und Rücklaufquoten würden sehr genau beobachtet. Sofern ein Produkt die Quote von zwei Prozent überschreitet, werde es sofort markiert. Hersteller zwei schlägt in die gleiche Kerbe: Weder der Qualitätskontrolle noch dem Support seien Probleme bekannt.

Interessanterweise gibt ein dritter Anbieter Fehlerquoten an, die dann auch tatsächlich Auffälligkeiten zeigen. Demnach scheitern 2,9 Prozent aller Ryzen-5000-Prozessoren an der Qualitätskontrolle des Unternehmens, drei Prozent aller Ryzen-3000-CPUs und 2,5 Prozent aller Threadrippers der 3000er-Serie. Zum Vergleich: Core-i-Prozessoren der 10. Generation kommen auf 1,2 Prozent, die Vorgänger auf 0,9 Prozent. Letztlich sieht aber auch System-Builder Numero 3 keine Auffälligkeiten, wenn er die Zahlen in Relation setzt. So verkauft er eigenen Angaben nach immer noch deutlich mehr Intel- als AMD-basierte PCs, sodass einzelne Ausfälle die Quote stärker beeinflussen. Außerdem heißt es, dass ein Scheitern im hauseigenen "Torture-Test" nicht mit einem Defekt der CPU gleichzusetzen sei. So wird zum Beispiel immer mit vollbestückten Speicherslots getestet, auch wenn die PCs am Ende gar nicht so verkauft werden. Scheitert das System an geringen Latenzen oder hohem RAM-Takt, fällt es durch.

Auch andere Hersteller und Händler widersprechen

Neben PC World haben auch andere Portale nachgebohrt. Ein britischer PC-Bauer gab gegenüber Overclock 3D an, dass sie bisher kein "toter" Ryzen 5000 erreicht hat. "PowerGPU" müsse wohl unwahrscheinlich viel Pech gehabt haben. Hardware Unboxed erkundigte sich derweil bei einem lokalen Händler. Man erfuhr, dass die Ausfallquote normal sei und bei unter zwei Prozent liegt.

Der deutsche Händler Mindfactory weist, wie Kitguru zusammenfasst, für den Ryzen 9 5950X eine RMA-Quote von 0,77 Prozent aus. Sie liegt beim Ryzen 9 5900X bei 0,37 Prozent, beim Ryzen 7 5800X bei 0,58 Prozent und beim Ryzen 5 5600X bei 0,5 Prozent. Auch diese Zahlen würden vermutlich anders aussehen, wäre Zen 3 anfällig für Defekte.

Ebenfalls interessant: AMD Ryzen 5000: Fallende Scalper-Preise deuten auf bessere Verfügbarkeit hin

"PowerGPU" hat seinen Tweet um die häufig defekten Ryzen-5000-Prozessoren mittlerweile gelöscht. Begründet wird der Schritt damit, Fanboy-Diskussionen von seiner Timelime zu halten. Außerdem hebt der PC-Bauer hervor, dass sich AMD um seine Marke kümmert und man gemeinsam an einer Lösung arbeitet.

Quelle: PC World

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    • Kommentare (39)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Ja, da treffen Unwissen und Torheit auf eigentlich selbstverständliches. Also der Ausnahmezustand.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Ja, da treffen Unwissen und Torheit auf eigentlich selbstverständliches. Also der Ausnahmezustand.
      • Von True Monkey Kokü-Junkie (m/w)
        Das beste an diesen ganzen Bios flashen ist doch das wenn ein nicht so bewanderter User sich ein Hausinternes OC Tool aufs Board zieht( welches meistens ein AUTO bios Update Tool mit installiert) seinen Rechner selbst abschießt.

        Nach dem ersten Bios Update ist die Chance recht hoch das die Kiste nicht ohne den passenden Bios Einstellungen startet.

        Führt irgendwann dazu das der selbe Kunde alle zwei Wochen im Laden aufschlägt da sein Rechner nicht mehr startet
      • Von Cuddleman BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Bei den allermeisten genannten RMA-Quoten ist ja auch nicht der genaue Grund genannt sondern nur "Kunde hats zurückgegeben". Der Anteil tatsächlich defekter Chips von allen retournierten dürfte daher nochmal deutlich klleiner sein da sicherlich viele Leute was zurückgesendet haben was einfach nicht mit ihrem 4000er RAM im XMP stabil lief als beispiel obwohl das außerhalb der Specs liegt.

