Itanium, der Zweite (PCGH-Retro, 8. Juli)
Itanium der Zweite - das geschah am 8. Juli. Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
… 2002: Er war eines der teuersten Projekte der Computergeschichte, kam viel zu spät auf den Markt und blieb dennoch hinter allen Erwartungen zurück: Intels Itanium-Prozessor mit der IA-64-Architektur, einer reinrassigen 64-Bit-Technik. Nicht nur die (in Software emulierte) Ausführung von älterem x86-Code war auf dem Chip zu langsam, der neue Serverprozessor litt auch unter geringer Speicherbandbreite und niedriger Taktfrequenz. Die größten Probleme des ersten Itaniums mit Merced-Kern versucht Intel an diesem 8. Juli zu beheben: mit dem Itanium 2. Der Prozessor mit Codenamen McKinley integriert 3 MiByte L3-Cache und wächst dadurch auf 220 Millionen Transistoren, alle drei Cache-Stufen arbeiten nun mit geringeren Latenzen; der Frontside-Bus wird auf 128 Bit verbreitert, was die Speicherbandbreite erhöht. Außerdem führt der zweite Itanium x86-Code schneller aus als das Original. Doch noch immer ist der Itanium nicht das erhoffte Leistungswunder, und auf dem Servermarkt dominiert weiterhin die alte x86-Architektur. Auch diese Architektur wurde mittlerweile erweitert auf zeitgemäße 64 Bit - durch AMD.

Immer wieder schöne Rückblicke! Danke
Letztes Jahr wurde die Unterstützung dafür im Linux Kerne entfernt - der ist tot!
Leider scheinen in den letzten Jahren immer mehr Hersteller (nicht ohne Grund) vom ITANIUM abzufallen- Intel hat einfach geschlafen, der Montvale und Tukwila waren schon bei ihrem Erscheinen nichtmehr wirklich zeitgemäß
Aber mal sehen; mit dem Pulson wird sich das wohl wieder ändern, dann wird er auch für den HPC Bereich wieder interressanter; meiner Meinung nach sollte Intel aber auch den Endkunden/Workstation Bereich nicht vergessen