        Das angesprochene Thema der BIOS-Update Inflation ist aber bei AMD durchaus zu kritisieren. Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob ichs gut finden soll dass regelmäßig ne AGESA erscheint die (meist fast) alles besser macht als die vorangehende oder ob ich schlecht finden soll dass der Stand jetzt nicht schon zum Release verfügbar war.
        Ich habe jetzt bei meinem Brett schon so viele BIOS-Updates durchgezogen (F4 --> F6 --> F11 --> F30 --> F31a --> F31) wie vorher in gefühlten 10 Jahren nicht und könnte schon wieder eins machen auf F33(a). Im Ernst, mein BIOS ist 6 Wochen alt und seitdem gabs schon wieder zwei neue?^^
        Wirklich nötig/nachvollziehbar war davon nur genau eines nämlich die Kompatibilität zu Ryzen5000 herstellen (F30), alle anderen musste ich machen wegen Boostgedöns/Instabilitäten und auch nachgereichten Funktionen.

        Wer das nicht selbst macht und auf alten Versionen bleibt schickt vielleicht schon alleine deswegens eine CPU in die RMA weil der PC einfach alle 3 Tage mal sporadisch im Idle abschmiert (was ein bekanntes Problem der ersten AGESA-Versionen war, zu hohe Teillast-SC-Boosts).
        Wohl wahr.

        RMA, ein Thema ohne Ende.
        Wenn ich so überdenke, was alles im Outlet so zufinden ist und man sogar einige der Leutchen kennt, die trotz meiner Hinweise ihren angeblich defekten Kram zurück geschickt haben, sind bestimmte Fähigkeiten einfach nicht bei denen gegeben, das Problem zu erkennen, oder bis zu einem neuen Bios auszusitzen, bzw, mit diversen Hilfsmitteln Korrekturen vornehmen zu können.
        Ich habe bei einigen Stores zwei solcher mir bekannten Rückläufer erworben und (?) die funktionieren ohne Einschränkung seit einiger Zeit bei mir!
        Ich habe dabei einen Haufen Geld gespart und obendrein den Nichtdefekt bewiesen!

        Das so manche BIOS-Versionen zu diversen Mainboards echt der Graus sind, vor allem, wenn man die Historien, oder noch besser, die zurück gezogenen Bios-Historien betrachtet, kann man schon die Hände über den Kopf schlagen.
        Wer jetzt mit wem nicht sinnvoll kommuniziert, will ich gar nicht mehr wissen.
        Solange ich meinen eigenen Kram immer wieder selbst hin bekomme, ist die Arbeit, um dies zu erreichen, einfach dazu lernen, obwohl es in diverser Zeitnot echt nervt!
      • Von Cuddleman BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Cleriker
        Naja, ganz unrecht hatten die damit ja auch nicht. Wenn du deine GPU dauernd komplett aufgeheizt ausschaltest, dann ist die selbstverständlich noch ne ganze Weile heiß. Dadurch kann beispielsweise die WLP schneller austrocknen. Du darfst halt nicht vergessen dass die Chips eine gewisse Menge an Wärmeenergie inne halten. Wenn du die plötzlich aus machst, bekommen die zwar keinen Saft mehr aber die Kühlung ist auch sofort heftig eingeschränkt. Die Wärme wandert dann erstmal und staut sich im ungünstigsten Fall punktuell. Also ganz geil ist das nicht, wenn du der Hardware im heißen Zustand die Kühlung anstellst. Das machst du mit deinem Auto doch auch nicht, oder?
        Na, das was man als sofortiges Ausschalten bezeichnen darf, ist Strom- bzw. Netzteilausfall!
        Dann trifft das wörtlich zu.

        Ansonsten beendet man das Game und fährt dann erst den PC herunter.
        In dieser Zeitspanne hat die GPU genügend Zeit sich auf unbedenkliche Temperaturen herunter zu kühlen.
        Grafikkarten mit Heatpipe-Kühlung, funktionieren im Heatpipekreislauf sogar noch bis zu zwei Minuten, zwar schon sehr deutlich eingeschränkt, aber ausreichend.
        Beim plötzlichen Stromverlust der GPU, wird auch schlagartig die Leistung reduziert und die Abwärme diffundiert weiterhin in den Kühler.
        Übrigens hat die GPU nur eine sehr geringe Bauhöhe und kühlt sich schon deshalb ausreichend schnell über die WLP zum GPU-Kühler hin ab.
        Sollten Temperaturen Bereiche weit über den kritischen Temperaturbereich der GPU gehen, können Heatpipes dann den Dampf nicht mehr kondensieren und es würde ein unzulässiger Dampfdruck eine Heatpipe auch zum Bersten bringen, das jedoch nur mit Stromversorgung.
        Ist mir noch nie untergekommen, außer man forciert bewußt in ein solches Szenario hinein, mit Schaffung extremer Bedingungen.
        Fehlerhafte Verlötung der Bauteile, defekte gepolte Kondensatoren (meist am Rande ihres Lebenszyklus) und ausgelöste Überstrom-Sicherungen auf der Platine, u.a. können vielschichtige Ausfallerscheinungen bewirken, aber das muß konkret überprüft werden, durch Fachpersonal, nicht mit allgemeinen Floskeln, nur um dem Händler den unangenehmen langwierigen Reklamationsweg zu ersparen!

        Eine ungünstige Belüftung-und Abluftführung eines PC-Gehäuses ist dabei eher nebensächlich, denn es gibt genügend Mini-PC mit einer noch potenten GPU und da gibt's gerade mal einen einzigen, wenn überhaupt Lüfter der einen Luftstrom durch den PC erzeugt.

        Aus dieser Sicht, dürften die PC-Herstelle dieses Argument nicht mal erwähnen, oder?
        Zitat von Blackfirehawk
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        Desweiteren läuft beim Auto der Lüfter nach langer Fahrt im Sommer für einige sekunden weiter wenn du dein Auto abstellst
        Das machen die schon seit Jahrzehnten
        Das ist nur bezogen auf das Kühlwasser anwendbar, damit die Restwärme des Motors, das nicht mehr durch diesen umgewälzte Wasser, zum Kochen bringt.
        Das Nachlaufen der Lüfter hilft jedoch keinem Turbolader, wenn man nach einer forschen Fahrt plötzlich den Motor abstellt.
        Das ist meistens die erste Ursache für Turboladerschäden, denn da gibt es sehr viel höhere etwa 400-800°C, oder mehr, Temperaturen als beim mit Glycol versetztem Wasser!
      • Von Blackfirehawk BIOS-Overclocker(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Also einfach ausschalten tue ich den Rechner ja nun nicht. Ich fahr den ganz normal runter..

        Die Hardware ist schließlich für diese Temperatur (70-80grad Celsius ) beim spielen spezifiziert.

        Und normalerweise sollte das jeder kühler packen in der Zeit zwischen ausschalten vom Spiel bis das Windows runtergefahren ist von diesen 70-80grad auf unter 40grad runterzukühlen..

        Das war eine 220watt Karte (rx380) die nach spielende im Leerlauf läuft und dann nur noch so 20-30watt hatte ..
        sprich der kühler hatte Mal eben 200watt Kühlleistung frei ohne das gegen geheizt wird...
        Selbst wenn die Lüfter aus sind in dem Moment wird noch mehr als 20-30w Wärme abgeführt..

        Wenn ich n Spiel ausschalte dauert das keine 30sekunden bis ne karte idel temps unter 40grad hat.. ich hab jetzt Mal nicht gemessen wie lange Windows so braucht bis das runter gefahren ist.. aber normalerweise schließe ich das Game..
        im Menü hast du ja sowieso weniger Verbrauch..
        Schließe TeamSpeak, spielclienten und die browserfenster und Klick dann auf runterfahren

        Bei vielen Karten hast du auch n Zero Fan Modus wo der Fan bei 50-60 Grad überhaupt erst anspringt.. ich bin da kein Freund von aber das sind Temperatur Bereiche wo es absolut keine Probleme geben dürfte

        Das einfach den Stecker ziehen/Netzschalter umlegen nicht gut für Elektronik ist is mir auch durchaus klar...aber ein direktes runterfahren nach dem spielen als Hardware schädigend einzustufen empfinde ich als absoluter Schwachsinn.

        Desweiteren läuft beim Auto der Lüfter nach langer Fahrt im Sommer für einige sekunden weiter wenn du dein Auto abstellst
        Das machen die schon seit Jahrzehnten
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